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Sehnsucht beim SVD nach einer ruhigen Spielzeit

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Von: Patrick Droste

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Thorsten Heinze hat gut lachen: Mit dem SV Drensteinfurt gelang dem Trainer der Klassenerhalt. Jetzt hofft er auf eine ruhigere Spielzeit mit seinem Team.
Thorsten Heinze hat gut lachen: Mit dem SV Drensteinfurt gelang dem Trainer der Klassenerhalt. Jetzt hofft er auf eine ruhigere Spielzeit mit seinem Team. © Matthias Kleineidam

Wenn Thorsten Heinze von den Zielen und den Erwartungen für die kommende Saison in der Fußball-Bezirksliga spricht, dann fällt immer wieder das gleiche Wort: Ruhe. „Wir wollen schnell in ruhigen Gefilden sein und ein ruhiges Jahr haben“, sagt der Trainer des SV Drensteinfurt, der mit seinem Team in der vergangenen Spielzeit lange um den Klassenerhalt in der Liga zittern musste und letztlich den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegte.

Drensteinfurt - Erst im Januar hatte der Hammer als Nachfolger von Volker Rüsing und Daniel Stratmann die Regie im Erlfeld übernommen – zu einem Zeitpunkt, als der SVD auf einem Abstiegsplatz stand. Doch der 40-Jährige sorgte für viel frischen Wind, spielte mit dem Team eine beachtliche Rückserie und sorgte am Ende dafür, dass die Drensteinfurter auch in der kommenden Spielzeit in der Bezirksliga auflaufen dürfen. „Die Stärke der Mannschaft ist der Zusammenhalt. Die Truppe ist eng zusammengewachsen“, sagt Heinze, der sich in Drensteinfurt pudelwohl fühlt und seine im Januar gegebene Zusage zu keinem Augenblick bereut hat: „Ich wurde supergut aufgenommen. Das ist alles sehr familiär hier, es hat mir von Anfang an viel Spaß gemacht. Und alle ziehen klasse mit.“

Alle Akteure wollen bleiben

Das soll auch in der nächsten Saison so bleiben. Alle Akteure haben zugesagt, weiter beim SVD spielen zu wollen – obwohl einige von ihnen Angebote sogar von höherklassigen Vereinen hatten. Fest zum Stamm werden dann auch die bisherigen A-Junioren Nils Kröger, der in der Rückserie schon in fast jedem Spiel zum Einsatz gekommen war, Lorenz Kuhlmann, Fabio Bories, Marc Heitplatz und Sam Scharmann gehören. „Das sind alles super Fußballer, die alle schon Erfahrungen bei uns in der Ersten gesammelt haben“, sagt Heinze, der auch schon den ersten Neuzugang verpflichtet hat. Von Davaria Davensberg wechselt Stürmer Issam Benasaid, der in der Jugend schon für Westfalia Rhynern und im Seniorenbereich für den TuS Germania Lohauserholz gespielt hat, nach Drensteinfurt. „Wir führen noch Gespräche mit anderen Jungs. Aber wenn, dann müssen das auch Verstärkungen sein. Wir haben derzeit 24 Mann, da brauchen wir niemanden, der den Kader noch weiter auffüllt“, erklärt der Coach, der hofft, dass seine Mannschaft im kommenden Jahr an die guten Leistungen der Rückserie anknüpfen kann. „Wenn man die Punkte, die wir da geholt haben, mal hochrechnet, dann wären wir Siebter oder Achter geworden. Diese Leistung wollen wir wieder abrufen und vielleicht sogar noch ausbauen.“

Torchancen müssen effektiver genutzt werden

Allerdings muss der SVD dann zum einen auswärts ein wenig stabiler werden und sich nicht nur auf seine Heimstärke verlassen. Und zum anderen müssen die Offensivakteure die Torchancen effektiver ausnutzen. Dabei soll vor allem der als neuer Co-Trainer verpflichtete Andre Budde helfen. Der 46-Jährige, der während seiner aktiven Laufbahn Treffer wie am Fließband erzielt hat, soll an die Stürmer seine Erfahrung weiter geben. „Die Jungs müssen lernen, dass man vor dem Tor den Kopf hochnimmt und nicht einfach nur drauf ballert“, stellt Heinze klar – damit er und seine Schützlinge eine Saison erleben können, die von viel Ruhe geprägt ist.

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