Bürgertraber debütiert in Drensteinfurt

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In Dinslaken gewann „Sir Herten“ mit dem belgischen Berufsfahrer Robin Vercammen.

Drensteinfurt -  Mit „Sir Herten“ debütiert am Sonntag, 16. August, ein besonderes Pferd auf der Grasbahn in Drensteinfurt. Gleich 102 (!) Besitzer teilen sich den Dunkelbraunen.

Der Neunjährige ist ein „Bürgertraber“. Will heißen: Bürgerinnen und Bürger des Ruhrgebietsstädtchens Herten können Mitbesitzer werden. Sie zahlen einmalig 50 Euro für den Anteil und beteiligen sich jährlich mit 60 Euro an den Pflege- und Trainingskosten.

Besonders ist auch, dass alle Renngewinne in soziale Projekte fließen. Die Bürgertraber-Familie existiert seit 1999. Eine ganze Busladung wird ihren Protagonisten nach Drensteinfurt begleiten. „Sir Herten“ ist das dritte Pferd im Rennbetrieb. Insgesamt haben die Charity-Pferde aus der Wasserstoff-Metropole Herten bislang gut 30 000 Euro für benachteiligte Kinder und Jugendliche verdient.

Bürgertraber-Chef Winfried Kunert zum Auftritt von „Sir Herten“: „Drensteinfurt als die atmosphärisch tollste C-Bahn in Deutschland kennen und schätzen wir natürlich sehr. Was Klaus Storck mit seinem Team auf die Beine stellt, ist bewundernswert. Endlich hat es mal geklappt, dass wir unseren ,Sir Herten‘ mitbringen.“ Der Wallach wird im Gästefahren angespannt. Im Sulky sitzt Alexa Brachmann. Als Alexa Walter wurde sie bei Altmeister Willi Rode zur Berufsfahrerin ausgebildet und war in der Szene wegen ihrer Kessheit bekannt. Sie gewann seinerzeit das Deutsche Vize-Championat der Lehrlingsfahrerinnen.

Brachmann war zuletzt Sulky-Partnerin von „Sir Herten“, als sie beim Schalke-Renntag im Gästefahren gegen Torjägerlegende Klaus Fischer antrat. Berufsfahrer Jens Holger Schwarma wird den „Bernas Storm“-Sohn aus der Zucht von Ulla Messmann (Waltrop) im Wiederholungsrennen steuern: „Ich hoffe natürlich, dass der Sir sich wieder gut einsetzt und wir den Spendentopf mit einer schönen Prämie auffüllen können.“

Was muss das Wettpublikum zu „Sir Herten“ wissen? „Im Moment ist unser Kleiner prima auf dem Posten und sammelt auf ländlichen Bahnen munter Platzgelder ein. Das erwarten wir auch hier in Drensteinfurt“, so Mitbesitzer Wolfgang Blendorf. Pflegerin Bettina Ahokas ergänzt: „Der Sir ist ein absolut ehrliches Pferd mit gutem Charakter, das stets sein Bestes gibt. Alexa hat noch zwei Mal mit ihm trainiert. Das Paar versteht sich gut. Ich erwarte eine ordentliche Leistung von beiden Akteuren.“ - da

www.traber-herten.de

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