Engagierter Jugendfußballer

Linus Brüse spielt für die U17 des SVD und trainiert die U10 I

Die U10 I des SV Drensteinfurt und ihre Trainer: (von links) Klaus Rosendahl, Linus Brüse und Manfred Heinze.
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Die U10 I des SV Drensteinfurt und ihre Trainer: (von links) Klaus Rosendahl, Linus Brüse und Manfred Heinze.

Linus Brüse ist durch und durch Fußballer. Vom langen Lockdown ist er doppelt betroffen. Schließlich muss der seit heute (20. Januar 2021) 16-Jährige nicht nur als Torhüter der Drensteinfurter U17-Junioren auf Mannschaftstraining und Spiele verzichten, sondern auch als Teil des Trainerteams der U10 I. 

Drensteinfurt – „Es ist schon stark langweilig“, sagt Linus angesichts der außergewöhnlichen Zeiten.

Erstmals als Jugendtrainer des SVD engagierte er sich, als er zwölf Jahre alt war. „Eher durch einen Zufall“ sei er zu dieser Aufgabe gekommen. „Mein kleiner Bruder Anton hat in der U7 gespielt“, erinnert Linus sich. Trainer der Truppe waren Manfred Heinze und Klaus Rosendahl. „Ich bin immer mit den Jungs hochgegangen.“ Seit dieser Saison sind die drei für die erste Mannschaft der Altersklasse U10 verantwortlich. Linus kümmert sich als Keeper natürlich um die Torhüter. Mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen sowie 33:24 Toren steht das Team des SVD in der Gruppe 6 der Kreisliga Münster auf Tabellenplatz fünf, die Saison ist Corona-bedingt seit Ende Oktober unterbrochen.

Im Alter von vier Jahren war Linus nach Drensteinfurt gezogen, als Vier- oder Fünfjähriger ist er erstmals zum Training des SVD gegangen. „Mein Vater hat mich hingebracht.“ Der spielte auch Fußball, lief etwa 30 Jahre für Blau-Weiß Ottmarsbocholt auf. Linus war zunächst ein Allrounder, spielte also auf verschiedenen Positionen. Seit der E-Jugend ist er Torwart. Seine Trainer waren unter anderem Tim Weichenhain und Patrick Reiske sowie Christian Niemann und Lorenz Jedanowski. Unter den beiden Letztgenannten wurde Linus 2019 mit der C1-Jugend Kreisliga-Meister.

Seit Sommer ist der Zehntklässler des Immanuel-Kant-Gymnasiums Hiltrup Schlussmann der B-Junioren. Die werden von Pascal Bonnekoh, Philipp Ressler und Jonas Weber gecoacht und haben als Tabellenfünfter der Qualifikationsgruppe 4 den Einzug in die Leistungsliga verpasst. Nur ein Sieg und insgesamt vier Punkte sprangen in fünf Spielen heraus.

Es macht halt Spaß.

Linus Brüse

Normalerweise ist der 16-Jährige, der drei Brüder hat, also des Öfteren im Sportzentrum Erlfeld anzutreffen. In der Regel trainiert er zwei- bis dreimal pro Woche mit der U17 und zweimal den Nachwuchs. Hinzu kommen jeweils ein Spiel samstags und sonntags. Und warum das alles? „Es macht halt Spaß“, sagt Linus.

Doch aktuell herrscht größtenteils Langeweile, was sein Hobby betrifft. Zwar geht er ab und zu mit einem Freund zum Kicken auf den Fußballplatz oder absolviert per Videokonferenz unter der Leitung von Ressler ein Fitnesstraining mit der U17, doch ansonsten findet nichts statt. Teamtraining und Spiele sind verboten, Turniere finden ebenfalls nicht statt. „In den Ferien war es noch langweiliger“, sagt Linus. Denn sonst stehen in der Winterpause sechs, sieben Turniere an. „Ich bin froh, wenn es wieder losgeht – auf jeden Fall“, betont der junge Stewwerter.

Lob vom Jugendobmann

Während er beruflich noch keine konkreten Vorstellungen hat, will er als Jugendtrainer erst mal weitermachen – und bis zum Ende der E-Jugend-Zeit weiter die gleiche Mannschaft trainieren. Eine Saison hängt er deshalb auf jeden Fall noch dran. „Mal gucken, was dann kommt.“ SVD-Jugendobmann Manfred Drepper freut sich über das Engagement von Linus. „Er ist für sein Alter schon lange dabei und macht sehr viel“, lobt er den Nachwuchstrainer.

Der ist als Fußballer natürlich auch Fan – des Rekordmeisters FC Bayern München. Aber „nicht so stark“, wie er selbst sagt. „Ich freue mich, wenn die Bayern gewinnen, aber die Bundesliga ist in den vergangenen Jahren langweilig geworden.“ Das Gleiche gelte zum Teil für das DFB-Team. „EM und WM schaue ich gerne. Wenn es allerdings um nichts geht und die Nationalmannschaft mit ihrer B-Elf spielt, kann man es sich nicht angucken.“

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