Tennis

Fünf Abstiege: Das sagt Sportwart Dresenkamp zur Saison des TCD

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Susanne Kullak (Einzelbilanz 1:3) verlor mit den Damen 30 alle Spiele.

Drensteinfurt – Eine Sandplatzsaison mit vielen spannenden Matches, aber auch etlichen Enttäuschungen liegt hinter dem Tennis-Club Drensteinfurt. Alle vier Damenmannschaften sind abgestiegen, auch die Herren 30 konnten die Klasse nicht halten.

Im nächsten Jahr wird der Verein nicht mehr in der Münsterlandliga, der höchsten Klasse auf Bezirksebene, vertreten sein.

46 Meisterschaftsspiele absolvierten die vier Herren- und vier Damenteams – der Breitensport ausgenommen – von Anfang Mai bis Anfang Juli. 15 davon, also etwa ein Drittel, gewannen die Sportler des TCD, jede zweite Partie (insgesamt 23) ging verloren. Im Jahr 2018 hatten die Drensteinfurter noch 31 von 47 Spielen für sich entschieden. Der WA sprach mit dem langjährigen 1. Sportwart Manfred Dresenkamp (66 Jahre) über ...

... die Saison insgesamt. 

Der Verlauf war – rein sportlich gesehen – nicht optimal für uns. Aber die Stimmung innerhalb der Mannschaften ist gut. Ich sehe die Teams in der Woche trainieren und weiß, dass sie neben dem Tennis einige Dinge unternehmen. Das ist immer ein gutes Zeichen. Da bricht nichts auseinander.

Die Saison 2019 des TC Drensteinfurt

... die Herren 30, die nach etlichen Jahren in der Westfalen-, Verbands- oder Münsterlandliga trotz eines starken Schlussspurts in die Bezirksliga absteigen. 

Sie haben die letzten drei Spiele zu Hause richtig Tennis gespielt, da lief alles rund. Mit dem Wissen, dass es nicht klappen könnte, haben sie ein Spiel nach dem anderen gewonnen. Die Stimmung ist dadurch natürlich nicht schlechter geworden. Am Ende hat leider der verlorene direkte Vergleich den Ausschlag gegeben. Die Zeit der Herren 30 ist damit endgültig vorbei, sie gehen in die Herren 40. Es ist wohl so, dass wir im nächsten Jahr nur eine Herren-40-Mannschaft haben werden. Die Überlegungen sind da, für die jetzigen Herren 40 um Bernd Neubert einen Altersklassenwechsel zu beantragen, sodass sie in die Herren 50 gehen. In der nächsten Saison gibt es aufgrund einer Änderung der Wettkampfordnung des WTV eine besondere Situation: Bislang war es so, dass ich in zwei Mannschaften eines Vereins spielen durfte. Nun gibt es die Möglichkeit, in zwei Vereinen zu spielen. Es müssen aber zwei unterschiedliche Altersklassen sein. Den Vereinen gibt diese Änderung die Möglichkeit, Spieler, die im Umkreis in anderen Teams höherklassig spielen, auch zu Hause spielen zu lassen. Wir müssen das alles erst mal durchsprechen. Aber die Möglichkeit ist da, und wir setzen uns damit mit Sicherheit auch auseinander.

... die erste Herrenmannschaft, die lange um den Aufstieg in die Kreisliga mitspielte.

Ich glaube, in der Klasse sind die Jungs zu Hause. Wenn sie aufgestiegen wären, wäre es hart geworden. Sie müssten sich vielleicht auch personell ein bisschen verstärken nach hinten raus. Wir sind zufrieden mit der Saison, ein guter Platz im Mittelfeld ist akzeptabel.

... die Herren 40, die die Saison in der Kreisliga als Rückkehrer auf Platz drei beendeten. 

Das war eine Mannschaft, die man erst mal schlagen musste. Sie hatte wie alle anderen Vereine auch die Möglichkeit, sich zu verstärken mit Herren-30-Spielern. Christoph Newzella, Marc Rehkemper und Axel Berghoff haben dort gespielt und ihre Punkte geholt. Die Klasse in dieser Klasse – auch wenn es nur Kreisliga ist – ist so hoch, dass man nicht von vornherein sagen kann, wir machen einen Durchmarsch. Wir sind froh, dass wir im oberen Drittel mitspielen konnten. Ich denke, es war für alle ein Erlebnis.

... die Herren 60, die wie im Jahr 2018 8:4 Punkte holten und den Aufstieg in die Münsterlandliga als Tabellenzweiter erneut verpassten.

Im vergangenen Jahr hatten wir Pech gehabt und uns darüber geärgert, dass der Tabellenerste Merfeld, gegen den wir 3:3 gespielt hatten, auf den Aufstieg verzichtet hat. Diesmal haben wir mit Vreden (12:0 Punkte/Anm. der Redaktion) einen Gegner in der Klasse gehabt, der problemlos durchmarschiert ist. Sie haben am letzten Spieltag (5:1 gegen den TCD) eindeutig gezeigt, dass der Stärkste auf eins steht. Wir haben die Saison, was Verletzungen betrifft, relativ ordentlich überstanden – das ist das Wichtigste – und spielen im nächsten Jahr mit der gleichen Truppe. Wenn wir wieder im oberen Drittel mitspielen können, sind wir zufrieden.

... die Damen 30, die als Neuling nicht den Hauch einer Chance in der Münsterlandliga hatten. 

