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Platzwart Dresenkamp: „Nicht aus der Begeisterung heraus öffnen“

Nichts los: So sieht es auf der Anlage des Tennis-Clubs Drensteinfurt aktuell aus.	Foto: Kleineidam
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Nichts los: So sieht es auf der Anlage des Tennis-Clubs Drensteinfurt aktuell aus.

Tennis spielen ist in NRW wieder erlaubt – zumindest unter freiem Himmel und mit weiteren Einschränkungen. Doch ist Tennis spielen auch wieder möglich? Beim TC Drensteinfurt jedenfalls noch nicht. Die Plätze auf der Anlage müssen noch instand gesetzt werden. 

Drensteinfurt – „Es ist nicht so, wie einige sagen: Die Sonne scheint, wir können sofort starten. Man darf nicht aus der Begeisterung heraus einfach die Plätze aufmachen, sondern muss das mit Verstand machen. Das muss strukturiert und organisiert werden“, sagt Manfred Dresenkamp. Er ist nicht nur Sport-, sondern auch Platzwart des Vereins.

„Es ist in einer Zeit erlaubt worden, in der im Grunde genommen 90 Prozent aller Tennisplätze ruhen“, sagt Dresenkamp zu den ersten Lockerungen im Bereich Sport. Es gebe zwar Anlagen mit einem besonderen Untergrund wie in Münster an der Sudmühle, wo Plätze ohne Grundinstandsetzung geöffnet werden. „Ein bisschen nacharbeiten, Netze drauf und fertig“, beschreibt Dresenkamp das Vorgehen im Groben. „Unsere Situation in Drensteinfurt lässt es aber nicht zu, dass wir punktuell die Plätze öffnen. Wir dürfen im Moment ja keine Arbeitseinsätze mit den Mitgliedern machen.“

Der TCD stehe nach einer Absprache mit dem Unternehmer, mit dem der Club bei der Aufarbeitung der acht Plätze zusammenarbeitet, wie viele andere Vereine in der Warteschlange. Die Versorgung mit Tennisasche sei im Moment sehr schwierig – auch wegen des Wintereinbruchs. „Es konnte nicht so viel produziert werden. Der Unternehmer kann uns nicht aus dem Stand bedienen“, berichtet Dresenkamp. In dieser Woche wird der Platzwart mit den Vorbereitungen beginnen. „Damit wir sofort starten können, wenn der Unternehmer uns grünes Licht gibt.“

Es ist nicht so, wie einige sagen: Die Sonne scheint, wir können sofort starten.

Manfred Dresenkamp

Im vergangenen Jahr hatte Dresenkamp Anfang März die Arbeiten auf der Anlage an der Kleiststraße aufgenommen. „Nach drei Wochen waren die Plätze fertig. Noch nie waren wir so früh fertig.“ Genutzt werden durften sie allerdings nicht. Der erste Lockdown sorgte für eine verlängerte Winterpause, erst am 7. Mai gab das Land die Tennisplätze frei. „Wenn die Plätze nicht bearbeitet und bespielt werden, kommt das Gras langsam hoch.“

Das soll sich in diesem Jahr natürlich nicht wiederholen. Dresenkamp hofft, dass die Mitglieder Ende März wieder spielen können. „Das ist realistisch“, sagt das Vorstandsmitglied des TCD zum Zeitplan. Üblicherweise waren die Plätze immer erst Anfang oder Mitte April bespielbar.

--- Pandemie bremst die Herren 40 des TCD aus ---

Der Westfälische Tennis-Verband (WTV) hält weiter an seinem Zeitplan fest. Dass die Sandplatzsaison wie geplant im Mai startet, wenn das Infektionsgeschehen mitspielt, ist für den Sportwart ebenfalls realistisch. „Es war immer so, dass wir Mitte April erstmals auf die Plätze gehen konnten und im Mai der Spielbetrieb losging. Das ist für uns ganz normal.“ Ein kleiner Nachteil aktuell sei, dass die Halle nicht genutzt werden darf. „Das hat das Ganze früher ausgeglichen bei schlechtem Wetter. Die Wintersaison geht nämlich eigentlich bis Ende April.“

Apropos Halle: Dass es keine einheitlichen Bestimmungen gibt und in den Bundesländern Niedersachsen und Hessen zum Beispiel Tennis auch unter dem Dach möglich ist, ist für Manfred Dresenkamp völlig unverständlich. „Wer soll das denn verstehen?“, fragt er und sagt: „So kommt doch Unfrieden auf.“ Dresenkamp würde eine einheitliche Regelung begrüßen.

Elf Seniorenteams wollen teilnehmen

Die Nennung der Mannschaften für die Sandplatzsaison ist Corona-bedingt in diesem Jahr bis zum 5. März möglich. In der Übergangssaison 2020 – Absteiger gab es nicht – stellte der TC Drensteinfurt sieben Seniorenmannschaften und sechs Jugendteams. In diesem Jahr wollen elf Seniorenteams an den Start gehen, darunter eine Breitensportmannschaft (Herren 65). „Es gibt natürlich ein paar Altersklassenwechsel. Wir werden einen hohen Anteil an Herren 50 haben“, erklärt Dresenkamp. „Bei den Jugendlichen gab es eine Abfrage, sie werden von Markus Hellenkemper und Florian Rönick (1. und 2. Jugendwart/Anmerkung der Redaktion) als Mannschaften gemeldet.“ Vom 22. bis zum 31. März erfolgt die namentliche Meldung beim WTV, die Spielpläne werden voraussichtlich am 1. April veröffentlicht.

Unsicher ist Manfred Dresenkamp, ob der Nachwuchs trotz der langen Pause seit November komplett bei der Stange bleibt. „Wir haben einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen im Training gehabt, die jetzt aus dem Rhythmus sind. Ob wir die alle wieder einfangen können, ist eine andere Frage“, sagt der Stewwerter.

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