Handball

Nach vier Jahren Abstinenz: HSG stößt auf die Bezirksliga-Rückkehr an

Schaffte mit der HSG Ascheberg/Drensteinfurt den Sprung in die Bezirksliga: Mark Ziegelhöfer.	Foto: Siemund
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Schaffte mit der HSG Ascheberg/Drensteinfurt den Sprung in die Bezirksliga: Mark Ziegelhöfer.

Die Ibbenbürener SpVg 08 hat abgesagt, der Handballkreis Münsterland (HMK) angefragt und die HSG zugesagt: Die erste Mannschaft der Handball-Spielgemeinschaft aus Ascheberg und Drensteinfurt wird nach vier Jahren Abstinenz in der Saison 2021/22 wieder in der Bezirksliga spielen.

Drensteinfurt – „Die Liga ist natürlich deutlich attraktiver“, sagt Heinz Huhnhold. Der Aufstiegstrainer aus Hamm hat gerade mal zwei Meisterschaftsspiele als neuer Coach und Nachfolger von Volker Hollenberg absolviert – das vorerst letzte Corona-bedingt vor fast acht Monaten. „Wie sagt meine Frau: Corona-Aufsteiger.“ Die Entscheidung sei ja nicht sportlich, sondern am grünen Tisch gefallen, so Huhnhold.

Auf eine große Aufstiegsfeier müssen die Jungs um Matthias Lohmann, Yannick Pannott und Till Mersmann – zumindest vorerst – verzichten, dafür wurde am Freitagabend beim Training in der Ascheberger Halle – alle mussten einen Negativtestnachweis dabei haben – auf den Sprung in die nächst höhere Liga angestoßen. Ein, zwei Bierchen mehr seien erlaubt gewesen, berichtet Huhnhold. „Dagegen war nichts einzuwenden.“ Der Rest soll nachgeholt werden, wenn die Mannschaft wieder so gut wie vollständig ist und die Maßnahmen weiter gelockert sind.

Ibbenbüren verzichtet

In der vergangenen Saison 2019/20, die abgebrochen wurde, hatte die HSG unter Trainer Hollenberg eine Wildcard für die Bezirksliga um Haaresbreite verpasst. Weil die Spielzeit 2020/21 in der Kreisliga Münster nach gerade mal zwei Spieltagen erst unter- und dann erneut abgebrochen wurde und die geplante Aufstiegsrunde terminlichen Gründen zum Opfer fiel, wandte der HKM erneut die Quotientenregelung an. Und da die als Aufsteiger benannte Ibbenbürener SpVg 08 am Ende der vergangenen Woche auf ihre Startberechtigung verzichtete, schrieb der Vorsitzende der Technischen Kommission (TK), Christian Maaß, am späten Freitagnachmittag HSG-Spielleiter Karl-Heinz Welzel an. Der sagte zu, dass die Spielgemeinschaft als Nachrücker den Aufstieg wahrnehmen wird. Daraufhin war die Rückkehr in die Bezirksliga nach dem Abstieg 2016/17 perfekt.

„Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben“, mahnt Huhnhold und blickt schon mal voraus: „Wir wollen in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen. Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, dann kann man am Ende der nächsten Saison sagen: Wir haben alles richtig gemacht.“

Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.

Heinz Huhnhold

Dass die HSG in der Bezirksliga mithalten kann, haben die acht Heimspiele gezeigt, die die Mannschaft in der Saison 2019/20 bestritten hat. Es gab die volle Punktausbeute. Auswärts muss die Spielgemeinschaft dagegen noch zulegen. „Wir haben Jungs dabei, die haben schon Bezirksliga gespielt“, sagt Heinz Huhnhold. „Die anderen, die in den letzten vier Jahren hinzugekommen sind, haben ihre Sache gut gemacht. Das hat man schon unter Volker gesehen. Ich denke schon, dass wir einen guten Kader haben, um zu bestehen.“ Auch die A-Jugend der HSG sei „ganz gut besohlt“. Von daher mache er sich keine großen Sorgen.

18 Mann umfasst der Kader aktuell. Auch die Langzeitverletzten dürften zum Saisonstart im Spätsommer wieder fit sein. Keeper und Routinier Oliver Sevenich sowie der junge Philipp Lohmann, Bruder von Matthias, hatten sich im vergangenen Jahr das Kreuzband gerissen. „Ich nehme an, dass Oli bis dahin wieder dabei ist“, sagt Huhnhold. Lohmann hat schon mit dem Team trainiert, müsse sein Knie nach der langen Pause aber noch schonen und die Belastung steuern.

Bereitschaft muss stimmen

Wichtig sei eine ordentliche Vorbereitung. „Die wird schon ein bisschen anders“, kündigt der Coach an. „Es ist zwar nicht so, dass ich Leichtathleten und Kanoniere aus ihnen mache, aber es muss schon anders aussehen. Auch die Bereitschaft, beim Training dabei zu sein und auch dort 100 Prozent zu geben, muss da sein. Sonst können wir in der Bezirksliga nicht bestehen.“

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