DJK Olympia bereitet sich akribisch auf Wiederaufnahme vor

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Der Ossenbecker Sportplatz steht der DJK Olympia Drensteinfurt für Angebote an der frischen Luft zur Verfügung.

Drensteinfurt – Bei der DJK Olympia Drensteinfurt sollen in dieser Woche die ersten Kurse an der frischen Luft angeboten werden, sofern das Wetter mitspielt und die Übungsleiter sich bereit zeigen. Sport in den Hallen wird es frühestens Ende Mai/Anfang Juni wieder geben.

Grundsätzlich sind Breiten- und Freizeitsport in NRW wieder erlaubt – auch in Hallen, aber unter Auflagen. Beim größten Sportverein in Stewwert, der DJK Olympia Drensteinfurt, ruhte das Angebot in der vergangenen Woche noch. In dieser sollen die ersten Kurse an der frischen Luft angeboten werden, sofern das Wetter mitspielt und die Übungsleiter sich bereit zeigen. Sport in den Hallen der Schulen wird es, falls diese nicht anderweitig genutzt werden, frühestens Ende Mai/Anfang Juni wieder geben.

Die seit dem 11. Mai gültige Fassung der Coronaschutzverordnung hat laut dem 1. Vorsitzenden Gerhard Geske eine „gewisse Euphorie“ bei den Mitgliedern ausgelöst. Aber: „Die Verordnungslage ist genau an dieser Stelle durchaus zweideutig.“ Zum eine dürfe der Verein seit dem 11. Mai wieder Sporthallen, auch öffentliche, nutzen. „Die andere Verordnungslage, die an die Schulen gerichtet ist, besagt aber, dass diese bis Ende Mai keine fremden Personen reinlassen dürfen“, sagt Geske. Aufgrund dieser zwei Situationen hat er den Leiter des städtischen Fachbereichs Familien, Schulen, Sport und Soziales, Gregor Stiefel, am Montag der vergangenen Woche angerufen und gefragt, wie verfahren wird. Nach Rücksprache mit Bürgermeister Carsten Grawunder sei entschieden worden, dass die DJK in der nächsten Zeit noch nicht die Sporthallen nutzen darf.

Hygienekonzept

Stand der Dinge war Ende vergangener Woche, nach einer längeren Vorstandssitzung mit teils kontrovers geführten Diskussionen, folgender: „Wir bereiten uns auf einen Zeitpunkt in etwa 14 Tagen vor und müssen natürlich Hygienekonzepte erarbeiten“, so Geske. Hoffnung, früher wieder einzusteigen, macht der Vorsitzende den Mitgliedern, die sich zumindest übergangsweise Bewegung in Gruppen an der frischen Luft vorstellen können – natürlich unter Beachtung der Abstandsregeln. „Das, was wir bei Vorlage eines Hygienekonzeptes dürfen, ist, draußen Sport zu treiben.“ Das Konzept der DJK für den Outdoor-Sport hat Geske am Freitag bei der Stadt eingereicht. „Ich gehe davon aus, dass wir ab dieser Woche mit den Gruppen, wenn sie denn wollen, nach draußen gehen können.“ Zur Verfügung stünden nach Aussage von Stiefel die Grünfläche hinter der Dreingau-Halle und der Ossenbecker Sportplatz.

„Eine offene Frage, die sich im Outdoor-Bereich noch ergibt: Dürfen wir Fahrrad fahren oder nicht? Da habe ich noch keine Antwort, das muss im Detail geklärt werden“, sagt Geske. Er möchte natürlich auch hier auf Nummer sicher gehen.

Geske: Auflagen erdrückend

„Im zweiten Schritt werden wir ein Konzept für die Sporthallen zusammenstellen und bei der Stadt einreichen“, erklärt Geske. Das sei „kein Hexenwerk, es gibt ganz viele Vorlagen vonseiten des LSB und des DOSB.“ Die Auflagen für den Sportbetrieb in den Hallen seien allerdings erdrückend. „Es wird nicht mehr so sein, dass wir den Sport, den wir noch vor ein paar Wochen betrieben haben, in der Zukunft weiter betreiben können, weil wir gewisse Zuordnungen von Personen zur Hallenfläche haben, sodass dann nicht alle in die Sporthalle dürfen.“ Das alles müsse in den nächsten zwei Wochen geklärt werden.

Was Geske und seinen Vorstandskollegen wichtig ist: „Wir müssen die Übungsleiter, die an der Front stehen, mitnehmen und nicht nur schriftlich informieren.“ Deren Gesundheit müsse gewährleistet sein. „Sollten die Übungsleiter sagen, das ist mir zu gefährlich, das kriege ich nicht gesteuert, dann werden wir dieses Sportangebot möglicherweise für eine bestimmte Zeit nicht anbieten können.“

Mehrarbeit

Die Wiederaufnahme des Angebots werde auch mit zusätzlicher Arbeit vor Ort verbunden sein. Geske zufolge wird es eine Art Eingangskontrolle geben müssen. „Wer ist in der Sportstunde? Mit Name, Telefonnummer usw.“ Außerdem müssten die Mitglieder, wenn sie Sportgeräte in die Hand nehmen, diese vor und nach der Nutzung desinfizieren. Und „wir werden die Sportstunden sicherlich verkürzen müssen, um den gegenläufigen Verkehr in den engen Fluren so hinzubekommen, dass keine Begegnungen stattfinden“, sagt Geske.

Aufgrund der vielen Vorgaben, die umzusetzen sind, kommt der DJK die Regelung der Stadt, die Hallen nicht vor Ende Mai für die Vereine zu öffnen, entgegen. „Es gab Vorinformationen, dass es in die Richtung geht, klar. Aber die Verordnung kam dann doch sehr plötzlich“, sagt Geske und betont: „Wir reden über das Coronavirus mit allen damit verbundenen Gefahren. Deswegen würde ich den Neustart etwas behutsamer angehen, als zu euphorisch zu sein. Wir denken momentan von Tag zu Tag.“

Ein besonderes Anliegen ist es Geske, Konzepte auch für die Angebote für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, die in den vergangenen zwei Monaten auf vieles verzichten mussten. „Das ist besonders spannend, weil die Kinder nicht so steuerbar sind.“

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