1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Koch erklärt sich: „Meiner Forderung nicht nachgekommen“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Oliver Koch (links) war erst Co-Trainer unter Michael Tenbrink, dann Chefcoach von Fortuna Walstedde. Foto: Kleineidam
Oliver Koch (links) war erst Co-Trainer unter Michael Tenbrink, dann Chefcoach von Fortuna Walstedde. © Kleineidam

Am Freitag, 31. Dezember, endet der Vertrag von Oliver Koch als Trainer der Kreisliga-A-Fußballer von Fortuna Walstedde. Die Verantwortlichen des Vereins sagen, dass sie den Schlussstrich gezogen hätten und einen Neuanfang wollen, Koch sieht das anders.

Walstedde – Aus seiner Sicht entspricht der Grund für die Trennung, den die Verantwortlichen von Fortuna Walstedde nennen, nicht der Wahrheit. „Ich hatte zunächst angeboten, dass ich bis zum 31. Dezember bleibe – länger nicht“, sagt Koch. Der Beweggrund dafür: „Wir hatten am 8. Spieltag ein Gespräch mit dem Trainer der zweiten Mannschaft, meiner Wenigkeit und dem Vorstand. Da wurde ganz klar geäußert: Die zweite Mannschaft in der Kreisliga C geht vor.“ Am drittletzten Spieltag vor der Winterpause sei Koch auf Daniel Budde, den Sportlichen Leiter der Seniorenfußballer, zugegangen und habe ihm gesagt: „Am Kader muss sich irgendetwas verändern, sonst möchte ich nicht verlängern.“

Aufgrund dessen hätten sich beide Seiten vor drei Wochen erneut zusammengesetzt. „Da wurde mir ein Vorschlag gemacht, aber an der Aussage festgehalten, dass die zweite Mannschaft vorgeht und immer nur vier Spieler im Wechsel hochkommen in die erste Mannschaft. Da habe ich mein Veto eingelegt und gesagt: Wenn sie das nicht abändern, wird es von meiner Seite aus keine Vertragsverlängerung geben.“

Ich habe den Schlussstrich gezogen.

Oliver Koch

Koch wollte in der Winter-Vorbereitung vier bis sechs Spieler fest dazu haben. „Meiner Forderung, einen adäquaten Kader für die Rückrunde zur Verfügung zu stellen, um noch mal angreifen zu können, sind sie nicht nachgekommen. Daher habe ich den Schlussstrich gezogen. Unter den Umständen, für die sich die Verantwortlichen entschieden haben, war ich nicht bereit, den Vertrag zu verlängern. Dann bin ich der falsche Mann dafür. Wenn ich an der Seite stehe, habe ich noch ein bisschen Anspruchsdenken.“ Seine Ansicht: „Lieber akzeptieren statt diskutieren. Das Thema hatten wir ja nicht zum ersten Mal.“

Die Problematik aus Sicht von Koch: „Wir hätten die Rückrunde mit zehn, zwölf Mann angefangen.“ Robin Vinnenberg spielt nicht mehr mit, Joel Lange ist langzeitverletzt, Leon Hartmann bis Ende Februar im Ausland, Fabian Beckmann habe seit vier Monaten nicht mehr gespielt, und Fabrizio Nieddu, Luca Kottmann und Lars Paschko haben die Fortunen verlassen.

Neues Trainerteam nötig

Doch nicht nur Spieler sind weg. „Das ganze Trainerteam ist aufgebraucht. Das ist echt hart“, sagt Oliver Koch. Vinnenberg war, nachdem die Fortunen sich im September von Michael Tenbrink getrennt und Koch zum Chefcoach befördert hatten, Co-Trainer. Er steht für dieses Amt aber nicht mehr zur Verfügung, bestätigte er auf Anfrage. Zudem höre Christoph Graf als Torwarttrainer auf, so Koch, Physiotherapeut Andreas Kämper sei schon lange nicht mehr dabei.

Der Vorstand hatte am Tag vor Heiligabend nach einem weiteren Gespräch mit Koch die endgültige Trennung verkündet. „Unser Entschluss ist, dass wir ihm keinen neuen Vertrag anbieten wollen“, sagte der 1. Geschäftsführer Daniel Frie. Der Vereine wolle „Ruhe reinkriegen, einen ruhigen Aufbau, um die Mannschaft in der Kreisliga A zu halten“. Für einen Neuanfang sei ein „klarer Schnitt“ nötig“, so Frie.

Auch interessant

Kommentare