1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Darum muss ein Konkurrent des SVD siegen ohne Ende und eine Kerze anzünden

Erstellt:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Bangen um den Klassenerhalt: Julius Lohmann (links) ist mit Sönnern Viertletzter, Alexander Pankok mit dem SV Drensteinfurt Fünftletzter in der Bezirksliga. Foto: Kleineidam
Bangen um den Klassenerhalt: Julius Lohmann (links) ist mit Sönnern Viertletzter, Alexander Pankok mit dem SV Drensteinfurt Fünftletzter in der Bezirksliga. © Matthias Kleineidam

Es sieht gut aus für die Fußballer der SV Drensteinfurt im Kampf gegen den Abstieg aus der Bezirksliga. Als Fünftletzter der Tabelle hat das Team sechs Punkte mehr als der SC Sönnern. „Wir haben es selbst in der Hand und müssen nicht auf Niederlagen von anderen hoffen“, sagt SVD-Trainer Thorsten Heinze.

Drensteinfurt/Sönnern – Sie hatten spielfrei, mussten zuschauen – und ärgerten sich über einen schwarzen Sonntag aus ihrer Sicht. Weil der SV Drensteinfurt 4:0 gewann und der SuS Cappel 3:0, wird die Luft für die Fußballer des SC Sönnern im Tabellenkeller der Bezirksliga 7 immer dünner.

„Das war ja für uns genau der Spieltag, den wir nicht brauchten“, sagt Trainer Frank Vollenberg und weiß auch, dass es nicht gerade gut aussieht für ihn und seine Mannschaft. Drensteinfurt hat als Fünftletzter sechs Punkte mehr und die deutlich bessere Tordifferenz gegenüber dem SCS. Allerdings hat der SVD am kommenden Wochenende spielfrei und nur noch drei Partien zu absolvieren. „Ein bisschen Hoffnung haben wir noch, aber es kann schnell vorbei sein“, sagt Vollenberg und betont: „Wir müssen auf uns gucken, unsere Hausaufgaben machen, Punkte holen und eine Kerze anzünden.“

Zwei Absteiger stehen fest, der dritte fast

Drei von vier Teams, die den Klassenerhalt verpassen, stehen (so gut wie) fest. Der Abstieg der Hammer SpVg II und von BW Sünninghausen ist seit Sonntag besiegelt, die HSV-Reserve muss nach 13 Jahren zurück in die Kreisliga. Der Drittletzte Westfalen Liesborn kann sich nach dem 3:3 in Oestinghausen nur noch theoretisch retten. Neun Punkte Rückstand und das deutlich schlechtere Torverhältnis sind in den letzten drei Partien nicht mehr aufzuholen.

SW Hultrop hat nach fünf Siegen aus den jüngsten sechs Spielen zehn Punkte Vorsprung auf Sönnern. Ein Sieg aus den letzten vier Partien, dann wäre das Team um Tobias Edler aus eigener Kraft gerettet. Der VfL Wolbeck, der in der Rückrunde abgestürzt und seit acht Spielen sieglos ist, sowie Cappel liegen beide acht Zähler vor Sönnern. Die Wolbecker erwarten am nächsten Sonntag Sünninghausen und dürften bei einem Erfolg durch sein, Cappel setzt auf seine Heimstärke, spielt noch dreimal auf eigenem Platz.

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten

11. VfL Wolbeck (28 Spiele, Tordifferenz -14, 33 Punkte)

15. Mai: Heimspiel gegen BW Sünninghausen (Letzter)

22. Mai: Auswärtsspiel bei SG Oestinghausen (Siebter)

29. Mai: Heimspiel gegen den SVW Soest (Erster)

6. Juni: Auswärtsspiel beim SC Sönnern (Viertletzter)

12. SuS Cappel (28 Spiele, Tordifferenz -19, 33 Punkte)

15. Mai: Heimspiel gegen SG Oestinghausen (Siebter)

22. Mai: Auswärtsspiel beim SVW Soest (Erster)

29. Mai: Heimspiel gegen den SC Sönnern (Viertletzter)

6. Juni: Heimspiel gegen den TuS Freckenhorst (Zweiter)

13. SV Drensteinfurt (29 Spiele, Tordifferenz -10, 31 Punkte)

22. Mai: Auswärtsspiel beim SVE Heessen (Neunter)

29. Mai: Heimspiel gegen den SV Neubeckum (Achter)

6. Juni: Auswärtsspiel bei SW Hultrop (Zehnter)

14. SC Sönnern (28 Spiele, Tordifferenz -25, 25 Punkte)

15. Mai: Auswärtsspiel beim TuS Freckenhorst (Zweiter)

22. Mai: Heimspiel gegen Westfalen Liesborn (Drittletzter)

29. Mai: Auswärtsspiel beim SuS Cappel (Zwölfter)

6. Juni: Heimspiel gegen den VfL Wolbeck (Elfter)

Läuft es daher auf ein Duell zwischen Drensteinfurt und Sönnern hinaus, was den vierten Absteiger betrifft? „Bisher habe ich noch ein bisschen auf Cappel geschielt. Aber dadurch, dass sie so klar gewonnen haben in Sünninghausen, wird es schwer für uns“, sagt Sönnerns Coach. Trotzdem hofft Vollenberg natürlich, den SuS einzuholen. Denn erstens kommt es noch zum direkten Aufeinandertreffen und zweitens sind die anderen drei Aufgaben Cappels alles andere als leicht. „Das ist ein knackiges Programm“, meint Vollenberg. Am SVD vorbeizuziehen, sei zwar möglich, aber unrealistisch. „Wenn man sich das Restprogramm der Drensteinfurter anguckt, vermute ich, dass sie sich noch ein paar Punkte holen und vor Cappel setzen werden. Sie sind gut drauf“, sagt Vollenberg.

Er vermutet: „Wir müssen mindestens drei Spiele gewinnen. Doch selbst dann würde es knapp werden.“ Auf jeden Fall muss es ganz anders laufen als an den letzten vier Spieltagen der Hinrunde. Sönnerns Punktausbeute damals: null. Drensteinfurt und Cappel holten drei Zähler, Wolbeck kam auf sechs.

SVD-Coach Heinze will nicht spekulieren

Beim SVD, der nach der Winterpause schon 19 Punkte geholt hat (davor nur zwölf), ist man optimistisch, den Absturz in die Kreisliga verhindern zu können. Coach Thorsten Heinze, der den Job im Winter übernommen hatte, möchte nicht spekulieren und jede Woche neu rechnen. „Wir haben es selbst in der Hand und müssen nicht auf Niederlagen von anderen hoffen. Ein paar Punkte müssen wir auf jeden Fall noch holen“, sagt er. Gewinnen die Drensteinfurter noch zweimal, sind sie gerettet. Zu dem einen direkten Konkurrenten im Keller sagt Heinze: „Cappel kann, wenn es richtig schlecht läuft, auch noch unten reinrutschen.“ Den Sönneranern traut der SVD-Trainer neun Punkte zu, „wenn sie sich den Arsch aufreißen. Abschreiben sollte man sie jedenfalls nicht.“

Auch interessant

Kommentare