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Schmidt hört als SVD-Vorsitzender auf: „Verein braucht Wechsel“

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Von: Matthias Kleineidam

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Werner Schmidt ist 59 Jahre alt. Seit 1991 wohnt er in Drensteinfurt. Geboren wurde er in Leiberg (Bad Wünnenberg) im Kreis Paderborn. Schmidt ist verheiratet, Vater einer Tochter und zweier Söhne, Diplom-Bauingenieur und wie der Stewwerter Martin Karnein Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Bernhard Heckmann GmbH & Co. KG in Hamm. Foto: Kleineidam
Werner Schmidt ist 59 Jahre alt. Seit 1991 wohnt er in Drensteinfurt. Geboren wurde er in Leiberg (Bad Wünnenberg) im Kreis Paderborn. Schmidt ist verheiratet, Vater einer Tochter und zweier Söhne, Diplom-Bauingenieur und wie der Stewwerter Martin Karnein Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Bernhard Heckmann GmbH & Co. KG in Hamm. © Kleineidam

Drensteinfurt - Nach achteinhalb Jahren ist Schluss. Werner Schmidt hört als 1. Vorsitzender des Sportvereins Drensteinfurt (SVD) auf. Eigentlich wollte er schon auf der Mitgliederversammlung Anfang März nicht wieder kandidieren, blieb aber vorerst im Amt, weil sich kein Nachfolger fand.

Nun gibt es einen Kandidaten, der sich auf der außerordentlichen Versammlung an diesem Freitag (19 Uhr) im Haus Averdung zur Wahl stellt. Matthias Kleineidam sprach mit dem 59-jährigen Schmidt über sein Zeit als 31. Vorsitzender des SVD, über schöne und negative Erlebnisse, die Zukunft als normales Mitglied und seinen Nachfolger.

Herr Schmidt, 2009 hatten Sie den Vorsitz beim SVD von Thomas Bonnekoh übernommen. 2010 feierte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum. War das der Höhepunkt Ihrer Amtszeit?

Schmidt: Das war sicherlich ein Vereinshöhepunkt und in meiner Amtszeit auch ein Höhepunkt. Wobei die Verdienste eindeutig Thomas Bonnekoh (SVD-Vorsitzender von 2005 bis 2009/Anmerkung der Redaktion) anzurechnen sind. Es war noch „sein“ Fest, er hatte es vorbereitet im Jahr 2009. Das war sein Schwerpunktthema damals. Es gab natürlich noch andere wichtigere Dinge – und zwar die Gründung der Bouleabteilung, die Kabinenerweiterung, der neue Kunstrasen und auch die Public-Viewing-Veranstaltungen am Markt.

Welche sportlichen Ereignisse sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? 

Schmidt: Das war natürlich 2012 der Aufstieg der Fußballer in die Bezirksliga. 2005 – da war ich noch Beisitzer – hatte mich der Aufstieg in die Kreisliga A beim ESV Münster so richtig angefixt. Das war die Initialzündung, mehr zu tun, mich beim SVD zu engagieren. Da ging es eigentlich mit los. Aber auch 2010 die Niederlage in Altenberge bleibt in Erinnerung (der SVD gab – ausgerechnet im Jubiläumsjahr – am vorletzten Spieltag der Kreisliga A2 mit einem 1:2 beim späteren Meister die Tabellenführung aus der Hand). Und Weihnachten 2011 – ich weiß nicht, ob wir das sportlich einordnen –, als Oli (Oliver Logermann/damals Freund seiner Tochter) sich an Heiligabend bereit erklärte, in der Rückrunde für den SVD zu spielen. Ich denke, das war für die weitere Entwicklung des Vereins gar nicht so unwichtig.

Zwölfeinhalb Jahre im Vorstand

Achteinhalb Jahre – damit haben Sie Ivo Kolobaric, der im Sommer nach acht Jahren als Trainer der ersten Fußballmannschaft aufgehört hat, getoppt. 

Schmidt: Ich habe ein bisschen in die Geschichte geguckt. Ich bin ja schon seit zwölfeinhalb Jahren im Vorstand tätig, seit 2005. Und ich habe die zweitlängste Amtszeit als Vorsitzender in der Vereinsgeschichte (seit 1910 gab es 31 Vorsitzende). Nur Hermann Wimber war länger am Ruder (von 1964 bis 1982). Da bin ich auch ein Stückchen stolz drauf.

Gab es Entscheidungen im Vorstand, die Sie im Nachhinein bedauert haben? 

Schmidt: Es gab im Kleinen immer Dinge, die wir anders und besser hätten machen können. Hinterher ist man klüger. Aber mir fällt nichts Gravierendes ein, wo ich sage, dass würde ich jetzt ganz anders machen. Bis auf die Geschichte mit der Umsiedlung von den Kabinen an der alten Molkerei ins Erlfeld. Das hätte ich anders kommunizieren müssen. In der Sache ist die Entscheidung, dass wir vom Ossenbecker Sportplatz weggegangen sind, im Nachhinein, glaube ich jedenfalls, auch richtig. Aber das war von der Kommunikation her falsch.

Auf der außerordentlichen Versammlung legen Sie Ihr Amt nieder. Ziehen Sie sich komplett aus der Vorstands- und Vereinsarbeit zurück?

Schmidt: Aus der Vorstandsarbeit ja, aber dem Verein werde ich weiter an der einen oder anderen Stelle zur Verfügung stehen und helfen – wie zum Beispiel jetzt beim Stand auf dem Weihnachtsmarkt, den ich mit organisiere. Solche Dinge werde ich künftig weiter machen.

"Großer Fan der ersten Mannschaft"

Ihr Schwiegersohn Oliver Logermann trainiert die Bezirksliga-Fußballer. Auf dem Sportplatz werden Sie sich also weiterhin blicken lassen, oder etwa nicht? 

Schmidt: Ich bin ein großer Fan der ersten Mannschaft des SVD und werde das auch weiterhin sein – unabhängig davon, ob Oli ihr Trainer ist oder nicht.

Wer wird denn – ein positives Votum vorausgesetzt – Ihr Nachfolger?Falls Sie den Namen noch nicht nennen wollen respektive dürfen: Was zeichnet die Person aus?

Schmidt: Wir wollen noch keinen Namen nennen. So halten wir vielleicht noch ein bisschen die Spannung für die Mitgliederversammlung, sodass auch genügend Leute kommen. Für mich sind zwölfeinhalb Jahre genug. Aus meiner Sicht braucht der Verein einen Wechsel an der Spitze. Es ist ein Amt auf Zeit. Zum Nachfolger: Es wird kein zweiter Werner Schmidt sein, er wird anders sein. Er hat auch Führungserfahrung in der Wirtschaft, die er mit einbringen kann. So wie ich ihn erlebe, handelt er strukturiert und besonnen und wird es mit dem Vorstandsteam gut machen. Da bin ich ganz zuversichtlich.

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