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Pfostenglück, Lattenpech, Joker-Doppelpack: SVD kämpft sich raus aus dem Keller

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Von: Matthias Kleineidam

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Drehte mit dem SV Drensteinfurt das Spiel gegen den VfL Wolbeck: Linksverteidiger Sven Wiebusch. Foto: Kleineidam
Drehte mit dem SV Drensteinfurt das Spiel gegen den VfL Wolbeck: Linksverteidiger Sven Wiebusch. © Kleineidam

Die Spiele werden weniger und die Sorgen geringer, weil der Vorsprung wächst. Die Fußballer des SV Drensteinfurt haben das Heimspiel gegen Wolbeck in einer turbulenten Schlussphase gedreht und den nächsten Schritt in Richtung Bezirksliga-Klassenerhalt gemacht.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – VfL Wolbeck 3:1. Während die Spieler den Doppel-Torschützen und den wichtigen Heimsieg feierten, umarmte der Sportliche Leiter Uwe Heinsch den Aushilfscoach Peter Lohrmann. Die Gesichter sprachen Bände, die Erleichterung war groß. Durch den Erfolg kletterte der SVD auf Rang elf und hat nun ein Acht-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz.

Lohrmann blieb trotz der Euphorie um ihn herum sachlich. „Das haben die Jungs gut gemacht“, sagte der Drensteinfurter, der eigentlich die zweite Mannschaft trainiert und am Gründonnerstag den urlaubenden Coach Thorsten Heinze vertrat. „Wir haben gut angefangen, die letzten 20 Minuten der ersten Hälfte waren nicht gut. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg aber verdient.“

Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient.

Peter Lohrmann

Beeindruckend war wieder einmal der kurze Auftritt von Maximilian Schulze-Geisthövel. Wie 13 Tage zuvor im Heimspiel gegen Westfalen Liesborn wurde er eingewechselt und traf doppelt. Der Joker kam nach gut einer Stunde, köpfte erst energisch das 2:1 (78.) und machte mit dem 3:1 kurz vor Schluss – ein Schuss ins lange Eck – alles klar (90.+3). Zuvor hatte eine umstrittene Entscheidung des ansonsten überzeugenden Schiedsrichters zum hochverdienten Ausgleich geführt. Für Andreas Janasek war das vermeintliche Foul an Dennis Popil im Strafraum ein strafbares, den Elfmeter verwandelte Angreifer Falk Bußmann zum 1:1 (75.). „Ich hätte ihn nicht gegeben“, gab Lohrmann nach dem Abpfiff zu.

Pfostenglück

Vor etwa 130 Zuschauern hatten die Wolbecker die erste gute Chance, doch SVD-Keeper Steffen Scharbaum schnappte sich den Ball mit einer Hand (1.). Die nächsten Offensivszenen gehörten den Gastgebern. André Vieira Carreira setzte sich gut durch, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss (10.). Sven Grönewäller scheiterte mit einem Schuss an VfL-Keeper Marc Klein (12.), Maximilian Groß mit einem Kopfball (15.). Dann wurde es wieder auf der anderen Seiten gefährlich. Thomas Trippel setzte den Ball aus 25 Metern an den linken Pfosten – Glück für den SVD (25.). Bis zur Pause passierte nicht mehr viel.

Lattenpech

Den besseren Start im zweiten Durchgang erwischten die Wolbecker. Benedikt Sollik erzielte die Führung, die Hintermannschaft der Stewwerter sah schlecht aus (52.). Geschockt waren die Drensteinfurter keineswegs. Nachdem sie zwei gute Chancen zum Ausgleich ausgelassen hatten – Groß köpfte an die Latte (55.), ein abgefälschter Schuss von Dennis Hoeveler ging knapp vorbei (57.) –, drehten sie das Spiel innerhalb von vier Minuten.

--- Die Tabelle ---

Und das Beste: Alle sechs Mannschaften, die hinter dem SVD stehen, konnten am 26. Spieltag nicht gewinnen – vier verloren sogar. Besser hätte es für die Truppe um Kapitän Leon van Elten kaum laufen können. Am Ostermontag (15 Uhr) tritt sie beim neuen Tabellenfünften Rot-Weiß Westönnen an.

SVD: Scharbaum – Hoeveler, van Elten, Fröchte, Wiebusch – Ressler, Vieira Carreira – Groß (74. Seljmesi), De. Popil (90.+1 Scharmann), Grönewäller (59. Schulze-Geisthövel) – Bußmann

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