Robin Lachowicz: Von Fortuna zum SVD und zurück

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Ist seit der Saison 2015/16 Jugendtrainer bei Fortuna Walstedde: Robin Lachowicz.

Drensteinfurt/Walstedde – Als Minikicker und F-Jugendlicher lernte Robin Lachowicz, der seit 2000 in Walstedde wohnt, bei der Fortuna das Fußballspielen. Beim SV Drensteinfurt spielte er bis zur A-Jugend und coachte die D- und F-Junioren. Seit der Saison 2015/2016 ist er zurück bei den Fortunen.

Acht bis zehn Stunden investiert Robin Lachowicz eigenen Angaben zufolge pro Woche für Fortuna Walstedde. Natürlich bezogen auf die Zeit, in der Training und Spiele stattfinden. Aktuell legen der Coach der E-Junioren, seine Trainerkollegen und Spieler wie alle anderen Mannschaften eine Zwangspause ein. „Ich hätte es schön gefunden, wenn wir die Saison zu Ende gespielt hätten“, sagt Lachowicz. Denn ob er in der nächsten Spielzeit in gleicher Weise im Einsatz sein wird, steht noch nicht fest.

Bei der Frage, warum er sich in seiner Freizeit ehrenamtlich engagiert, muss der 24-Jährige, der als Werkzeugmechaniker bei der Veka AG beschäftigt ist, nicht lange überlegen. „Es macht mir einfach Spaß, mit Kindern zu arbeiten und zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln. Ich möchte das weitergeben, was ich von meinen Trainern mitbekommen habe.“

Mit dem Fahrrad nach Stewwert

Selbst aktiv war Lachowicz viele Jahre. Als Minikicker und F-Jugendlicher lernte der gebürtige Hammer, der seit 2000 in Walstedde wohnt, bei der Fortuna das Fußballspielen. Danach, als E- und D-Jugendlicher, lief er für den SC Eintracht Hamm und den SV 26 Heessen, die Vorgängervereine des heutigen SVE Heessen, auf. „Meine Eltern haben mich immer zum Training und zu den Spielen gefahren“, sagt Lachowicz. Seine letzte Station als Aktiver war der SV Drensteinfurt. Dort spielte er bis zur A-Jugend. Mit dem Fahrrad, später mit dem Roller, legte er die Strecke nach Stewwert zurück – „auch bei schlechtem Wetter“.

Beim SVD übernahm der Anhänger von Borussia Dortmund auch seine erste Aufgabe als Trainer. Von 2012 bis 2015 coachte er die D- und F-Junioren, 2014 machte er den Trainerschein. Seit der Saison 2015/2016 ist er zurück bei den Fortunen. „Hermann Tiggemann hat mich angesprochen“, erinnert sich Lachowicz. Vor allem die kürzeren Wege zum Sportplatz sprachen für eine Wechsel zu seinem Heimatverein.

Lob vom Geschäftsführer

In den ersten Jahren war Lachowicz für die F-Junioren verantwortlich, seit 2019 kümmert er sich um die E-Jugend. „Robin macht seit Jahren sehr gute Arbeit“, lobt Geschäftsführer Hermann Tiggemann den Nachwuchscoach. Der bildet mit Patrick Borkert und Tim Peters ein Trainertrio, das von Max Bachtrop als Co-Trainer unterstützt wird. Betreuer der U11 sind Maria Grosse Hundrup, Danny Nulle, Michael Fuchs und Andreas Bönkhoff. „Wir haben uns extra breit aufgestellt. So können wir gewährleisten, dass immer zwei Trainer bei den Einheiten sind“, erklärt Lachowicz. Er arbeitet wie Borkert im Schichtdienst, Tim und Max sind noch Schüler. Die Zusammenarbeit sei wie mit den Eltern „top“, sagt der 24-Jährige.

Der Kader der E-Jugend umfasst rund 20 Spieler, darunter ein Mädchen. 13 davon kommen aus Walstedde, einer wohnt in Drensteinfurt. Zum Training, das im Normalfall montags und donnerstags stattfindet, kämen im Schnitt 15, so Lachowicz. „Bei drei Trainern können wir in kleinen Gruppen arbeiten.“ Damit alle regelmäßig Spielpraxis bekommen, gibt es neben den Ligaspielen auch Freundschaftsspiele.

„Tolle Truppe“

In der Punkterunde lief es bislang recht gut für die Fortunen. Die Herbstrunde schlossen sie hinter Aramäer Ahlen und dem TuS Wadersloh mit sechs Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen als Tabellendritter ab. „Die Niederlagen waren knapp“, sagt Lachowicz. Er ist „auf jeden Fall zufrieden“ mit dem Saisonverlauf und attestiert seiner „tollen Truppe“, die größtenteils aus dem Jungjahrgang (2010) besteht, „Top-Leistungen“. Bitter war dagegen die 1:10-Pleite im ersten und bislang letzten Spiel des Frühjahrs gegen die SG Vorhelm/Enniger. „Da waren wir überhaupt nicht wach“, sagt Lachowicz. In der neuen Gruppe spielte Walsteddes U11 zusammen mit den „stärksten Teams“ im Fußballkreis Beckum, darunter die Ahlener SG, die SpVg Beckum, die SpVg Oelde und RW Ahlen. Acht Partien hätten die Fortunen noch zu absolvieren gehabt. Dass es nicht weitergeht, ist klar. Der Nachwuchs sei nach acht Wochen ohne Spiel natürlich gefrustet, sagt Lachowicz.

Weniger Zeit

Ungewiss ist dagegen, ob Robin Lachowicz auch in der Saison 2020/21 als Trainer der Fortuna tätig sein wird. Ab dem Sommer besucht er nach der Arbeit die Abendschule und lässt sich am Berufskolleg Beckum zum Staatlich geprüften Maschinenbautechniker ausbilden – vier Jahre lang dreimal pro Woche. „Es ist völlig unklar, ob ich Trainer bleibe“, sagt er. Wenn überhaupt, wird er sich wieder um eine der jüngsten Nachwuchsmannschaften kümmern. Alternativ kann er sich ein Amt als Co-Trainer vorstellen. „Dann würde ich den unterstützenden Part übernehmen.“

Daraus, dass er sich beim „Dorfverein“ Fortuna Walstedde wohlfühlt, macht Lachowicz keinen Hehl. „Die Anlage ist sehr gut, jeder kennt jeden, das ist was Schönes“, sagt er.

Brüder beim WSC

Drei Geschwister hat Robin Lachowicz. Sie sind 20, 21 und 22 Jahre alt. Colin und Yannick Lachowicz laufen aktuell für den Landesligisten Werner SC auf. Zunächst spielten sie für Fortuna Walstedde, danach wechselten sie gemeinsam zu RW Ahlen und zum SV Herbern. Ab und zu schaut Robin zu, wenn seine Brüder spielen. Zuletzt hat er sich das Derby des WSC in Herbern (1:1) angeschaut. Es war die letzte Partie vor der Coronavirus-Pause. mak

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