Bei denen hat man teilweise die Altersunterschiede gemerkt. Wenn eine 29- oder 30-Jährige auf der anderen Seite des Netzes steht und gegen eine 41- oder 42-Jährige spielt, dann ist das schon erkennbar. Im nächsten Jahr wollen die Damen nicht mehr in der Klasse 30 spielen, sondern machen einen Altersklassenwechsel in die Damen 40. Dort werden sie eins tiefer starten und das Ziel wird eindeutig wieder der Aufstieg in die Münsterlandliga sein. Stand jetzt wird es daher zwei Damen-40-Mannschaften geben.

... die erste Damenmannschaft, die nach zwei Aufstiegen in Serie in der Bezirksliga Lehrgeld zahlen musste. 

Wir haben immer gesagt, wir wollen hineinfühlen in die Liga und wissen, wo wir stehen. Und wenn wir letztlich erkennen, dass wir eine Liga erreicht haben, in der wir sportlich nicht zu Hause sind, dann akzeptieren wir das auch. Wir können die Leistungen anderer nicht schwach reden. Die Gegner waren einfach stärker. Ich erinnere an Gronau, das mit einer LK-1-Spielerin und Holländerinnen bei uns angetreten ist. Wenn ein Verein dazu in der Lage ist, ist das ein anderer Level als der, den wir auf unserer Ebene spielen. Nichtsdestotrotz haben wir eine tolle Saison gehabt mit den Damen. Sie haben sich gefunden und einen schönen Saisonabschluss gemacht, obwohl sie alles verloren haben. Im nächsten Jahr wird die Mannschaft wieder eine Liga tiefer und sicherlich erfolgreich aufschlagen. Darauf konzentriert sie sich. Für die Winterrunde haben wir die Damen nicht gemeldet.

... die Damen 40, die zwar nur eins von sechs Spielen verloren, den Klassenerhalt als Drittletzter aber verpassten, weil zu viele Teams aus der Bezirksklasse in die Kreisliga absteigen. 

Das Gesamtergebnis mit einem Sieg, vier Unentschieden und nur einer Niederlage ist schon ein tolles im Vergleich mit den Jahren zuvor. Die Mannschaft hat sich entwickelt. Petra Klein (6:0-Bilanz im Einzel) wird zwei Leistungsklassen besser. Sie ist als Spitzenspielerin hervorzuheben. Ärgerlich ist das Verletzungspech von Jutta Mühlsteff. Wenn sie hätte durchspielen können, wäre aus dem einen oder anderen Unentschieden vielleicht ein Sieg geworden. Leider sind die Damen in der Situation, den Pfeil nach unten gezeigt zu bekommen. Aber eventuell können sie im nächsten Jahr durch den Ausgleich in den Ligen doch in der 1. Kreisklasse aufschlagen.

... die Damen 55, die nach zwei Jahren zurück in die Bezirksliga müssen. 

Das war auch eng. Sie haben bis zum letzten Spieltag gezittert. Die Damen lassen sich durch den Abstieg mit Sicherheit nicht runterziehen. Ich weiß, dass sie weiter durchtrainieren. Auch im Winter haben sie Trainingsstunden bei Adrian Popovici, zusammen mit einer anderen Mannschaft. Das wird denen garantiert helfen fürs nächste Jahr. Wenn sie Ziele haben, denke ich, wollen sie wieder oben mitspielen und den Sprung zurück in die Münsterlandliga schaffen.

--- Die einzelnen Ergebnisse der TCD-Teams ---

... den Breitensport. 

Die Herren B sind noch nicht durch und stehen wieder im Viertelfinale. Das sollte nicht unerwähnt bleiben.

... die Gesamtentwicklung des Tennis-Clubs. 

Wir sind gut aufgestellt und haben eine Platzanlage präsentiert, für die wir von außen sehr viel Lob eingefahren haben. Alle sind super zufrieden und fühlen sich auf der Anlage wohl. Bei uns wird nicht nur Tennis gespielt, bei uns geht es auch um den Wohlfühlfaktor.

... die Clubmeisterschaften beim TCD. 

Im vergangenen Jahr hatten wir 69 Teilnehmer, jetzt sind es 72. Das ist wieder ein neuer Rekord. Wir liegen gut im Rennen und sind teilweise schon bei den Halbfinals. Am 14. September werden die Endspiele ausgetragen. Planung ist, dass nur die A-Finals gespielt werden. Mit den B-Finals wäre es ein Mammutprogramm. Anschließend findet die Vereinsfete mit Siegerehrung statt. Damit wird die Saison ausgeläutet.

Die Resultate

1. Herren: 7:5 Punkte, Tabellenvierter in der 1. Kreisklasse

Herren 30: 3:4 Punkte, Tabellensechster in der Münsterlandliga

Herren 40: 4:2 Punkte, Tabellendritter in der Kreisliga

Herren 60: 8:4 Punkte, Tabellenzweiter in der Bezirksliga

Breitensport-Herren B: 8:2 Punkte, Tabellenzweiter und Einzug in die Endrunde

Breitensport-Herren 65 (Doppel): 5:3 Punkte, dritter Platz

1. Damen: 0:6 Punkte, Tabellenletzter in der Bezirksliga

Damen 30: 0:10 Punkte, Tabellenletzter in der Münsterlandliga

Damen 40: 6:6 Punkte, Tabellenfünfter in der 1. Kreisklasse

Damen 55: 3:5 Punkte, Tabellenvierter in der Münsterlandliga

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