Fußball

Minimale Chance für den SV Drensteinfurt auf Teilnahme DFB-Pokal?

Das wäre der Wahnsinn: Im besten Fall könnte es zu einem Duell mit Thomas Müller und dem FC Bayern München kommen.
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Das wäre der Wahnsinn: Im besten Fall könnte es zu einem Duell mit Thomas Müller und dem FC Bayern München kommen.

Die Chance wäre verschwindend gering. Doch Träumen ist erlaubt. Sollte der Westfalenpokal für Seniorenfußballteams 2020/2021 nicht beendet werden (können), darf sich der SV Drensteinfurt Hoffnungen auf die Teilnahme am DFB-Pokal machen.

Warum? Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) muss seine beiden Teilnehmer für den nationalen Pokalwettbewerb eigentlich bis zum 30. Juni beim DFB melden. Dabei handelt es sich diesmal um den besten Regionalligisten aus Westfalen und den Westfalenpokal-Sieger. Noch halten die Verantwortlichen aus Kaiserau daran fest, den Wettbewerb auf Verbandsebene wie in der vergangenen Saison trotz der Pandemie zu beenden. Die Austragung hat höchste Priorität beim FLVW.

2020 wurde der Gewinner (RSV Meinerzhagen) zwar auch erst im August ermittelt, doch zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns standen die vier Halbfinalisten schon fest. Die Runde der letzten vier und das Endspiel im Sommer nachzuholen, bevor der DFB-Pokal 2020/21 im September startete, war für den FLVW daher kein Problem.

Erst vier von 63 Spielen absolviert

In diesem Jahr ist das anders: Erst vier Partien der 1. Runde sind ausgetragen, die anderen 28 wurden Corona-bedingt im Herbst abgesetzt und konnten bislang nicht nachgeholt werden. Außerdem müssten auch noch die Begegnungen der 2. Runde, des Achtel-, Viertel- und Halbfinals sowie das Endspiel absolviert werden – macht summa summarum 59 Spiele.

Weil es aktuell unmöglich scheint, dass im Mai Fußball gespielt wird, und es auch ziemlich unwahrscheinlich ist, dass der Westfalenpokal im Juni fortgesetzt werden kann, könnte der DFB-Pokal-Starter unter den noch im Verbandswettbewerb befindlichen Teilnehmern – das sind 60 Teams – im Losverfahren ermittelt werden. Die Regionalligisten SV Lippstadt 08 und SC Wiedenbrück sowie Oberligist TuS Haltern und Landesligist TuS Dornberg zählen als Sieger ihrer Erstrunden-Partien ebenso dazu wie die 56 Mannschaften, die noch nicht im Einsatz waren. Darunter ist auch der SC Preußen Münster, der sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als bester Regionalligist Westfalens sowieso für den DFB-Pokal qualifizieren wird. Borussia Dortmunds U23 darf als zweite Mannschaft nämlich nicht starten. Damit wären „nur“ noch 59 Teams in der Verlosung. Pech hätten Vorwärts Wettringen, RW Ahlen, RW Westönnen und der Erler SV, die bereits ausgeschieden sind und somit nicht in den Lostopf kämen.

Erstrunden-Partie ist ausgefallen

Der SV Drensteinfurt hatte sich als Erstplatzierter der Bezirksliga 7 in der vergangenen Saison für den Westfalenpokal qualifiziert und sollte am 31. Oktober 2020 mit dem Spiel beim A-Kreisligisten SV Werl-Aspe in Bad Salzuflen in den Wettbewerb starten. Davon, dass die Partie abgesetzt wurde, könnten die Stewwerter nun profitieren.

Die Chance auf den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals wäre mit 1:59 zwar sehr klein, aber für den SVD auch irgendwie groß. Denn so nah dran an einem Duell mit dem Rekordmeister FC Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, dem FC Schalke 04 oder RB Leipzig war der Verein noch nie. Noch lebt der Traum, als eine von 64 Mannschaften am traditionsreichen Pokalwettbewerb teilzunehmen.

Es wäre natürlich eine Riesensache für den Sportverein und die Stadt.

Jan Wiebusch

„Die Chance ist zwar verschwindend gering, aber wenn es so kommen sollte, dass der SVD ausgelost werden würde, wäre das natürlich eine Riesensache für den Sportverein und die Stadt“, sagt Jan Wiebusch, der Obmann der ersten Mannschaft. „Dann würden wir das gerne annehmen und stolz darauf sein, unsere Region zu vertreten.“

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