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Schlimmer Spieltag: SVD verliert auch in Neubeckum und damit den Anschluss

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Von: Matthias Kleineidam

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Konnte zwar spielen, erwischte aber keinen guten Tag: Philipp Ressler. Durch die Niederlage beim direkten Konkurrenten SV Neubeckum rutschte der SV Drensteinfurt auf den drittletzten Platz ab.	Foto: Kleineidam
Konnte zwar spielen, erwischte aber keinen guten Tag: Philipp Ressler. Durch die Niederlage beim direkten Konkurrenten SV Neubeckum rutschte der SV Drensteinfurt auf den drittletzten Platz ab. © Kleineidam

Schlimmer hätte der letzte Spieltag vor der Winterpause für die Fußballer des SV Drensteinfurt nicht laufen können. Sie verloren am Sonntagnachmittag beim direkten Konkurrenten in Neubeckum – und damit auch den Anschluss.


Bezirksliga 7: SV Neubeckum – SV Drensteinfurt 3:1. Der SVN liegt als Tabellenzwölfter nun sieben Punkte vor den Drensteinfurter – ebenso wie Schwarz-Weiß Hultrop, das das Kellerduell mit der Hammer SpVg II mit 4:2 für sich entschied. Außerdem gewann Westfalen Liesborn völlig überraschend 1:0 beim zweitplatzierten TuS Freckenhorst, sodass der SVD auf den drittletzten Platz abrutschte. Der Abstand zum rettenden Ufer – auf Rang 13 steht der SC Sönnern – beträgt fünf Zähler, alle anderen Rivalen sehen die Stewwerter in der Winterpause nur mit dem Fernglas.

Neunte Niederlage

Nachdem der SVD erstmals in der Bezirksliga gegen Neubeckum verloren hatte, brauchte Volker Rüsing erst einmal ein paar Minuten, um sich zu sammeln. Schließlich hatte der Trainer eine Niederlage im Vorfeld der immens wichtigen Partie als „Worst Case“ bezeichnet. Der schlimmste Fall trat ein. „Das Spiel hätten wir nicht verlieren müssen“, bedauerte Rüsing. Der Grund für die neunte Niederlage aus seiner Sicht: „Die Neubeckumer waren effektiver als wir, sie haben ihre Chancen genutzt.“

Ohne den gesperrten Kapitän Leon van Elten, die verletzten Sven Grönewäller, Valentin Kröger, Lars Hülsmann, Falk Bußmann, Jonas Rüsken, Christopher Merten und Sam Scharbaum sowie Leo Steinert (Urlaub) und Max Diepenbrock (Arbeit) stand eine Formation auf dem Kunstrasenplatz des Harbergstadions, die so sicherlich nicht mehr zusammenspielen wird. Den Platz von van Elten in der Innenverteidigung übernahm Sven Wiebusch, Markus Fröchte, der sein erstes Spiel nach fünf Monaten Verletzungspause absolvierte, die linke Außenverteidiger-Position. Außerdem rückten im Vergleich zum Heimspiel gegen Heessen (0:2) Leon Töns aus dem Kader der zweiten Mannschaft und Dario Seljmesi aus der Drittvertretung für Sam Scharmann und Sven Grönewäller in die Startelf. Auf der Bank saßen lediglich Paul Bisping (zweite Mannschaft) und Dario Popil (dritte).

Früher Rückstand

Zunächst gab es ein vorsichtiges Abtasten. „Wir hatten erst Probleme mit dem schnellen Platz“, sagte Rüsing. Seiner Elf seien in der ersten Halbzeit viele technische Fehler unterlaufen. Außerdem musste der SVD früh einem Rückstand hinterherlaufen. Denn in der 12. Minute fiel die Führung für die Gastgeber. Davin Wöstmann, der zweitbeste Torschütze in der Staffel 7, erzielte seinen 16 Saisontreffer.

--- Die Tabelle ---

„In der zweiten Halbzeit lief es etwas besser“, sagte Coach Rüsing. Daher waren das 2:0 durch Stefanos Dontsis (54.) und die Verletzung von Maximilian Groß besonders bitter. Die Drensteinfurter stellten hinten auf Dreierkette um. Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Bisping (70.) ließ Hoffnung aufkommen. „Ein schöner Kopfball nach einer Ecke“, schilderte Rüsing die Szene. „Wir werfen alles nach vorne“, doch mehr als „Halbchancen“ habe der SVD im Anschluss nicht zustandegebracht. Die Entscheidung fiel in der 90. Minute. Leon Schmidt erhöhte auf 3:1 und ließ den Aufsteiger von 2020, bei dem Ex-Profi Michael Wiemann eingewechselt wurde, jubeln. Neubeckum beendete seine Negativserie nach vier Pleiten, der SVD wartet dagegen weiter auf seinen zweiten Auswärtssieg.

Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten.

Volker Rüsing

„Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten. Wir müssen damit leben“, sagte Volker Rüsing. Am 17. und letzten Spieltag der Hinserie (6. Februar) kommt es im Heimspiel zum nächsten richtungsweisenden Duell, Gegner ist SW Hultrop. „Es ist nicht unmöglich, aber mehr als schwer“, betonte Rüsing. Für Sonntag, 16. Januar, hat der SVD ein Testspiel beim ebenfalls vom Abstieg bedrohten Münsteraner Bezirksligisten Blau-Weiß Aasee geplant.

SVD: Scharbaum – Töns, Pankok, S. Wiebusch, Fröchte – Ressler, Vieira Carreira – Groß (52. Bisping), De. Popil, Seljmesi – Wichmann (67. Da. Popil)

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