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Neuer Drensteinfurt-Coach: Interims- oder Dauerlösung?

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Von: Günter Thomas

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Will helfen: Peter Lohrmann wird SVD-Coach – vorerst bis zur Winterpause.
Will helfen: Peter Lohrmann wird SVD-Coach – vorerst bis zur Winterpause. © kleineidam

Peter Lohrmann übernimmt das Traineramt beim Fußball-Bezirksligisten (7) SV Drensteinfurt – zumindest vorerst. Der 61-Jährige hängt mit viel Herzblut am Verein.

Drensteinfurt – Der neue Coach ist ein alter Bekannter – Peter Lohrmann, bislang Trainer der zweiten Mannschaft, wird beim abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt zumindest bis zur Winterpause Nachfolger des am Montag beurlaubten Thorsten Heinze (WA berichtete). „Erstmal gilt das für die nächsten zwei Spiele“, bestätigt Lohrmann, der sich aber alle Optionen für ein längeres Engagement offen halten will. „Ich habe großes Interesse daran, dass es dem Verein gut geht, wohne seit 25 Jahren in Drensteinfurt und bin seit 20 Jahren Mitglied im Verein. Da drückt das Interesse, wie es weitergeht, auf der Seele.“

Lohrmann trainierte die Mannschaft bereits von 2003 bis 2006, stieg mit dem Team 2005 in die Kreisliga A auf. „Danach war ich 15 Jahre lang begeisterter Passivgucker“, sagt der 61-Jährige, der vor eineinhalb Jahren wieder einstieg und die zweite Mannschaft übernahm, nachdem der Kontakt zum Sportlichen Leiter des SVD, Uwe Heinsch, enger geworden war. Im April stand er sogar schon vertretungsweise für ein Spiel des Bezirksligateams an der Seitenlinie. Dass er nun für die erste Mannschaft erneut angefragt werden würde, hätte er sich allerdings „vor zwei Wochen nicht vorstellen können“, gibt Lohrmann zu. „Aber im Verein herrscht seit dem Umbruch vor zwei Jahren eine schwierige Situation.“

Neun Punkte Rückstand zum rettenden Ufer

Über das Pyramidensystem wollte er von unten helfen, um die Probleme zu lösen und die Lage im Verein wieder zu stabilisieren – jetzt soll er es von oben richten. Mit neun Punkten ist der Rückstand der Mannschaft auf das rettende Ufer in der Liga allerdings schon ziemlich groß. Was kann ein neuer Coach da in zwei Spielen bewirken? „Grundsätzlich ist die Mannschaft ja intakt. Thorsten Heinze hat da einen ordentlichen Job gemacht“, sagt der neue Trainer. „Es gibt Verletzungsprobleme, der Kader ist sehr eng. Daher müssen wir jetzt gucken, dass wir stimmungsmäßig die Mannschaft beisammenhalten und den Glauben entwickeln, dass wir Spiele gewinnen können. Klar ist aber auch, dass es kein neues Spielkonzept geben wird.“ Und Verstärkungen im Winter? „Das weiß ich nicht. Dafür ist die Sportliche Leitung zuständig“, sagt Lohrmann. „Aber es ist natürlich schon so, dass der Kader sehr eng ist.“ Im Winter wäre für eine personelle Aufrüstung zumindest Gelegenheit.

Zu seinem Vorgänger, der sich am Dienstag noch offiziell bei der Mannschaft verabschieden wollte, pflegte Lohrmann ein kollegiales Verhältnis: „Ich schätze ihn. Wir haben uns unterhalten und ausgetauscht, wenn Personalbedarf in der ersten Mannschaft herrschte“, sagt der „Neue“, der, sollte er im kommenden Jahr noch das Traineramt innehaben, einen neuen Co-Trainer braucht. Denn André Budde hatte dem Verein bereits mitgeteilt, dass er dann aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.

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