Drepper engagiert sich als Obmann und Trainer beim SVD

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Mit Lorenz Jedanowski (3.v.l.) und Kilian Schriever (3.v.r.) trainiert Manfred Drepper die E1-Junioren des SV Drensteinfurt.

Drensteinfurt - Langeweile ist ein Fremdwort für Manfred Drepper. Er trainiert Nachwuchsmannschaften, sucht Trainer, bereitet Turniere vor, besucht Staffeltage, nimmt an Vorstandssitzungen teil und, und, und.

Der Juniorenobmann ist beim Sportverein Drensteinfurt (SVD) sozusagen der Mann für alle Fälle.

Der gebürtige Stewwerter, der früher in der Messdienermannschaft Fußball spielte, ist eigentlich Handballer. Für die DJK Olympia Drensteinfurt war er sowohl in der Jugend als auch bei den Senioren in der zweiten Mannschaft aktiv. Seit der Saison 2001/02 engagiert sich „Manni“ Drepper ununterbrochen als Coach beim SVD. „Georg Woltering war damals Trainer der Minikicker und hat mich angesprochen“, erinnert sich der 56-Jährige. Sein Sohn Dennis spielte zu der Zeit auch bei den Minis. Drepper übernahm eine F-Jugend. „Ich bin mit Dennis mitgegangen – bis zur C-Jugend.“ Trainerkollegen waren Wilfried Frohne, Jürgen Grönewäller und Ben Ardehari. Neben seinem Sohn trainierte Drepper damals auch Sven Grönewäller und Leon van Elten, die heute für die erste Mannschaft des SVD in der Bezirksliga spielen.

Ab Sommer nur noch Coach der Minikicker

Als Dennis in die B-Jugend wechselte („Irgendwann musste er mal einen anderen Trainer haben“), fing „Manni“ Drepper wieder unten an und kümmerte sich – mit seinem Sohn und Christopher Bolmerg – um die Minis. Auch zurzeit coacht der Drensteinfurter die Minikicker – dienstags von 15.45 bis 16.45 Uhr gemeinsam mit Tim Hoffmann. Außerdem betreut er mit Lorenz Jedanowski, Kilian Schriever und Detlef Borgmann die E1-Junioren (U11), die sich dienstags und donnerstags von 16.45 bis 18.15 Uhr auf dem Sportplatz im Erlfeld treffen. In der kommenden Saison wird Drepper „nur“ noch die Minis trainieren. „Zwei Mannschaften – das wird mir auf Dauer zu viel“, sagt er.

Einen Trainerschein hat der 56-Jährige zwar nicht, aber in Kaiserau an drei Wochenenden Schulungen absolviert. Dafür ist Drepper im Besitz eines Schiedsrichterscheins. „So ist man regelfester.“ Ein offizielles Spiel gepfiffen hat er allerdings noch nie – dazu fehlten einfach Zeit und Lust.

Im Vorstand des SVD ist Drepper seit 2003. Zunächst war er Beisitzer. 2005 übernahm er das Amt des stellvertretenden Jugendobmanns, Ende 2014 wurde er als Nachfolger von Manfred Reimann zum neuen 1. Obmann der Nachwuchsfußballer gewählt. Die anfallenden Aufgaben erledigt Drepper „in enger Zusammenarbeit“ mit Christoph Semptner. „Das klappt super“, lobt er seinen Stellvertreter und die anderen Kollegen des Jugendvorstandes: „Die Aufgaben sind besser verteilt als früher.“

„Irgendwas ist immer“

Etwa zehn Stunden pro Woche ist der Vater von zwei Söhnen, der bei der Stadt Drensteinfurt beschäftigt ist, während der Saison auf dem Sportplatz. Einiges, vor allem Telefonate, erledigt er von zu Hause aus. „Irgendwas ist immer“, sagt Drepper. Und sonntags fährt er zu den Spielen des TuS Haltern. Für den Landesligisten läuft sein Sohn Dennis momentan auf. „Ich habe fast kein Spiel von ihm verpasst. Das klappt aber alles nur, weil ich eine tolle Frau habe, die das alles mitmacht.“ Er sei zwar oft weg, sagt Renate Drepper, aber „ihm macht das Freude“ – und das sei das Wichtigste. Urlaub und Wandern dienen als Ausgleich zur Vereinsarbeit.

Auf die Frage, warum er so viele Stunden seiner Freizeit in den Fußballnachwuchs investiere, hat „Manni“ Drepper schnell eine Antwort: „Die Arbeit mit den Jungs macht mir einfach Spaß.“ Besonders gern denkt er an die Team-Ausflüge zum Ferien- und Erholungspark Alfsee im Landkreis Osnabrück zurück und an das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga mit der C-Jugend – auch wenn das gegen Preußen Münster II verloren ging.

An ein Ende seines ehrenamtlichen Engagements als Jugendobmann des SVD denkt der Anhänger des FC Bayern München dagegen noch nicht. „Wenn du es so lange machst, willst du es auch vernünftig übergeben, wenn sich einer findet“, sagt der 56-Jährige. Bis dahin bleibt Langeweile ein Fremdwort für Manfred Drepper.

20 Jugendteams

Der SVD hat momentan 15 Jungen- und fünf Mädchenmannschaften. Weitere Infos gibt es unter: www.sv-drensteinfurt.de.

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