Michael Wester lässt sich zum A-Trainer ausbilden

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Coach der Albersloher Fußballer und bald wohl A-Trainer: Michael Wester.

ALBERSLOH ▪ Mit den Fußballern der DJK GW Albersloh befindet sich Michael Wester auf dem Weg in die Kreisliga A. Die Frage lautet bei 17 Punkten Vorsprung nicht mehr, ob, sondern nur noch, wann die Grün-Weißen aufsteigen. Als Trainer steht der 37-Jährige kurz vor der A-Lizenz.

Wester nimmt momentan an einer Ausbildung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der Sportschule Hennef teil. Absolviert er den Lehrgang erfolgreich, darf er von Februar an alle Amateur-, alle Junioren- und alle Frauenmannschaften (inklusive Bundesliga) trainieren. Über dem A-Trainer kommt übrigens nur noch der Fußball-Lehrer.

Die erste von drei Wochen hat der Warendorfer hinter sich. „Es ist alles gut gelaufen“, sagt ein „zufriedener“ Wester. „Wir sind ein super Team. Es hat unwahrscheinlich viel Spaß gemacht.“

„Er ist ein super Typ“

33 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich – unter anderem von den Vereinen FC Red Bull Salzburg und Austria Wien – zählt der Lehrgang in Hennef. Mit dabei sind Torsten Frings und Inka Grings. Frings ist ehemaliger Bundesliga-Profi von Werder Bremen, Borussia Dortmund und Bayern München sowie 79-maliger A-Nationalspieler. „Er ist ein super Typ“, freut sich Wester, dass er die Ausbildung zusammen mit dem Co-Trainer der U23 von Werder Bremen (Regionalliga Nord) macht. Grings spielte 16 Jahre in der Frauen-Bundesliga, wurde sechs Mal Torschützenkönigin, gewann mit der Nationalmannschaft zwei Europameister-Titel und war bei beiden Turnieren erfolgreichste Torschützin.

Ralf Peter und Bernd Stöber leiten den Lehrgang, in dem sich die Teilnehmer in erster Linie mit mannschaftstaktischen Konzepten befassen. Es geht beispielsweise um Defensivverhalten, Spielaufbau und Pressing. Zwei Mal am Tag steht Theorie auf dem Stundenplan, zwei Mal geht es um praktische Übungen. Die Gebühren für Lehrgang, Lizenz, Unterkunft und Verpflegung betragen pro Anwärter insgesamt rund 1300 Euro. So steht es im DFB-Portal unter http://www.dfb.de.

Auch wenn der Lehrgang erst am 27. Januar fortgesetzt wird, hat Michael Wester über den Jahreswechsel Hausaufgaben zu erledigen. Schließlich will er perfekt vorbereitet in die entscheidende Woche der Ausbildung gehen. In der dritten und letzten Woche, die am 3. Februar startet, muss Wester von Mittwoch an eine schriftliche Theorie- und eine mündliche Prüfung bestehen. In der mündlichen gilt es, eine Videosequenz zu analysieren. Teil drei der Abschlussprüfung bildet eine praxisbezogene Übung. „Wir müssen Trainingsformen entwickeln und erläutern“, sagt Wester. Schließlich sei es für Fußballtrainer wichtig, eine Strategie, aber auch einen Plan B zu haben bzw. kurzfristig Alternativpläne zu entwickeln.

Albersloh ist seine dritte Trainerstation

Seit 2011 ist Michael Wester Coach der Albersloher Fußballer. GWA ist seine dritte Station. Begonnen hatte der 37-Jährige, der in Warendorf wohnt und als Logistiker in Halle arbeitet, seine Trainer-Laufbahn beim SV Neubeckum und Blau-Weiß Beelen. „Tendenz ist, in den nächsten Jahren höher zu trainieren“, sagt Wester. Das heiße aber nicht, dass nach dieser Saison in Albersloh Schluss für ihn ist. „In der nächsten Woche führe ich wieder Gespräche mit dem Verein“, kündigt Wester an. Das bestätigt Heinz-Josef Horstmann, Leiter der GWA-Fußballabteilung, auf Anfrage des WA: „Wir sind in Gesprächen, uns aber noch nicht einig.“ ▪ mak

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