1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

SVD-Geschenke helfen den Ahlenern

Erstellt:

Von: Tobias Kurz

Kommentare

Maximilian Groß (Mitte) hätte den SV Drensteinfurt beim ASK Ahlen in Führung bringen können.
Maximilian Groß (Mitte) hätte den SV Drensteinfurt beim ASK Ahlen in Führung bringen können. © Kleineidam

Es wurde deutlich für den SV Drensteinfurt, zu deutlich nach dem Geschmack von Trainer Thorsten Heinze.

Ahlen – „Am Ende fällt das Ergebnis für den Spielverlauf etwas zu hoch aus“, meinte er nach der 2:7 (1:4)-Auswärtspleite beim ASK Ahlen. Immer wieder witterte der Underdog im Spielverlauf seine Chance, doch mal war die individuelle Klasse der Gastgeber zu groß, mal die eigene defensive Schludrigkeit. „Die sind natürlich brutal effektiv. Wenn die eine Torchance haben, nutzen sie die“, sagte Heinze. Und Drensteinfurt half teilweise kräftig dabei mit, dem Gegner Torerfolge zu ermöglichen.

Schon nach zwei Minuten lag der ASK vorne, Semir Burnic traf zur Führung. Fabio Bories markierte den Ausgleich (12.). Beinahe hätten die Gäste das Spiel sogar in Rekordzeit gedreht. Doch Bories und Maximilian Groß scheiterten am glänzend aufgelegten Ahlener Schlussmann Marcel Klemmer. Stattdessen zappelte der Ball auf der anderen Seite im Netz – und das ohne Zutun der Platzherren. Nach einem langen Einwurf signalisierte SV-Keeper Steffen Scharbaum per „Torwart“-Ruf, dass er zum Ball geht. Das überhörte Andre Vieira Carreira allerdings und beförderte das Spielgerät per Kopf über seine herauseilende Nummer eins hinweg ins eigene Tor (16.). „Ein komplettes Pannending“, ärgerte sich Heinze.

Heinze hadert mit individuellen Fehlern

Ähnlich slapstickartig fiel das 3:1. Wieder hatte Scharbaum sein Tor verlassen, um per Kopf zu klären. Ein Drensteinfurter Verteidiger versuchte den Ball aber anzunehmen statt ihn aus der Gefahrenzone zu befördern. Ismail Uysal spritzte dazwischen und schoss ins leere Tor ein (22.). „Das waren zwei Geschenke von uns“, haderte Heinze. Zübeyir Kaya erhöhte vor der Pause auf 4:1 (32.).

Doch die Drensteinfurter steckten nicht auf und kamen mit Schwung aus der Kabine. Bories erzielte sein zweites Tor (47.), plötzlich waren die Gäste dran. Erneut hatte Groß eine gute Einschussgelegenheit, wieder entschärfte Klemmer. „Wir hatten ein paar richtig gute Möglichkeiten in entscheidenden Phasen, wo wir das Tor nicht machen“, ärgerte sich Heinze, der sein Team nun volles Risiko gehen ließ. „Hätten wir noch einen gemacht, hätte die Bude gebrannt“, war er überzeugt. Doch der Treffer fiel auf der anderen Seite. Kaya stellte den alten Abstand her (72.). Bünyamin Uysal (82.) und Hakan Uzun (87.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Heinze hakte die Partie schnell ab. „Das war eine Top-Mannschaft. Wir wollten mitnehmen, was geht und uns nicht ergeben“, sagte er. „In den nächsten Spielen geht es um wichtige Punkte.“

Auch interessant

Kommentare