Interview

SVD-Trainer Stratmann verspricht: „Jungs alle gallig“ aufs Kellerduell

Sehnen ein Erfolgserlebnis herbei: SVD-Trainer Daniel Stratmann (rechts) und Betreuer Thorsten Tegtmeier. Foto: Kleineidam
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Sehnen ein Erfolgserlebnis herbei: SVD-Trainer Daniel Stratmann (rechts) und Betreuer Thorsten Tegtmeier.

Mehr Kellerduell geht nicht: Die Fußballer des SV Drensteinfurt spielen zwei Tage eher als gewohnt und treten als Vorletzter beim Letzten in Liesborn an. Verlieren ist verboten, im Kampf gegen den Abstieg helfen den Drensteinfurtern nur drei Punkte.

Bezirksliga 7: SV Westfalen Liesborn – SV Drensteinfurt (Freitag, 20 Uhr). Beide Teams sind nicht gut drauf, kassierten zuletzt vier Niederlagen in Serie. Während die Gastgeber aus dem Ortsteil der Gemeinde Wadersloh noch sieglos sind, hat der SVD auswärts weder einen Punkt geholt noch ein Tor erzielt. Vorne hapert es bei Liesborn nicht, dafür hat das Team so viele Treffer (21) wie kein anderes in der Staffel 7 kassiert.

Das letzte Duell fand vor fast genau zwei Jahren statt. Die Stewwerter gewannen durch ein rekordverdächtig frühes Tor von Falk Bußmann nach 45 Sekunden mit 1:0 in Liesborn. Auch die Begegnung wurde an einem Freitagabend um 20 Uhr angepfiffen. Ein gutes Omen für den SVD? Bußmann wird allerdings verletzungsbedingt weiter nicht auflaufen können. „Dafür haben wir andere Spieler vorne. Ich glaube, Max Groß, Valentin Kröger und Sven Grönewäller werden am Freitag ein richtiges Feuerwerk abreißen“, sagt Daniel Stratmann. Der eine Trainer der Drensteinfurter – der andere ist Volker Rüsing – beantwortete vor dem Kellerduell in Liesborn die Fragen von WA.de.

Drei von 18 möglichen Punkten hat der SVD geholt. Wie bitter schmeckt der Saisonstart?
Der Auftakt war suboptimal. Wir hatten uns natürlich ein bisschen mehr erhofft. Aber man muss auch berücksichtigen, dass teilweise bis zu zehn Spieler fehlten, von denen einige nicht ersetzbar sind. Das macht sich in der Qualität auf dem Platz bemerkbar. Auch die Verunsicherung durch den Umbruch und die personellen Schwierigkeiten war zu spüren.
Was muss schleunigst besser werden?
Wir müssen Tore schießen und Punkte holen. Das ist das, wo wir am Freitag ansetzen werden. Wir haben es zuletzt gegen die Freckenhorster, die natürlich individuelle Klasse haben, eigentlich richtig gut gemacht. Von daher sehe ich es positiv. Wenn wir die Einstellung, die wir am Sonntag gezeigt haben, auch am Freitag zeigen, dann gehe ich ganz stark davon aus, dass wir Punkte mitnehmen werden.
Hattet Ihr Euch als Trainer die Aufgabe so beschwerlich vorgestellt?
Wir haben von vornherein gesagt, dass wir gegen den Abstieg kämpfen werden. Das war Volker und mir ganz klar bewusst, weil die Qualität in der Breite fehlt.
Zum nächsten Gegner: Liesborn ist Letzter, hat noch kein Spiel gewonnen. Für den SVD zählen also nur drei Punkte, ein Remis ist zu wenig, oder?
Ja, aber wir müssen vorsichtig sein. Die Tagesform wird eine entscheidende Rolle spielen. Trotzdem: Wir wollen auf Sieg spielen. Das hat mir am Dienstag das Training gezeigt. Die Jungs sind gallig, haben Bock, sich in den Zweikampf zu schmeißen. Dass jeder spielen will, hat mir imponiert. Ich bin guten Mutes, dass wir in Liesborn ein richtig gutes Spiel absolvieren werden.
Was für ein Spiel erwartet die Zuschauer?
Ich kenne Liesborn aus meiner aktiven Zeit, als ich mit dem SC Hoetmar in der Bezirksliga gespielt habe. Gerade am Freitagabend wird dort eine Menge los sein, wenn das Wetter mitspielt. Es wird eine zweikampfbetonte Partie. Wenn unsere Jungs die Galligkeit mitnehmen, wird es ein richtig interessantes Fußballspiel.
Gibt es Veränderungen im Vergleich zum Heimspiel gegen Freckenhorst?
Ich hoffe nicht. Es gibt noch ein, zwei Fragezeichen, aber wenn es geht, möchten wir mit der gleichen Aufstellung beginnen wie gegen Freckenhorst. Das hatten wir in dieser Saison noch nicht. Wir wollen eine Kontinuität reinbekommen, damit die Laufwege abgestimmt sind.
Wer kehrt in den Kader zurück, wer fällt weiterhin aus?
Dennis Kreuzberg ist wieder dabei, auch Ersatztorwart Olaf Woltering kommt mit. Max Diepenbrock hat immer noch mit seinem Knie zu kämpfen.

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