1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Rinkeroder sauer: „Gegen zwölf Mann hatten wir keine Chance“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Auch Rinkerodes Maurice Heithorn (links) konnte Wackers dreimaligen Torschützen Jan Hoffmann nicht stoppen. Foto: Kleineidam
Auch Rinkerodes Maurice Heithorn (links) konnte Wackers dreimaligen Torschützen Jan Hoffmann nicht stoppen. © Kleineidam

Er übe selten Kritik am Schiedsrichter, sagte Sven Kuschel. Doch nach der 0:4-Heimniederlage gegen den neuen Spitzenreiter hatte der Coach der SVR-Fußballer den Kaffee auf.

Kreisliga A2 Münster: SV Rinkerode – DJK Wacker Mecklenbeck 0:4. „Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Gegen zwölf Mann hatten wir einfach keine Chance“, echauffierte sich Kuschel über die „absoluten und offensichtlichen Fehlentscheidungen“ von Ingmar Grempels und sprach von „drei spielentscheidenden Szenen“.

Vor dem 0:2 sei der Freistoß viel zu weit vorne ausgeführt worden, außerdem habe der Ball bei der Ausführung nicht geruht. Darüber hinaus sei das Tor ebenso wie das 0:3 aus abseitsverdächtiger Position erzielt worden. „Und das 0:4 war klar Abseits“, betonte Kuschel. Zu allem Überfluss flogen Stürmer Jan Hoenhorst und Kapitän Alexander Kiel vom Platz.

Aber der Reihe nach: Das Duell zwischen den Rinkerodern, die sechs Pflichtspiele in Serie nicht verloren hatten, und den in der Liga unbesiegten Mecklenbeckern begann rasant. SVR-Keeper Marius Schwitte parierte in der Anfangsphase gut, Hoenhorst hatte die erste Chance der Gastgeber, Wackers Jan Hoffmann köpfte ans Außennetz, und Dominik Grünhagel scheiterte am Schlussmann. Danach wurde es ruhiger – zumindest was die Möglichkeiten betraf. Dann rückte Hoffmann in den Mittelpunkt. Erst nutzte der Kapitän der Münsteraner einen flachen Pass in die Spitze zum 0:1 (36.), dann war er bei einem langen Ball hinter die Viererkette erneut zur Stelle – 0:2 (39.). „Der Ball rollte und war zu weit vorne“, schimpfte Kuschel: „So etwas macht das Spiel massiv kaputt.“

--- Die Tabelle ---

Trotz des Rückstands kamen die Rinkeroder, die personell zu kämpfen hatten, gut rein in die zweite Halbzeit. Hoenhorst hatte das 1:2 auf dem Kopf (61.). Auf der anderen Seite war ein Kopfball von Hoffmann wohl hinter der Linie (64.). Nachdem Hoenhorst wegen eines Fouls Gelb-Rot gesehen hatte (69.), lief Hoffmann allein aufs Tor zu und machte mit seinem dritten Treffer alles klar (74.). Wegen Reklamierens sah Kuschel die Gelbe Karte. Glatt Rot gab es für Kiel wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit (88.) – eine viel zu harte Entscheidung. Yannik Hartwig erhöhte noch auf 0:4 (90.+3). Die Niederlage sei viel zu hoch ausgefallen, sagte SVR-Trainer Kuschel.

Bevor es im Pokal-Viertelfinale zum Duell mit Westfalenliga-Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck kommt, tritt der SVR am Sonntag (31. Oktober, 12.15 Uhr) noch bei BW Aasee II an.

SVR: Schwitte – M. Heithorn, Grünhagel, P. Heithorn, Schwack (58. F. Lütke Wöstmann) – Düker, Jakobtorweihe – Vogel, Ipek (82. Taher), Kiel – Hoenhorst

Auch interessant

Kommentare