Fußball

Malte Wessel: „Vertreten den SV Drensteinfurt relativ gut“

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Trainer Malte Wessel ist gerade mal 24 Jahre alt.

Drensteinfurt – Erstmals seit der Saison 2012/2013 läuft wieder eine dritte Mannschaft für die Seniorenfußballabteilung des SV Drensteinfurt auf. Bevor es am 17. Februar mit dem Heimspiel gegen Polonia Münster weitergeht, zog Trainer Malte Wessel (24 Jahre) im WA-Interview eine Zwischenbilanz.

Mit drei Siegen und zwölf Niederlagen steht ihr in der Winterpause auf dem vorletzten Platz – vor GW Albersloh II. Wie fällt die Zwischenbilanz aus?

Wessel: Nicht so wie wir uns das am Anfang der Saison erhofft hatten. Wir haben gehofft, dass wir den einen oder anderen Punkt mehr mitnehmen. Das hätten wir auch machen müssen. Wir haben leider mehrere Spiele, in denen wir geführt haben, in der Schlussviertelstunde hergeschenkt.

- - - Die Tabelle - - -

Woran lag das? Wart ihr nicht fit genug?

Man kann es am 40-Mann-Kader festmachen. Da dauert es natürlich eine Zeit, bis sich die Leute gefunden haben, sodass eine gewisse Harmonie auf dem Platz herrscht. Und die war am Anfang noch nicht gegeben. Das Zusammenspiel sollte in der Rückrunde besser klappen.

Höhepunkt war sicherlich das Derby gegen den SV Rinkerode II (0:5) an einem Freitagabend Mitte November, oder? 

170 Zuschauer – das schafft nicht mal die erste Mannschaft des SVD in der Bezirksliga. Ja, genau. Es ist schon bärenstark, welch großen Zuspruch die Dritte – so wird das Team ja genannt – hat. Selbst bei meiner Arbeit werde ich darauf angesprochen. Ich glaube, wir vertreten den SV Drensteinfurt relativ gut.

Wart ihr überrascht, dass so viele gekommen sind? 

Wir hatten einen Aufruf über die sozialen Netzwerke gestartet und mit 50 bis 80 Leuten gerechnet. Niemand von uns hatte erwartet, dass an die 200 Zuschauer kommen. Leider haben wir verloren. Allerdings hatte der Rinkeroder Trainer Spieler aus der ersten Mannschaft mitgenommen, sodass es kein Duell auf Augenhöhe war. Das war ein bisschen ärgerlich.

- - - Bericht über die Gründung - - -

In welchem Mannschaftsteil gibt es die größten Baustellen?

Im Tor. Ich will unserem Torwart nicht zu nahe treten, aber Joshua Olbrich ist kein gelernter Torwart. Wir haben keinen gelernten Torwart. Wir können froh sein, dass er sich überhaupt bereit erklärt, sich hinten reinzustellen. Florian Schlüter war mal angedacht, aber er ist verletzt immer wieder ausgefallen. Er hat mir allerdings Bescheid gegeben, dass er jetzt wieder einsteigen und es probieren möchte.

Dario Popil hat die meisten Spiele (13) und immer die komplette Spielzeit absolviert. Wie macht sich ein 20-Jähriger als Kapitän?

Eigentlich ist Max Fronda der Kapitän. Dario ersetzt ihn, weil Max nicht so oft spielen kann. Und er macht seine Sache nicht schlecht. Dario ist immer beim Training und zieht die Leute auf jeden Fall mit. Wobei ich sagen muss: Bei uns steht der Spaß im Vordergrund. Es wird nicht immer alles so ernst genommen.

Dario Popil hat die meisten Spiele absolviert.

44 Spieler habt ihr in den 15 Partien eingesetzt. Der Kader ist also groß genug? 

Auf jeden Fall. Meistens habe ich die Qual der Wahl. Das Problem beim Rinkerode-Spiel war, dass ich über 35 Zusagen hatte und leider nur 14 Leute einsetzen durfte. Den anderen musste ich sagen, warum sie nicht spielen.

Das war aber eine Ausnahme, oder? 

So viele Leute habe ich sonst sonntags nicht. Aber 22 bis 25 Spieler stehen regelmäßig zur Verfügung.

Was ist noch möglich in dieser Saison und was nehmt ihr euch vor für die Rückrunde? 

Meine persönliche Ziele sind, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen und die Derbys gegen Albersloh und in Rinkerode zu gewinnen. Außerdem wollen wir natürlich nicht mehr so viele Gegentore in den letzten Minuten bekommen.

Wird es die dritte Mannschaft auch in der Saison 2019/20 geben? 

Ja, definitiv. Joshua, der auch das ganze Organisatorische erledigt, hat mir gesagt, dass es die Dritte weiter geben soll. Ich würde auch weiterhin den Trainer machen. Eventuell kommt noch jemand als Coach hinzu.

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