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Jungfermann vor Spitzenspiel: „Müssen uns auf ein ganz enges Höschen einstellen“

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Von: Matthias Kleineidam

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Trainer der Warendorfer SU und Ex-Coach des SV Rinkerode: Roland Jungfermann. Foto: Kleineidam
Trainer der Warendorfer SU und Ex-Coach des SV Rinkerode: Roland Jungfermann. © Kleineidam

Von 2017 bis 2020 war Roland Jungfermann beim SV Rinkerode. Nun steht der Münsteraner als Trainer der Warendorfer SU an der Seitenlinie. Vor der Rückkehr nach Rinkerode am Sonntag (12. Dezember, 15 Uhr) unterhielt sich Matthias Kleineidam mit dem 55-Jährigen.

Wie erleichtert bist Du, dass Ihr Mecklenbeck geschlagen und den Rückstand auf einen Punkt verkürzt habt?

Es war ein richtig geiles Fußballspiel von beiden Mannschaften – von der ersten bis zur 90. Minute. Viel Tempo drin, viele Emotionen, viele sehr intensive Zweikämpfe, vier Aluminiumtreffer – zwei auf beiden Seiten –, fünf Tore, viele Zuschauer. Alle haben sich nach dem Spiel die Hand geben können, obwohl es richtig zur Sache ging. Das war schon toll. Aber die Spiele vorher waren auch nicht unwichtig. Wir mussten gegen Hiltrup II (3:2/Anmerkung der Redaktion) und in Selm (3:0) ran. Das waren alles Aufgaben, die wir nicht verlieren durften. Wir haben es bravourös gemacht. Den Druck hatten wir von dem Tag an, als wir vier Punkte Rückstand auf Mecklenbeck hatten. Die Jungs haben einfach Bock auf Fußball. Es hat noch nie an der Motivation gelegen. Wenn sie auf dem Platz stehen, geben sie alles. Gegen Rinkerode am 1. Spieltag waren wir noch komplett, und dann sind mir alle Stürmer ausgefallen. Wir hatten große Personalprobleme, sind teilweise ohne zehn Spieler angetreten.

Und wie beeindruckt bist Du davon, dass der SVR nach zwei Niederlagen zum Saisonstart seit zehn Spielen ungeschlagen und Euer direkter Verfolger ist?

Erst mal freut es mich natürlich, dass der Verein, bei dem ich drei Jahre gerne gearbeitet habe, gute Performances abliefert und positive Schlagzeilen schreibt. In Rinkerode herrscht immer Fußball-Euphorie – auch was das Drumherum angeht. Nicht nur die Spieler, sondern auch die Zuschauer sind begeistert, wenn was Besonderes passiert. Als sie im Pokal Altenberge rausgehauen haben, war dort eine Riesenstimmung. Der SVR hat mächtig an Qualität dazugewonnen gegenüber dem Kader, den ich zuletzt zur Verfügung hatte. Alexander Kiel ist ein richtig Guter. Er bringt immer Tempo, Gefahr und Leidenschaft mit. Jan Hoenhorst war in meiner letzten Saison nicht mehr dabei. Wenn er Bock hat, kann er Spiele alleine entscheiden. Dominik Grünhagel kann in guter Form super Pässe spielen und Freistöße reinschlagen. Und Sulaxan Somaskantharajan kann, wenn er fit ist, für spielerische Qualität sorgen. Dann sind Spieler aus Hiltrup und mit Marius Schwitte ein zweiter Torwart dazugestoßen. Das erhöht den Konkurrenzkampf. Dass sie Fußball spielen können, weiß man.

Auf was für ein Spiel können sich die Zuschauer freuen? Und welche Rolle spielt das deutliche Ergebnis aus dem Hinspiel (6:1)?

Das ist ein Spiel gewesen, das abgehakt ist. Das können die Rinkeroder nicht mehr ungeschehen machen, werden es aber im Hinterkopf haben und vor dem Anpfiff ansprechen. Das ist doch klar. Es wird ein ganz anderes Spiel – da bin ich mir ganz sicher. Zum einen, weil sie selber einen guten Lauf haben, und zum anderen, weil sie in Schlagdistanz sind, wenn sie uns schlagen. Daher ist es eine riesige Herausforderung. Der Platz bringt für Mannschaften, die nicht so häufig darauf spielen, sein Übriges mit. Und die Zuschauer werden sicherlich auch zahlreich da sein. Ich freue mich auf viele Leute in Rinkerode. Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass es ein ganz enges Höschen wird.

Was Trainer Sven Kuschel sagt und welche Spieler ausfallen: Den Vorbericht zum Heimspiel des SV Rinkerode gegen die Warendorfer gibt es im Westfälischen Anzeiger (WA Drensteinfurt 11. Dezember 2021).

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