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Das sagt SVD-Coach Logermann zur Hinserie und zu den Aufstiegschancen

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Von: Matthias Kleineidam

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Seit 2017 Cheftrainer: Oliver Logermann. Foto: Kleineidam
Seit 2017 Cheftrainer des SV Drensteinfurt: Oliver Logermann (2.v.r). © Kleineidam

Drensteinfurt - Die Bezirksliga-Fußballer des SV Drensteinfurt überwintern als Tabellendritter – mit zehn Siegen, vier Remis und zwei Niederlagen. Matthias Kleineidam unterhielt sich mit Trainer Oliver Logermann über die Hinserie, das Personal, die Chancen im Aufstiegsrennen und die Hallen-Saison.

Hast du Verständnis für die Spielabsage? 

Oliver Logermann: Ja, absolut. Gerade wenn ich jetzt nach draußen gucke, im Garten ist alles voll Schnee. Die Nachricht kam am Samstag natürlich ein bisschen frühzeitig. Ich weiß nicht, ob man zu dem Zeitpunkt noch hätte spielen können. Aber uns ist es natürlich lieber, dass es am Samstag abgesagt wurde und nicht erst am Sonntag.

Die beste Hinserie, die je eine Mannschaft des SVD in der Bezirksliga gespielt hat, liegt hinter euch. Der Trainer hat nicht viel zu meckern, oder? 

Logermann: Nein, vor allem wenn man bedenkt, dass wir mit Marvin Brüggemann einen schwerwiegenden Ausfall hatten (Er hat zwischenzeitlich wegen eines Knorpelschadens im Knie pausiert/Anmerkung der Redaktion). Er ist der Stürmer, mit dem wir fest geplant hatten und der am Anfang die Buden gemacht hat für uns. Von daher habe ich gar nichts zu meckern. Wir haben wirklich das Maximum aus dem, was möglich war, herausgeholt und immer noch mit die beste Defensive der Liga (im Schnitt nur ein Gegentreffer pro Partie).

Wo müsst ihr euch verbessern? 

Logermann: Beim Toreschießen natürlich, das ist uns schwergefallen zuletzt (34 Tore in 16 Spielen). Ich weiß nicht, wie es mit Brügge (Marvin Brüggemann) in der Rückrunde weitergeht. Er fühlt sich ganz gut momentan und will es wieder probieren, da stecken wir eine Menge Hoffnung rein.

Jens-Uwe Niemeyer, der 14 von 16 Partien absolviert hat, und Maximilian Dahlhoff stehen nach der Winterpause nicht mehr zur Verfügung, Sinthusen Chelvanathan fehlt vorerst auch. Gibt es sonst noch personelle Veränderungen und wie wollt ihr die Abgänge kompensieren? 

Logermann: Patrick Günner wird auch vier Wochen nicht da sein – von Ende Februar bis Ende März. Ich versuche, noch ein, zwei Jungs dazuzubekommen für die Rückrunde, aber das ist nicht so einfach in der Winterpause. Es gibt nur die Möglichkeit, vereinslose Spieler zu bekommen oder unzufriedene Leute, für die die Vereine die Freigabe erteilen. Ich habe zum Glück ein paar Kontakte und bin mit zwei Spielern im Gespräch. Vielleicht können wir schon in Kürze Vollzug melden.

Zwei Niederlagen gab es, in Bönen (0:2) und gegen Westönnen (0:3). Welche schmerzt am meisten? 

Logermann: Grundsätzlich schmerzt jede Niederlagen. Zu dem Zeitpunkt, als wir in Bönen gespielt haben, hatten wir eine super Serie (sechs Siege, ein Unentschieden). Da haben wir wirklich ein bisschen Angsthasenfußball gespielt. Deshalb stört mich die Niederlage am meisten. Wir waren chancenlos und kein Gegner für ein Topspiel. Es war, glaube ich, das einzige Mal in dieser Saison, dass ich ein bisschen lauter geworden bin in der Kabine, weil mich das Spiel ziemlich genervt hat. Wir werden hoffentlich im Rückspiel gegen Bönen ein anderes Gesicht zeigen.

Wie schätzt du eure Chancen im Kampf um Platz eins ein?

Logermann: Es muss alles perfekt laufen. Wenn Bönen einigermaßen konstant bleibt, wird es sehr schwierig. Aber ein bisschen träumen darf man ja immer – zumal wir gegen Bönen noch zu Hause spielen.

Inwieweit seid ihr in der Halle aktiv? 

Logermann: Wir sind beim Ausber-Cup in Everswinkel dabei am Donnerstag (20. Dezember) und gegebenenfalls am Freitag, haben aber eine ganz dünne Personaldecke. Ein, zwei Spieler aus der A-Jugend, ein, zwei aus der zweiten Mannschaft werden uns unterstützen, weil wir viele Angeschlagene haben, die nicht spielen wollen, und welche im Urlaub sind. Da stecke ich keine großen Hoffnungen rein, ebenso wie in die HKM in Warendorf (3. bis 6. Januar) – auch wenn viele sagen: Das ist prestigeträchtig. Die Gesundheit geht vor. Wir werden mit einem schmalen Kader auflaufen und uns vor allem auf draußen konzentrieren.

Du hast deine Zusage für die nächste Saison bereits gegeben. Welche Spieler bleiben, wer wird im Sommer beim SVD aufhören? 

Logermann: Wir haben schon ein paar Zusagen bekommen – von Patrick Günner, Daniel Ziegner, Markus Fröchte, Dennis Popil, Leon van Elten, Yannick Westhoff, Felix Schröter und Sven Wiebusch. Ich habe noch nicht mit allen gesprochen, weil wir beim Training nicht vollzählig waren. Bei den anderen stehen die Zeichen auch positiv. Es gibt noch keine definitive Absage, allerdings ein, zwei Wackelkandidaten, die noch ein paar Nächte drüber schlafen möchten. Wir werden nicht zu 100 Prozent so zusammenbleiben, aber das ist ganz normal.

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