19 000 Euro für das Drensteinfurter Projekt „Sport-4-Kids“

Kinder begeistern, sich zu bewegen – das ist ein Ziel des Projekts „Sport-4-Kids“ in Drensteinfurt.
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Kinder begeistern, sich zu bewegen – das ist ein Ziel des Projekts „Sport-4-Kids“ in Drensteinfurt.

Eine erfreuliche Nachricht für den Kinder- und Jugendsport in Drensteinfurt in einer ansonsten schwierigen Zeit: Die Stadt und die örtlichen Vereine profitieren vom Landesprojekt „Sportplatz Kommune“. Gefördert wird das Projekt „Sport-4-Kids“ mit insgesamt 19 000 Euro über die Dauer von zwei Jahren. Mehrere Vereine beteiligen sich.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – „Es gibt ein paar Ideen, aber noch nichts Konkretes“, sagt Kristina Margraf, beim Kreissportbund (KSB) Warendorf Fachkraft „NRW bewegt seine Kinder!“. Der KSB habe das Projekt mit eingefädelt und unterstützt die Beteiligten. Ziel sei es, mehr und passgenaue Sportangebote für den Nachwuchs zu ermöglichen und dass möglichst viele Organisationen an einem Strang ziehen, so Margraf. „Es dürfen nicht nur ein Kindergarten und ein Sportverein sein, sondern es geht darum, dass sich ganz Drensteinfurt vernetzt.“ Gemeinsam solle die Bewegung in Drensteinfurt vorangetrieben werden.

Involviert in das Projekt sind die großen Vereine der Stadt: die DJK Olympia Drensteinfurt, der SV Drensteinfurt, der Tennis-Club Drensteinfurt und Fortuna Walstedde. Der SV Rinkerode wird wahrscheinlich noch dazustoßen. „Es ist im Grunde genommen ein übergreifendes Projekt, mit dem wir Kindern vom Kindergarten bis zur Schule und darüber hinaus den Sport näherbringen wollen“, erklärt Gerhard Herrmann, der 1. Geschäftsführer des TCD. Er ist der Initiator des Projekts und hat die Vereine angeschrieben. „Es zieht sich über zwei Jahre hin und wir werden im nächsten Jahr anfangen. Einen Fahrplan haben wir noch nicht.“

Zu Beginn werde es eine Analyse geben, sagt Herrmann. Welche Sportangebote gibt es in der Kommune und was fehlt noch? „Dies betrifft nicht nur die Kids, die im Verein sind, sondern alle. Wir würden uns also auch gerne um diejenigen kümmern, die keine Lust haben, in einen Verein zu gehen.“

Stadtsportverband mit im Boot

Die Idee kam bereits im vergangenen Jahr auf. „Wir hatten relativ kurzfristig Bekanntschaft mit dem Landesprojekt gemacht. Damals war die Zeit aber zu kurz, um sich zu bewerben. Deswegen haben wir es auf Eis gelegt und in diesem Jahr wieder aufgegriffen“, berichtet Herrmann. „Normalerweise wäre der Treiber die Kommune gewesen, aber wir haben es gemeinsam mit dem Stadtsportverband gemacht.“

Die Bewerbung war im Mai nach einem Treffen der Vereine mit dem Bürgermeister Carsten Grawunder und dem Leiter des städtischen Fachbereichs Sport, Gregor Stiefel, rausgegangen, in dieser Woche kam der Förderbescheid über 19 000 Euro, die für das Projekt zur Verfügung stehen. Von dem Geld soll unter anderem ein „Kümmerer“ eingestellt werden. „Man ist relativ frei, was die Verwendung angeht.“ Die Idee ist es, jemanden für das Projekt zu begeistern, der Sportwissenschaft in Münster studiert und es im Rahmen einer Master- oder Bachelorarbeit begleitet. „Der Kreissportbund hat relativ gute Kontakte“, sagt Herrmann. „Wir würden ihn natürlich tatkräftig bei der Analyse unterstützen.“

Initiator: Gerhard Herrmann (Zweiter von links).

Bei dem Projekt „Sport-4-Kids“ sei auch die Stadt nicht zu vernachlässigen. „Sie hat natürlich einen ganz wichtigen Punkte zu erfüllen, weil sie über den Rat auch viele Sachen in Richtung Sport lenken und den Weg bereiten kann“, sagt Gerhard Herrmann. „Das Ganze könnte darin münden, dass wir sagen: Uns fehlen bestimmte Sportarten, die wir versuchen auf die Beine zu stellen.“ Wichtige Informationen – wo findet was statt, wo finden sich Anfänger zusammen? – könnten den Kindern und Jugendlichen beispielsweise über Apps oder Chatgruppen zur Verfügung gestellt werden.

Sportfeste oder Sportzirkus

„Das sind alles noch Ideen“, betont Herrmann. Ihm schweben auch stadtweite Sportfeste oder ein Sportzirkus vor, wo der Nachwuchs, der noch nicht so sportaffin ist, verschiedene Sportarten in kurzer Zeit ausprobieren kann. „Wenn wir es schaffen, Kindern hier in Drensteinfurt den Sport näherzubringen, hätten wir einen Riesensprung geschafft“, betont Herrmann.

151 Ideen in 135 Kommunen

Mit dem Landesprojekt „Sportplatz Kommune – Kinder- und Jugendsport fördern in NRW!“, das gemeinsam von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und dem Landessportbund NRW verwirklicht wird, werden vielfältige Maßnahmen zur kommunalen Sportentwicklung mit den Institutionen Kindertagesstätte, Schule und Sportverein umgesetzt. Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat die Fördermaßnahmen für die dritte Phase 2021/2022 in dieser Woche bekannt gegeben. Mit dem Landesprojekt werden über eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren nun insgesamt 151 Projektideen in 135 Kommunen in Nordrhein-Westfalen verwirklicht, um die Kinder- und Jugendsportentwicklung auszubauen. „Ich freue mich, dass wir mit der Förderentscheidung dem Ziel, Kinder- und Jugendsportentwicklung als gemeinsame Aufgabe von Kommune und gemeinnützigem Sport zu verstehen, ein erhebliches Stück nähergekommen sind“, so Milz. In der Jury waren Vertreter der Staatskanzlei, des Jugendministeriums, der kommunalen Spitzenverbände, der Wissenschaft, der Bezirksregierungen und des Landessportbundes NRW.

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