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Mehr PS für den Abstiegskampf - Optimismus beim SV Drensteinfurt

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Von: Rainer Gudra

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Peter Lohrmann mit Linienrichterfahne am Spielfeldrand
Peter Lohrmann gibt beim SV Drensteinfurt seit November für die Bezirksliga-Fußballer die Richtung vor. © Kleineidam

Gut sechs Wochen nach dem letzten Ligaspiel am 4. Dezember (0:2 gegen Neubeckum) geht es für den abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt wieder auf den Platz.

Hamm - Im ersten Test mit Blick auf die zweite Serie empfängt das Team von Neu-Trainer Peter Lohrmann am Sonntag (14 Uhr, im Erlfeld) den ebenfalls gefährdeten Landesligisten BSV Roxel. Über Jahre hinweg hat sich diese Partie zum Start ins Jahr etabliert. „Das ist schon fast traditionell, und daran halten wir auch gerne weiter fest“, sagt der SVD-Trainer, und: „Wir können da gut überprüfen, ob wir bisher eine gute Vorbereitung hatten.“

Freies Training nach Weihnachten

Um die lange Pause zu verkürzen, hatte der 61-Jährige, der das Team Mitte November von Thorsten Heinze übernommen hatte, zwischen Weihnachten und Neujahr ein freies Training angeboten: „Ich hatte Zeit, die Jungs Lust.“ Dreimal traf sich ein Großteil der Spieler, bevor am 3. Januar die Vorbereitung offiziell begonnen hat. „Wir machen drei Einheiten je Woche erst einmal bis Ende Februar, dann wissen wir, wohin die Reise gehen wird. Wir arbeiten intensiv, die Jungs machen gut mit“, sagt er, und ergänzt: „Wir haben eine tolle Trainingsbeteiligung, die Jungs kämpfen um die Chance, und ich bin total zufrieden, wie die Mannschaft sich präsentiert.“

Auftakt gegen Wiescherhöfen

Der erste Monat sei entscheidend, sagt der Trainer mit Blick auf den Spielplan. Und gleich der Auftaktpartie am 12. Februar daheim gegen den TuS Wiescherhöfen kommt eine besondere Bedeutung zu. Bei einem Erfolg wäre der SVD bis auf zwei Punkte an den Konkurrenten aus Hamm heran – und der belegt als 13. den ersten der vier Abstiegsplätze. Das sei wichtig für den Kopf, sagt Lohrmann: „Wir müssen einfach gut aus den Startlöchern kommen – letztlich ist es egal, gegen wen.“ Es folgen die Spiele bei SW Hultrop, einem weiteren direkten Konkurrenten im Keller, sowie gegen Wolbeck (9.), in Freckenhorst (5.) und gegen Oestinghausen (7.).

„Wir gucken jetzt aber erst einmal nicht auf die Tabelle. Wenn man gut spielt, dann kommen die Punkte automatisch“, sagt Lohrman – und zitiert Adi Preißler: „Entscheidend ist auf’m Platz.“ Wobei dieser Satz den meisten jüngeren Spielern bekannt sein dürfte, Preußen Münsters wohl berühmtester Kicker aber nicht mehr: „Ich habe kürzlich mal vom Fritz-Walter-Wetter gesprochen. Da haben mich einige angeguckt und gefragt: Wer ist denn das?“

In der Vorbereitung spielen sich die Drensteinfurter noch beim VfL Mark (22. Januar), beim TuS Hiltrup (26.), daheim gegen Lohrmanns Heimatverein SVF Herringen (29.1.) und bei Vorwärts Ahlen (5. Februar) auf den Re-Start ein.

Diogo Castro kommt aus Roxel

Der 32-jährige Sturm-Routinier Diogo Castro vom BSV Roxel (Lohrmann: „Fußballerisch und menschlich ein echter Gewinn für uns“) ist dann neu dabei, zudem kommen einige Spieler aus längeren Verletzungspausen zurück wie der offensive Mittelfeldmann Sven Gröneweller oder die Angreifer Robin Wichmann und Fabio Bories. Linus Westhoff, Simon Schröten und Daxaz Maho, der in der Hinrunde die meisten Tore erzielt hat, kommen aus der zweiten Mannschaft hinzu. „Es sind zwar zwei Ligen Unterschied, aber die drei sind hoch motiviert und werden ihre Chance bekommen“, sagt Lohrmann.

Die Systemfrage: 4-2-3-1 oder 3-4-3

„Insgesamt“, sagt er, „haben wir jetzt im Angriff deutlich mehr Optionen.“ Wenn nicht sogar ein Überangebot. Um diese PS zusätzlich auf den Platz zu bekommen, würde sich Lohrmann auch von seinem Lieblingssystem trennen: „Im 4-2-3-1 habe ich die meisten Optionen“, sagt er, aber bei so viel Offensive könne er sich auch ein laufintensiveres 3-4-3 vorstellen, wenn „ich die passenden Außenbahnspieler dafür habe“.

Gegen Roxel am Sonntag werden einige Spieler wie Gröneweller geschont, andere haben Urlaub. „Aber das ist in der Vorbereitung ja völlig normal. Wir haben immer noch 18 Spieler dabei.“ Ein sportliches Wiedersehen mit dem Drensteinfurter Oliver Logermann wird es nicht geben. Er war zur Winterpause als Trainer des BSV Roxel zurückgetreten.

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