Fußball

Spangenberg wird Chefcoach, Jungfermann verlängert beim SVR

Bis Mai noch ein Team beim SV Rinkerode: Co-Trainer Julian Spangenberg (links) und Coach Roland Jungfermann. Foto: Kleineidam
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Bis Mai noch ein Team beim SV Rinkerode: Co-Trainer Julian Spangenberg (links) und Coach Roland Jungfermann.

Rinkerode – Der eine geht, der andere bleibt. Das Trainerduo Roland Jungfermann und Julian Spangenberg wird es in der Saison 2019/20 beim SV Rinkerode nicht mehr geben.

Während Jungfermann seinen Vertrag bis 2020 verlängert hat, kehrt Spangenberg im Sommer nach zwei Jahren als Co-Trainer beim Rivalen zur DJK Grün-Weiß Albersloh zurück und wird Chefcoach seines Heimatvereins.

„Ich habe mir die Entscheidung nicht einfach gemacht. Die Jungs sind mir echt ans Herz gewachsen“, sagt der 35-Jährige. Spangenberg informierte die erste Mannschaft des SVR am Donnerstagabend beim Training über seinen Wechsel. „Auch wenn kein Verein auf mich zugekommen wäre, hätte ich aufgehört. Ich wollte einfach nicht mehr weitermachen als Co-Trainer. Das war für mich eine ganz klare Sache. Das hat nichts mit Rinkerode oder Roland zu tun. Wir verstehen uns bestens.“ Jungfermann habe von Anfang an von Spangenbergs Vorhaben gewusst, nur zwei oder drei Jahre bei dem Münsteraner zu hospitieren.

Nun, nachdem Alberslohs Coach Sven Lewandowski mitgeteilt hatte, dass er GWA berufsbedingt nach nur einem Jahr schon wieder verlassen wird, kam die Anfrage der Grün-Weißen. „Albersloh ist auf mich zugekommen“, erklärt Spangenberg. Schon jetzt freut er sich auf die Aufgabe: „Ich kenne Albersloh, ich kenne die Strukturen und ich kenne die Spieler zum größten Teil.“ Sein Bruder Simon läuft für den Tabellenzwölften der Kreisliga A1 Münster auf. Ein weiterer Vorteil seien die kurzen Wege. „Das ist schon gut“, sagt Julian Spangenberg, der mit seiner Familie in Albersloh wohnt und selbst viele Jahre für die Grün-Weißen gespielt hat.

B-Lizenz-Lehrgang startet im Mai

Die Planungen für die neue Saison haben schon begonnen. Es werde noch ein (spielender) Co-Trainer folgen, verrät der 35-Jährige. Und „ich gucke schon nach neuen Spielern“. Ab Mai nimmt Spangenberg an einem B-Lizenz-Lehrgang in Kaiserau teil. Wenn alles glattgeht, hat er Anfang Juli, also passend zur Saison 2019/20, den Schein.

Bis dahin konzentriert er sich aber weiterhin auch auf seine Aufgabe in Rinkerode. Seine Ziele: „Ich möchte mich an der Seite von Roland weiterentwickeln und eine möglichst perfekte Rückrunde mit dem SVR spielen. Ich werde alles reinwerfen.“ Wie es der Zufall will, treffen Rinkerode und Albersloh gleich am ersten Spieltag nach der Winterpause aufeinander – am 17. Februar (14.30 Uhr).

Burkhard Weber, Leiter der Fußballabteilung beim SVR, muss sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger für Spangenberg machen. „Unser Wunsch ist es, diese Position mit einem spielenden Co-Trainer zu besetzen“, sagt Weber. „Bisher gibt es nur lockere Kontakte. Wir sind noch für alles offen.“ Spangenberg wünscht Weber „für seine weitere Trainertätigkeit natürlich alles Gute. Wir bedanken uns bei ihm für seine Loyalität und seinen Einsatz.“

Rinkerode eine „gute Adresse“

Dass Roland Jungfermann im Sommer in seine dritte Saison als Coach des SV Rinkerode gehen wird, freut den Abteilungschef. Eine Tendenz hatte sich schon vor Weihnachten abzeichnet, die finale Entscheidung fiel allerdings erst jetzt.

„Für mich war es klar weiterzumachen. Ich arbeite gerne langfristig in einem Verein, um zu gucken, ob es mir gelingt, eine Entwicklung in der Mannschaft hinzubekommen“, sagt Jungfermann und betont: „Wir haben ganz gut was aufgebaut.“ Das Umfeld sei toll, der Zusammenhalt riesig im Verein, und die Mannschaft habe Potenzial. Bezüglich eines neuen Co-Trainer ist er optimistisch. „Wir werden eine Lösung finden. Ich glaube, dass Rinkerode eine gute Adresse ist“, sagt der 52-Jährige.

Dass Spangenberg aufhört, findet der Münsteraner „sehr schade, weil wir gut harmonieren und die gleiche Philosophie von Fußball haben. Wir sind nicht nur Trainer und Co-Trainer. Es ist ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Dass er den Schritt macht, war mir aber früh klar, weil er als Trainer genauso ehrgeizig ist wie er es als Spieler war.“

Für seine Zukunft wünscht auch Jungfermann Spangenberg schon jetzt alles Gute. „Zwei Mal im Jahr muss ich ihm aber leider wehtun“, sagt Jungfermann lachend. Nämlich dann, wenn Spangenberg mit seinem neuen auf sein altes Team treffen wird.

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