Fußball

Marc Heitplatz: „Nur lernen – darauf habe ich keinen Bock“

Spielt für die A-Jugend des SV Drensteinfurt und trainiert die U9-Junioren: Marc Heitplatz. Foto: Kleineidam
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Spielt für die A-Jugend des SV Drensteinfurt und trainiert die U9-Junioren: Marc Heitplatz.

Während die Amateure und der ältere Nachwuchs seit sechseinhalb Monaten pausieren müssen, sind die Profifußballer, also diejenigen, die den Sport beruflich ausüben, ununterbrochen im Einsatz. Für Marc Heitplatz ist das besonders bitter.

Drensteinfurt – „Es ist ganz schlimm, wenn man im Fernsehen Fußball guckt“, sagt der 17-Jährige. Denn er möchte auch wieder auf den Platz – trainieren und spielen. Marc gehört der A-Jugend des SV Drensteinfurt an und zum Trainerteam der U9-Junioren.

Seit 2007 ist er Mitglied im Verein. Als Minikicker sammelte er erste wertvolle Erfahrungen. „Das war noch kein Fußball. Da ging es darum, einfach da zu sein und Spaß zu haben“, erinnert sich Marc. Vorher hatte er mit seinem Vater im Garten gekickt. Besonders erfolgreich war für ihn die Zeit in der U15. Unter Trainer Christian Niemann wurden die C-Junioren in der Saison 2016/17 Tabellenvierter in der Leistungsliga. „Das lief echt gut“, blickt der Elftklässler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums Hiltrup zurück. Noch besser lief es eine Spielzeit später, als Platz drei in der Leistungsliga heraussprang. Mittlerweile läuft Marc für die A-Junioren auf. Als die Qualifikationsrunde unterbrochen wurde, lag sein Team an dritter Stelle.

Bruder Tobias auch Spieler und Trainer

Als Jugendtrainer setzt sich der 17-Jährige seit dem Sommer 2018 ein. Die Mannschaft ist bis heute die gleiche geblieben, nur die Altersklasse ist eine andere. Zusammen mit Christoph Schröder, Michael Rak und Lorenz Kuhlmann coacht er die U9. Auch sein Bruder Tobias ist doppelt für den SVD im Einsatz. Er spielt für die B-Jugend und ist Co-Trainer bei den U8-Junioren.

Warum er sich um den Nachwuchs des Vereins kümmert? „Was macht man sonst nachmittags? Immer nur lernen – darauf habe ich auch keinen Bock“, sagt Marc. „Außerdem kommt man raus.“ Anfangs fanden die Einheiten sogar am selben Tag statt. „Wir haben mit den Kleinen immer vor meinem eigenen Training trainiert.“

Eventuell ins Ausland

Wie lange er sich noch als Jugendtrainer engagieren wird, weiß der junge Stewwerter noch nicht. „Bis zum Abi auf jeden Fall“, sagt er. Nach der Schule möchte er studieren. „Aber ich weiß noch nicht genau was.“ Eventuell geht er auch ins Ausland.

Als Fan des FC Bayern München verfolgt er natürlich insbesondere die Spiele des Rekordmeisters – und muss zugeben: „Sie sind in dieser Saison teilweise nicht wirklich gut, aber immer noch besser als die anderen.“ Das Interesse an der deutschen Nationalmannschaft ist dagegen etwas verloren gegangen. „Wir haben so gute Leute, aber sie kriegen es nicht hin.“

Regelmäßiges Joggen im Lockdown

Neben dem Fußball vermisst Marc im Lockdown vor allem die Treffen mit seinen Freunden. „Ich möchte mal wieder Geburtstage mit meinen Kumpels feiern“, sagt er. Auch sportlich hat er natürlich Ziele: Er möchte den Sprung in die erste Mannschaft des SVD schaffen, „wenn ich vor Ort bleibe“. Fürs Erste würde er sich schon freuen, wenn das Mannschaftstraining mit den U19-Junioren und der U9 wieder erlaubt wäre. Mit den F-Junioren war Training in Gruppen zwischenzeitlich wieder möglich. „Wenn es erlaubt ist, trainieren wir eigentlich immer.“ Als A-Jugendlicher muss er sich dagegen noch gedulden. Bis es so weit ist, muss er sich mit Laufen begnügen, um sich fit zu halten. Er joggt regelmäßig.

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