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Motiviert bis in die Haarspitzen: SVR fordert Westfalenliga-Spitzenreiter heraus

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Von: Matthias Kleineidam

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Dabei oder nicht? Felix Lütke Wöstmann vom SV Rinkerode ist angeschlagen (rechts). Foto: Kleineidam
Dabei oder nicht? Felix Lütke Wöstmann vom SV Rinkerode ist angeschlagen (rechts). © Kleineidam

Die Vorfreude ist riesig, der Gegner ein Schwergewicht im Fußballkreis Münster: Im Pokal-Viertelfinale bekommt es der SV Rinkerode mit dem Titelfavoriten aus Gievenbeck zu tun. „Das Spiel ist eins für die Mannschaft und die Zuschauer“, sagt Trainer Sven Kuschel vor dem sportlichen Saisonhöhepunkt.

Kreispokal Münster, Viertelfinale: SV Rinkerode – 1. FC Gievenbeck (Donnerstag, 19.30 Uhr). „Wir freuen uns auf die Aufgabe. Es ist für die Jungs eine gute Sache, gegen Gievenbeck spielen zu dürfen. Schön, dass wir am Sonntag spielfrei haben. So können wir es umso mehr genießen“, fügt Kuschel hinzu. Was sich der A-Kreisligist für Donnerstagabend (18. November) vornimmt? „Wir wollen uns gut verkaufen, gut dagegenhalten und den Zuschauern ein gutes Spiel in Rinkerode bieten.“

Das gelang im Wettbewerb bisher bestens. Der Pokalschreck eliminierte zunächst Landesligist TuS Altenberge und danach die beiden Kreisliga-A-Spitzenreiter Wacker Mecklenbeck und TSV Handorf. Doch der Westfalenligist aus dem Münsteraner Stadtteil ist eine ganz andere Hausnummer. „Gievenbeck ist Gievenbeck“, sagt Kuschel prägnant.

Die Gäste spielen drei Klassen höher als der SVR und führen die Tabelle der Staffel 1 mit acht Siegen und nur einer Niederlage in zwölf Partien an. Zuletzt schwächelte das Team allerdings ein wenig. Gegen Delbrück verloren die Gievenbecker, in Mesum reichte es nur zu einem Unentschieden. Im Pokal ließen sie ihren Kontrahenten dagegen keine Chance. Beim Bezirksligisten Bösensell (4:1), beim A-Ligisten FC Greffen (5:0) und beim Landesligisten BSV Roxel (4:0) gewannen sie deutlich.

Begnadete Kicker

„Ich freue mich auf gute Spieler, sofern sie denn alle spielen“, sagt Kuschel. Der SVR-Coach geht davon aus, dass Gievenbeck nicht mit einer B-Elf kommen wird. „Wir wollen auch gegen volle Kapelle spielen“, betont er und freut sich auf Michael Fromme, Guglielmo Maddente, Christian Kiel und Co. „Das sind gute Fußballer, die man gerne sieht. Gerade den Spielstil von Fromme finde ich herausragend. Das ist ein sehr eleganter und begnadeter Fußballer“, sagt Kuschel respektvoll. „Unseren Jungs macht es Spaß, gegen solche Leute zu spielen, und mir, sie zu sehen.“

Pokal-Historie

Erstmals seit 2012 steht der SV Rinkerode im Viertelfinale des Kreispokals. Damals musste sich das Team in der Runde der letzten acht der SG Telgte mit 2:3 geschlagen geben. Sieger wurde der 1. FC Gievenbeck. Auch 2017 gewannen die Münsteraner den Wettbewerb, 2019 wurden sie erst im Endspiel gestoppt.

Den Zuschauern verspricht Kuschel: „Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren und es Gievenbeck nicht leicht machen.“ Wichtig sei andererseits aber auch, die Spieler im Zaum zu halten, damit sie nicht zu aggressiv in die Zweikämpfe gehen. „Motiviert wird jeder sein bis in die Haarspitzen“, sagt Kuschel. „Dass wir keine Zweikämpfe hergeben und keinen Sicherheitsabstand halten, ist klar. Aber wir werden darauf achten, dass wir nicht überhart einsteigen.“ Fair spielen und gegen den Ball arbeiten – das gibt das Trainertrio Kuschel, Kraus und Raabe-Staljan der Mannschaft mit auf den Weg.

Die Brust der Rinkeroder dürfte auf jeden Fall breit sein. In der Liga haben sie sechs der vergangenen acht Begegnungen gewonnen, insgesamt sogar neun von 13 Pflichtspielen. „Das muss man den Jungs manchmal ins Gedächtnis rufen, dass wir in dieser Hinsicht eine ganz gute Quote haben“, sagt Kuschel.

Ausfälle drohen

Personell wird es Veränderungen geben. Sulaxan Somaskantharajan und Maurice Heithorn, die in Ascheberg fehlten, werden in den Kader zurückkehren. Ajas Taher ist nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt, und Sinthusen Chelvanathan wird dem SVR von Donnerstag an bis zum Ende der Hinrunde zur Verfügung stehen. Zudem sei Aron Jakab, der lange Zeit ausgefallen war und am Sonntag gut 30 Minuten gespielt hat, eine Option für die Startelf, sagt Kuschel. Es gebe aber auch ein paar Spieler, hinter deren Einsatz ein Fragezeichen steht. Pascal Heithorn, Sebastian Schwack, Jannik Jakobtorweihe und Felix Lütke Wöstmann sind angeschlagen. „Da müssen wir sehen, ob sie bis Donnerstag wieder fit sind“, berichtet Kuschel. Sorgen bereiten ihm die immer wieder neuen Ausfälle nicht. „Wir haben es bis jetzt immer geschafft, einen guten Kader zu stellen.“

Um Kräfte mobilisieren zu können, hofft Sven Kuschel auf die Unterstützung der Zuschauer. „Ich gehe davon aus, dass der Sportplatz voll sein wird, wenn das Wetter einigermaßen okay ist. Dann wird es eine schöne Kulisse und ein schöner Pokalabend“, ist der Trainer sich sicher. Der Sieger trifft im Halbfinale auf den Landesligisten VfL Senden, der bereits vor zwei Wochen 4:1 beim SVR-Liga-Konkurrenten Warendorfer SU gewonnen hat.

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