Trabrennen

Stute Gaja überzeugt bei „Breeders Crown“-Traditionsrennen in Berlin

Überzeugte beim Trabrennen in Berlin: Gaja vom Stall Drensteinfurt.
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Überzeugte beim Trabrennen in Berlin: Gaja vom Stall Drensteinfurt.

Lange Zeit war es ruhig geworden um den Stall Drensteinfurt. Aufgrund der Corona-bedingten Ausfälle sämtlicher Rennveranstaltungen im Frühjahr gab es nur wenige bis gar keine Startmöglichkeiten für die letztjährige Stuten-Derby-Vierte Gaja und den neunfachen Vorjahressieger Etorix. 

Formschwankungen waren somit vorprogrammiert. Und auch Casanova d‘Amour, 16-maliger Sieger und Gewinner von fast 45 000 Euro, war nach einem Trainingssturz mehrere Monate außer Gefecht.

So konnten sich die Besitzer Heinz Kuhlmann und Klaus Storck, 2. und 1. Vorsitzender des Rennvereins Drensteinfurt, allenfalls über kleine Formansätze freuen und schickten die in dieser Saison noch sieglose Gaja in Berlin in den Hauptlauf zur diesjährigen „Breeders Crown“ für vierjährige Stuten. In dem mit 44 086 Euro dotierten Traditionsrennen trafen sich die besten deutschen vierjährigen Stuten. Auch die Vorjahressiegerin des Deutschen Stutenderbys, La Grace, war eingeschrieben und ging mit dem deutschen Champion Michael Nimczyk an den Start.

Fast 9000 Euro Preisgeld

Nach nur wenig überzeugenden Vorstellungen ging die Drensteinfurterin Gaja als längste Außenseiterin (331:10) in die Partie. Das Rennen führte über 1900 Meter. Gleich in der Startphase setzte sich die Zweitplatzierte des letztjährigen Stutenderbys, Rock my Dreams, mit Josef „Seppi“ Franzl, an die Spitze und „schlug eine flotte Pace an“, so Detlef Orth, der sportliche Leiter des Rennvereins Drensteinfurt. Trainer und Fahrer Jochen Holzschuh fand sich mit der kleinen Gaja im Mittelfeld des Rennens wieder und setzte alles auf ihre guten Speedqualitäten. „In der letzten Überseite schien sich dann aber ein mittelschweres Fiasko anzubahnen, als von hinten gleich mehrere Pferde aufrückten und Gaja an der Innenkannte zu ,verhungern‘ drohte“, berichtete Orth. Während sich die bayerische Gaststute Rock my Dreams in der Endgeraden zu einem leichten Sieg freimachte, suchte Holzschuh verzweifelt die dringend benötigte Passage, die er 150 Meter vor dem Ziel endlich fand. Dann schaltete Gaja umgehend den Turbo, war im Einlauf das schnellste Pferd und flog noch an La Grace vorbei – auf Platz zwei. Für diese „stramme Leistung“ (Orth) kassierte der Stewwerter Stall fast 9000 Euro Preisgeld. Und wer Gaja auf Platz gewettet hatte, sei ebenso fürstlich belohnt worden. Für 10 Euro Einsatz gab es 136 zurück. Somit sorgte die Drensteinfurterin für die längste Platzquote des Tages.

Renntag für 15. August geplant

Auf Topquoten darf man sich auch im nächsten Jahr freuen, wenn es möglicherweise im Erlfeld wieder heißt: „Start frei“. Der Rennverein Drensteinfurt als Veranstalter hat als Renntermin den 15. August 2021 angesetzt. „Das dürfte auch Besitzer, Trainer und Fahrer freuen, die in diesem Jahr die Stewwerter Rennen so schmerzlich vermisst haben“, sagt Orth. Die Planungen laufen auf jeden Fall schon einmal, und das erste Konzept sehe mehr als interessant aus. „Die Besucher dürfen gespannt ins nächste Jahr blicken!“

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