Finanzen, Projekte und Ziele: Dieter Heeren über sein erstes Jahr als SVD-Vorsitzender

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Dieter Heeren ist seit einem Jahr 1. Vorsitzender des Sportvereins Drensteinfurt.

Drensteinfurt - Seit einem Jahr ist Dieter Heeren 1. Vorsitzender des SV Drensteinfurt – Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen. Matthias Kleineidam unterhielt sich mit dem 65-Jährigen über sein erstes Jahr an der Spitze des Vorstandes, die beherrschenden Themen, die erhöhten Beiträge und die Ziele.

Seit einem Jahr sind Sie 1. Vorsitzender. Haben Sie es schon bereut, das Amt übernommen zu haben, oder ist die Arbeit so, wie Sie sie sich vorgestellt hatten? 

Dieter Heeren: Die Arbeit macht viel Spaß, ist jedoch anders und aufwendiger als ich sie mir anfangs vorgestellt habe. Ich musste viel erfragen, lernen und mir erarbeiten.

Zum Amtsantritt hatten Sie um „Rat und Unterstützung“ gebeten. Haben Sie beides bekommen? 

Heeren: Ich hatte mir anfangs mehr Unterstützung erhofft. Vielleicht war meine Erwartungshaltung zu groß. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, alles zu hinterfragen und Antworten selbst einzuholen. Die Bereitschaft zur gemeinsamen Vorstandsarbeit ist aber zwischenzeitlich erfreulicherweise gestiegen, sodass einige Aufgaben an die Beisitzer übertragen werden konnten und wir Stück für Stück vorankommen.

Welche Themen dominierten Ihr erstes Jahr als Vorsitzender? 

Heeren: Die finanzielle Konsolidierung – Altlasten ausgleichen, die Schaffung eines Haushaltsplans mit klarer Aufteilung der Finanzmittel und deren Budgetverantwortung.

Welche Projekte sollen kurzfristig umgesetzt werden, welche stehen auf lange Sicht ganz oben auf der Agenda des Vereins? 

Heeren: Ziel ist es, den Zusammenhalt der einzelnen Abteilungen des Vereins zu fördern. Auch für die Tischtennis-Abteilung wünsche ich mir ein stärkeres Engagement. Die Boule-Abteilung ist stark im Verein vertreten und fördert soziale Projekte neben dem Liga- und Freizeit-Betrieb. Diese positiven Aktivitäten möchte ich gerne ergänzt sehen in mehr Zusammenhalt zwischen den Fußballern, den Boule- und den Tischtennisfreunden. Der SV Drensteinfurt setzt auf die Förderung der Jugend und gleichzeitig auf die Förderung des Sports im Alter. Dies ist ein dauerhaftes Anliegen, wenn man so will ein langfristiges Projekt, das jegliche Unterstützung verdient.

Auf der außerordentlichen Versammlung im November 2017 wurden die Mitgliedsbeiträge deutlich erhöht. Hat sich die Entscheidung negativ auf die Mitgliederzahl ausgewirkt? 

Heeren: Die Anpassung der Beiträge war überfällig! Sicher war dies ein schmerzlicher Schritt, aber auch ein notwendiger, der letztlich auch auf der Mitgliederversammlung Akzeptanz gefunden hat. Es hat Mitgliedsaustritte gegeben, aber alles in allem ist es nicht zu der vorher befürchteten Welle von Austritten wegen der angepassten Beiträge gekommen. Wir sind deshalb sehr froh, auf Verständnis bei den Mitgliedern gestoßen zu sein.

Die erste Mannschaft der Fußballer gehört in der Bezirksliga zu den Top Drei. Plant der SVD zweigleisig, also auch für die Landesliga? 

Heeren: Es ist sehr erfreulich, wie sich die erste Fußballmannschaft entwickelt hat und dass auch die zweite Mannschaft den Willen zeigt, oben mitzuspielen. Die beiden Teams sind unsere Visitenkarten im Fußballwettbewerb, und Aufstiegsabsichten werden vom Vorstand gerne gesehen – wenn der finanzielle Hintergrund gesichert ist. Wir haben glücklicherweise Spender und Sponsoren, die den jetzigen Liga-Spielbetrieb kräftig unterstützen. Für die Aufstiegsträume werden weitere Unterstützer gebraucht. Das spielerische Potenzial hat der SVD. Erfreulich ist auch, dass sich im Sommer eine dritte Mannschaft zusammengefunden hat. So bleiben uns gute Nachwuchsspieler erhalten. Einzelne Spieler aus den Reserveteams werden sicherlich eine positive Entwicklung nehmen und vielleicht den Sprung in die erste Mannschaft schaffen.

Im Nachwuchsbereich U13 bis U19 hat sich erneut nur ein Team, diesmal die B1, für die Leistungsliga qualifiziert. Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden, um dort wieder erfolgreicher zu werden?

Heeren: Wir werden mit den Übungsleitern die Situation analysieren, um dann mit einem angepassten Konzept die Qualität des Jugend-Fußballs in Drensteinfurt erneut unter Beweis zu stellen.

Ihr Vorgänger Werner Schmidt war achteinhalb Jahre Chef des SVD. Können Sie sich vorstellen, auch so lange an der Spitze des Vorstandes zu stehen? 

Heeren: Ich bin gerade mal halbwegs in der Vorstandsarbeit angekommen. Wenn ich nach vorne schaue, gibt es noch genug zu tun für den Vorstand. Ich kann mir heute vorstellen, noch eine Weile daran mitwirken zu wollen. Ob das auch achteinhalb Jahre sein werden, kann ich nicht sagen. Die Zeit wird es zeigen, und die Mitglieder werden mir alle zwei Jahre auf der Versammlung Rückmeldung geben.

Zur Person

Dieter Heeren ist 65 Jahre alt und wohnt in Drensteinfurt. Er ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und eine Enkelin. Seit 41 Jahren ist er als Diplom-Ingenieur der Versorgungstechnik tätig, in verschiedenen beruflichen Positionen hat er viele Erfahrungen gesammelt. Heeren ist langjähriges Mitglied des SV Drensteinfurt und gehört den Alten Herren II an. Nach acht Monaten als Beisitzer wurde er am 17. November 2017 zum 1. Vorsitzenden des Sportvereins gewählt. mak

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