Stimmen zum Endspiel

Meinungen vor dem DFB-Pokal-Finale zwischen Dortmund und Leipzig geteilt

Wiederholen sich die Bilder? Während die Dortmunder Spieler ein Tor bejubeln, ist Leipzigs Angelino frustriert.
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Wiederholen sich die Bilder? Während die Dortmunder Spieler ein Tor bejubeln, ist Leipzigs Angelino frustriert.

Fünf Tage nach dem Duell in der Fußball-Bundesliga sehen sich Borussia Dortmund und RB Leizig am Donnerstag im Finale des DFB-Pokals wieder. WA.de hat bei zwei heimischen Fußballern, zwei Trainern und einem Vorstandsmitglied nachgefragt, wer den nationalen Wettbewerb gewinnt und warum.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – Das Duell am Samstag in der Fußball-Bundesliga gab einen Vorgeschmack auf das, was am Donnerstag (13. Mai, 20.45 Uhr) im Berliner Olympiastadion passieren könnte. Borussia Dortmund führte im Spitzenspiel gegen RB Leizig mit 2:0, kassierte den Ausgleich und feierte am Ende einen im Kampf um die Champions-League-Plätze immens wichtigen 3:2-Erfolg. An Christi Himmelfahrt kommt es im Finale des DFB-Pokals zum erneuten Kräftemessen. Weil die Männer am Vatertag nicht gemeinsam grillen oder Radfahren dürfen, können sie sich voll und ganz auf das Endspiel konzentrieren. WA.de hat bei zwei heimischen Fußballern, zwei Trainern und einem Vorstandsmitglied nachgefragt, wer den Pokalwettbewerb warum gewinnt und wie die Begegnung endet.

Daniel Stratmann übernimmt im Sommer zusammen mit Volker Rüsing als Trainer die erste Mannschaft des SV Drensteinfurt. Er ist Fan von Borussia Mönchengladbach und hatte am Wochenende nichts zu lachen. Die Gladbacher gingen mit 0:6 beim alten und neuen Meister Bayern München unter. Was das Pokal-Finale betrifft, sieht er Leipzig am Ende vorne.

Daniel Stratmann

„Ich bin zwiegespalten, weil Dortmund einen richtig guten Lauf hat. Aber ich muss sagen: Nagelsmann (Leipzigs Trainer/Anmerkung der Redaktion) hat sich am Samstag beim Spiel in Dortmund nicht in die Karten schauen lassen.“ Stratmann geht von einer Rotation aus. „Ich persönlich glaube, dass Leipzig einen Schritt vorne ist gegenüber Dortmund.“ Das Ergebnis werde „relativ knapp“ ausfallen. In die Verlängerung werde es aber nicht gehen. Stratmann tippt auf ein 1:0 oder ein 2:1 für Leipzig. Der BVB sei gerade im Abwehrbereich nicht so stabil momentan. Eventuell würden die Dortmunder in den entscheidenden Duellen einen Schritt zu spät kommen.

Auch Jonas Rüsken, der zuletzt für die zweite Mannschaft des SVD in der Kreisliga B auflief, hält es für wahrscheinlicher, dass Leipzig nach der Niederlage im Endspiel vor zwei Jahren gegen die Bayern am Donnerstag triumphiert. „Julian Nagelsmann wird mit einem Titel an der Säbener Straße den Platz betreten wollen. Ich denke, er weiß die Mannschaft dementsprechend einzustellen“, sagt Rüsken. Der Fan des Regionalligisten Preußen Münster tippt auf ein Elfmeterschießen, aus dem Leipzig als Sieger hervorgeht. „2:2 nach 90 Minuten und 7:6 nach Elfmeterschießen.“

Jonas Rüsken

Markus Fröchte, der bis zur Unterbrechung der Saison im Oktober für den SV Drensteinfurt in der Landesliga aufgelaufen ist und dem Verein auch in der Bezirksliga erhalten bleibt, hat eine andere Meinung. „Die Dortmunder gewinnen 4:2, weil sie es durch die selbst herbeigeführten Endspiele in der Bundesliga schon länger gewohnt sind, auf den Punkt abzuliefern, und sich diese Qualität am Ende durchsetzen wird“, vermutet der Walstedder. Sein Herz schlägt für die Gladbacher – natürlich auch noch nach der 0:6-Packung bei den Bayern.

Markus Fröchte

Auch Jörg Raabe-Staljan tippt auf ein 4:2 für den BVB. „Ich glaube, dass Dortmund sehr gut drauf ist und voller Selbstvertrauen in dieses Spiel gehen wird. Das haben sie am Samstag auch gezeigt. Sie haben spielerisch überzeugt, gut dagegengehalten und nach dem Ausgleich noch mal zulegen können“, sagt der Rinkeroder. Er ist einer von drei Trainern des A-Kreisligisten SV Rinkerode sowie Fan des BVB und auch des VfB Stuttgart.

Jörg Raabe-Staljan

Hermann Tiggemann engagiert sich schon lange als Geschäftsführer im Vorstand von Fortuna Walstedde. Er ist Anhänger des mal wieder vom Abstieg bedrohten 1. FC Köln. „Sympathie habe ich auch für die Borussia aus Dortmund.“ Von daher wünscht er sich natürlich einen Erfolg des Pokalsiegers von 2017. „Ich denke, dass der BVB 2:1 gewinnt. Dortmund hat die Klasse und wird es hoffentlich am Donnerstag zeigen“, sagt Tiggemann.

Hermann Tiggemann

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