Kolja Zeugner wird Trainer des SV Rinkerode

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Kolja Zeugner

Rinkerode -  Der SV Rinkerode hat einen Nachfolger für Bernd Löcke gefunden. Kolja Zeugner (29 Jahre) wird in der kommenden Saison Coach des Fußball-A-Kreisligisten.

Am Sonntagnachmittag verfolgte er trotz Kälte und Schneeregen das A-Liga-Nachholspiel gegen BW Ottmarsbocholt (0:3) auf dem Rinkeroder Sportplatz, zwei Tage später wurde er offiziell vorgestellt: Kolja Zeugner (29) wird neuer Trainer beim SV Rinkerode. Der Münsteraner folgt im Sommer Bernd Löcke, der aus privaten Gründen aufhören wird.

„Wir freuen uns, in Kolja Zeugner einen jungen, dynamischen und vor allem sehr kompetenten Trainer gefunden zu haben“, sagt der Leiter der Fußballabteilung, Burkhard Weber. Die Vorstellungen darüber, wie in den kommenden Jahren beim SVR gearbeitet und Fußball gespielt werden solle, seien deckungsgleich. „Wir sind davon überzeugt, dass er die Fähigkeiten besitzt, eine junge, hungrige und leistungsorientierte Mannschaft zu formen“, so Weber weiter. Die Ausbildung von jungen und die Weiterentwicklung von etablierten Spielern seien die vorrangigen Ziele dabei. „Der Verein wird alles daran setzen, ihn bei dieser Arbeit zu unterstützen.“

Zeugner ist im Besitz der A-Lizenz und hat bereits viele Erfahrungen im Trainerbereich gesammelt. Im Alter von zwölf Jahren begann der gebürtige Hiltruper beim TuS als Nachwuchscoach. Danach übernahm er für drei Jahre Jugendmannschaften bei Rot Weiss Ahlen (ehemals LR Ahlen), ehe es Zeugner zurück zu seinem Heimatverein zog. In Hiltrup trainierte er die U17 und U19. Im Anschluss coachte er bis 2015 die U15 des SC Münster 08 in der Landesliga. Nachdem er bis dahin fast ausschließlich überkreislich agierende Teams betreut hatte, stieg Zeugner im Sommer beim Junioren-Leistungszentrum des VfL Osnabrück ein. Zunächst war der 29-Jährige als Co-Trainer mit Chefcoach Joe Enochs für die U19-Junioren in der Regionalliga Nord zuständig, seit dem Wechsel Enochs Ende August zur ersten Mannschaft des VfL (3. Liga) arbeitet Zeugner mit Daniel Thioune zusammen. „Es ist wahnsinnig spannend, die Abläufe mitzubekommen“, so Zeugner am Dienstag auf Anfrage dieser Zeitung. Allerdings ist auch der Aufwand enorm, den der Münsteraner betreibt. Vier Mal in der Woche ist Zeugner, der als Privatkundenberater bei einer Versicherung arbeitet, von 7.30 bis 21.30 Uhr unterwegs. Auch samstags ist Training. Der einzige fußballfreie Tag ist der Dienstag.

Alles zu vereinbaren – Beruf, Freundin, Freunde, Familie und Fußball –, sei schwierig. Außerdem heiratet er dieses Jahr. Mit dem Engagement beim SVR geht der zeitliche Aufwand etwas zurück. „Rinkerode ist ein fußballbegeistertes Dorf. Ich will was bewegen, langfristig was entwickeln und meine Kontakte nutzen“, sagt Zeugner. Er möchte einerseits natürlich den Nachwuchs des SVR einbinden, aber auch auf junge externe Spieler setzen.

In seiner aktiven Zeit spielte Zeugner beim TuS Hiltrup (Jugend und zweite Mannschaft) sowie beim VfL Wolbeck unter anderem für die erste Mannschaft in der Bezirksliga. Der derzeitige SVR-Coach Bernd Löcke hatte im Dezember mitgeteilt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim A-Kreisligisten nicht verlängern werde. Der 39-Jährige wird in der kommenden Saison Co-Trainer beim aktuellen Landesligisten SV Herbern – und damit die rechte Hand von Holger Möllers, der als Coach vom TuS Ascheberg zum SVH wechselt.

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