Stadt erhält 338 000 Euro für multifunktionalen Kunstrasen

Die Nebenfläche des Sportzentrums „Im Breul“ in Rinkerode wird in eine Multifunktionsspielfläche mit einem Kunstrasenbelag umgewandelt.
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Die Nebenfläche des Sportzentrums „Im Breul“ in Rinkerode wird in eine Multifunktionsspielfläche mit einem Kunstrasenbelag umgewandelt.

Förderanträge für weitere Kunstrasenplätze in Drensteinfurt und Rinkerode sowie eine Tartanbahn in Walstedde hatte die Stadt bei der Bezirksregierung Münster gestellt. In den Ausschusssitzungen war darüber kontrovers diskutiert worden. Jetzt steht fest: Rinkerode profitiert vom „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – Die Nebenfläche des Sportzentrums „Im Breul“ wird in eine Multifunktionsspielfläche mit einem Kunstrasenbelag umgewandelt. Dafür stehen 338 000 Euro zur Verfügung. Es handelt sich um eine 100-prozentige Förderung. Anfang der vergangenen Woche wurden die Vertreter bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses davon in Kenntnis gesetzt.

Udo Nees, der 1. Vorsitzende des SV Rinkerode, hatte schon vorher von der Entscheidung zugunsten des Ortsteils erfahren. „Das ist eine super Nachricht für den Verein“, sagte er auf Anfrage des WA. Eine derartige Fläche hatte der SVR „schon ewig“ auf seiner Liste. „Das ist eine Idee, die damals bei der Entwicklung des Kunstrasenplatzes 2009 schon entstanden und logischerweise an den Kosten gescheitert ist“, erläuterte Nees.

„Das ist eine super Nachricht für den Verein“

Udo Nees

70 Prozent der Fördermittel kommen laut Nees vom Bund, 30 Prozent vom Land. Für das Programmjahr 2020 hatte das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen, den auf die Kommunen entfallenden Eigenanteil von 10 Prozent zu übernehmen, sodass es sich um eine 100-prozentige Förderung handelt.

Bis zum Start der Bauphase dauert es natürlich noch etwas. Im Frühjahr/Frühsommer solle es losgehen, sagte Nees. „Wir müssen uns erst mal abstimmen, was es genau für ein Belag wird und welche Linien gezogen werden.“ Ein „normaler“ Belag wie auf den Kunstrasenplätzen in Rinkerode und Drensteinfurt, die mit Granulat verfüllt sind, werde es nicht. Umweltschutz und Belastbarkeit spielen bei der Auswahl eine große Rolle. „Es gibt sogar ganz Neue, die sind überhaupt nicht mehr verfüllt. Da ist das Material schon so schwer, dass der Belag liegen bleibt“, erklärte Nees.

Genutzt werden soll der multifunktionale Kunstrasen nicht nur fürs Training der Fußballabteilung, sondern auch von anderen Abteilungen des Vereins. „Das ist ganz wichtig, sonst hätten wir die Förderung nicht bekommen“, betonte Nees.

Drensteinfurt und Walstedde gehen leer aus

Die Stadt Drensteinfurt hatte für drei Projekte insgesamt etwas mehr als eine Million Euro beantragt. Nicht gefördert werden die Umwandlung des sogenannten Grascheplatzes im Drensteinfurter Sportzentrum Erlfeld in einen weiteren Kunstrasenplatz für die Fußballer (Kosten: etwa 600 000 Euro) sowie die 100 Meter lange Kunststoffbahn für Leichtathleten auf dem Sportplatz in Walstedde, die 85 000 Euro kosten würde.

Für das Jahr 2020 stellt die Bundesregierung insgesamt 150 Millionen Euro für die Sportstättenförderung zur Verfügung, für 2021 sind weitere 110 Millionen Euro geplant. Bei der Bezirksregierung Münster waren laut Hans-Ulrich Herding vom Fachbereich Planen, Bauen, Umwelt der Stadt Drensteinfurt rund 100 Förderanträge für das Jahr 2020 eingegangen, 20 wurden bewilligt.

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