Dresenkamp: TCD könnte in kleinen Schritten starten

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Sport- und Platzwart des TC Drensteinfurt: Manfred Dresenkamp.

Drensteinfurt – Beim Tennis-Club Drensteinfurt könnte schon in Kürze wieder gespielt werden. Laut dem Sport- und Platzwart Manfred Dresenkamp ist der Verein gut vorbereitet auf eine Öffnung der Anlage.

Seit Montag darf in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, seit Mittwoch in Berlin wieder Tennis gespielt werden. An diesem Samstag zieht Bremen nach. „Wir hätten uns ein einheitliches Vorgehen gewünscht“, äußerten sich die Präsidenten der drei Tennisverbände in NRW dazu. Der Westfälische Tennis-Verband (WTV) hofft auf eine Öffnung der Anlagen in seinem Gebiet unter Einschränkungen nach dem 3. Mai.

Da es unter Umständen etwas Zeit benötigt, das Wiederaufnehmen des Trainings- betriebs vorzubereiten, will der WTV seine Vereine auf den Tag X einstellen, wenn eingeschränkt Tennis gespielt werden kann. Für diesen Fall hat der Verband „Richtlinien für das Tennisspielen im Verein“ erstellt. An die gelte es sich unbedingt zu halten, um einerseits das Spielen zu ermöglichen und gleichzeitig für größtmögliche Sicherheit zu sorgen, teilt der WTV mit. Unter anderem haben die Vereine einen Coronavirus-Beauftragten zur Sicherstellung aller Vorschriften zu benennen, und die Spielerbänke/-stühle sind mit mindestens zwei Meter Abstand zu positionieren.

Matthias Kleineidam hat beim TC Drensteinfurt nachgefragt und sich mit Manfred Dresenkamp, dem Sport- und Platzwart, über die aktuelle Situation unterhalten.

Ist Tennis als kontaktlose Freiluftsportart prädestiniert dafür, als eine der ersten Sportarten wieder ausgeübt werden zu können – unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen?

Es gibt im Grunde keinen Hindernisgrund, ein Einzel zu spielen – bei den Gegebenheiten auf der Anlage. Es ist in der Halle wie aber auch draußen auf der Asche möglich. Tennis ist eine Sportart ohne direkten Kontakt. Die Gefahr über Bälle beispielsweise ist nicht gegeben. Man spricht davon, man müsse den Ball schon bespucken und dem anderen zuwerfen. Training durch einen Trainer mit zwei Spielern, die nach- oder miteinander gefordert werden, wäre auch möglich. Der Sicherheitsabstand von anderthalb oder zwei Metern wäre gewährleistet.

In NRW gelten die Beschränkungen für den Sport zunächst bis zum 3. Mai einschließlich. Ist der TCD auf eine Öffnung seiner Anlage vorbereitet?

Die Plätze sind schon seit Mitte März fertig, die Anlage ist picobello vorbereitet. Sobald wir grünes Licht bekommen, können wir in kleinen Schritten starten. Wir haben die Möglichkeit, die sanitären Anlagen so vorzubereiten, dass entsprechende Reinigungsmittel vorhanden sind, Papierhandtücher, darüber hinaus natürlich Seife und auch Desinfektionsmittel. Ansonsten werden die Umkleiden abgeschlossen und die Duschen gesperrt sind. Die Spieler hätten entsprechende Gegebenheiten hinzunehmen, nicht lange auf der Anlage zu verweilen und sich zu Hause umzuziehen und zu duschen. Das würde mit Sicherheit der erste Schritt sein.

Gibt es schon einen Corona-Beauftragten?

Nein, da ist der Würfel noch nicht gefallen. Auf jeden Fall haben wir das Hausrecht. Wenn einer nicht nach den Richtlinien handelt, kann es dazu kommen, dass er des Platzes und der Anlage verwiesen wird.

Werden fürs Erste vielleicht die Doppel weggelassen und nur Einzel ausgetragen?

Das weiß ich wirklich nicht. Ich kann gar nicht sagen, wie das in der Meisterschaft laufen soll. Es fängt ja schon an mit der Anreise. Wenn zwei im Auto sitzen und einen Mindestabstand einhalten sollen, müssen alle einzeln anreisen. Da bin ich wirklich überfragt, wie der WTV sich das vorstellt unter den aktuellen Bestimmungen. Wenn keine Meisterschaft gespielt werden würde, wäre das natürlich fürchterlich traurig, aber eine Situation, mit der man leben müsste. Wenn den Mitgliedern neben dem tagtäglichen Stress die Möglichkeit gegeben wird, hierherzukommen, sich zu bewegen, zu trainieren, ist das für mich höherwertig einzuschätzen als ein Meisterschaftsspiel.

--- Die Richtlinien des WTV ---

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