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Kuschels Zwischenbilanz: Darum gibt es beim SVR „mehr Licht als Schatten“

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Von: Matthias Kleineidam

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Er läuft, er kämpft, er fällt auf: Alexander Kiel (rechts), Kapitän des A-Kreisligisten SV Rinkerode, im Heimspiel gegen Wacker Mecklenbeck (0:4). Foto: Kleineidam
Er läuft, er kämpft, er fällt auf: Alexander Kiel (rechts), Kapitän des A-Kreisligisten SV Rinkerode, im Heimspiel gegen Wacker Mecklenbeck (0:4). © Kleineidam

Respekt Rinkerode! Das schaffen nicht viele. Mit einem ausgeglichenen Torverhältnis (27:27) stehen die Fußballer des SVR in der zwölf Mannschaften zählenden Kreisliga A2 Münster auf dem dritten Platz.

Rinkerode – Fast zwei Punkte hat das Team des Trainertrios Sven Kuschel, Jörg Raabe-Staljan und Janis Kraus im Schnitt pro Spiel geholt. Auch das ist beachtlich – ebenso wie der Viertelfinal-Einzug im Pokal. Das hatte der Verein zuvor 2012 geschafft.

Kein Wunder also, dass Kuschel nach 17 von 26 Pflichtspielen eine erfreuliche Zwischenbilanz zieht. „Mehr Licht als Schatten“, fasst er den Saisonverlauf zusammen. „Auf jeden Fall war es eine sehr positive Hinrunde. Das kann man gar nicht anders sagen. Wir sind froh, dass wir wieder auf dem Platz stehen und Fußball spielen können.“ Als Highlights sieht Kuschel die Pokal-Abende. „Wir hatten sehr spannende Fights im Kreispokal, aber auch sehr deutliche, als wir den Gegner dominiert haben. Das war für die Zuschauer aus dem Dorf sicherlich eine ganz gute Sache.“

Die Pokal-Abende waren für die Zuschauer aus dem Dorf sicherlich eine ganz gute Sache.

Sven Kuschel

Nach dem Coup im Pokal gegen den Landesligisten TuS Altenberge landete der SVR schnell wieder auf dem harten Boden der Realität. Zwei Niederlagen mit 1:9 Toren folgten zum Liga-Auftakt. Doch im Anschluss starteten die Rinkeroder eine furiose Aufholjagd, die nur durch das 0:4 gegen Wacker Mecklenbeck unterbrochen wurde. Vor dem kleinen Rückschlag holte die Mannschaft zehn von zwölf möglichen Punkten, danach katapultierte sie sich mit fünf Siegen in Serie auf Platz drei.

Das 2:4 im letzten Spiel vor der Winterpause gegen den Spitzenreiter Warendorfer SU – beim Wiedersehen mit Ex-Coach Roland Jungfermann – verhinderte zwar, dass der SVR im Konzert der Großen mitspielt, doch die lobenswerten Leistungen in der zweiten Jahreshälfte nach einer ewig langen Corona-Pause schmälerte die vierte Pflichtspielniederlage kaum. „Die positiven Erlebnisse überwiegen“, betont Coach Kuschel.

Vertragsgespräche

Dass sich auf den Trainerpositionen im Sommer nichts verändern wird, ist aufgrund der positiven Entwicklung der ersten Mannschaft sehr wahrscheinlich – aber noch nicht Fakt. „Wir sind ehrlicherweise ein bisschen unaufgeregt, was die nächste Saison betrifft“, sagt Sven Kuschel. Die Zeichen stünden nicht auf Trennung, Gespräche sollen in Kürze stattfinden.

Erfolgreichster Torschütze in den Reihen der Rinkeroder ist wie erwartet Jan Hoenhorst. Er traf in den ersten acht Ligaspielen nach seiner Rückkehr vom SV Herbern zwar nur zweimal. Danach nahm der Torjäger aber Fahrt auf und erzielte sechs Buden in fünf Partien. Einer, der seine Teamkollegen mitreißt, ist Alexander Kiel. Der Kapitän läuft, kämpft und fällt auf. Selbst beim 1:7 im Pokal-Viertelfinale gegen die technisch versierten Kicker des Westfalenligisten 1. FC Gievenbeck vor rund 300 Zuschauern fiel Kiel positiv auf.

Kiel ein „gefragter Mann“ im Kreis

Derartige Auftritte wecken natürlich Begehrlichkeiten bei anderen Clubs. „Uns ist klar, dass er ein gefragter Mann ist im Fußballkreis“, sagt Kuschel. Doch große Sorgen scheinen sich die Rinkeroder nicht machen zu müssen. Dem Trainer zufolge sieht es danach aus, dass Kiel auch 2022/23 für den SVR auflaufen wird. „Er fühlt sich pudelwohl in Rinkerode und ist Kapitän“, so Kuschel.

--- Die Kreisliga A2 Münster ---

Bevor es in dieser Saison in der Liga nach zwei spielfreien Sonntagen am 20. März mit dem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten VfL Wolbeck II weitergeht, sind sechs Testspiele geplant. Erster Gegner in der Vorbereitung ist am Sonntag, 16. Januar (15 Uhr), der Bezirksligist VfL Wolbeck.

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