Interview zum Saisonstart

SVD-Kapitän Leon van Elten: „Das Wichtigste ist, dass wir nicht absteigen“

Will mit der Kapitänsbinde vorangehen: Leon van Elten (rechts).
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Will mit der Kapitänsbinde beim SV Drensteinfurt vorangehen: Leon van Elten (rechts).

Leon van Elten hat beim SV Drensteinfurt das Kapitänsamt übernommen – und damit auch eine Menge Verantwortung. Am Sonntag (29. August, 15 Uhr) bestreitet der Fußball-Bezirksligist beim TuS Germania Lohauserholz in Hamm (Kunstrasenplatz Am Hahnenbach) sein erstes Meisterschaftsspiel seit dem 25. Oktober 2020.

Drensteinfurt - Vor dem Saisonauftakt (hier geht`s zum Liveticker) spricht der Dienstälteste im Kader der ersten Mannschaft im WA-Interview über die Vorbereitung, den ersten Gegner, die Möglichkeiten, die Favoriten und die Trainer.

Viele Testspiele, gute Ergebnisse, das Aus im Westfalen- und das Weiterkommen im Kreispokal: Wie bewertest Du die Vorbereitung?
Die Ergebnisse waren auf jeden Fall in Ordnung. Vier Testspiele waren innerhalb von einer Woche (beim Schlering-SVD-Cup/Anmerkung der Redaktion), deswegen sind nicht alle sehr aussagekräftig. In dem einen oder anderen hätten wir bessere Leistungen erbringen können. Ansonsten fand ich es persönlich ein bisschen schade, dass wir nur gegen Kreisliga-Mannschaften gespielt haben und erst am Sonntag den ersten richtigen Test hatten – natürlich gegen einen sehr starken Bezirksligisten (0:3 im Westfalenpokal bei RW Westönnen). Das Training von Daniel und Volker war sehr gut. Was ich schade fand, ist, dass wir bis zum Spiel gegen Preußen Münster eine Trainingsbeteiligung von 20 Mann hatten, sie dann stark abfiel und wir zwischenzeitlich nur zwölf waren. Jetzt, kurz bevor die Saison losgeht, sind wir wieder bei 16 Leuten angekommen. Aber das ist ja immer so in der Vorbereitung.
Nach zehn Monaten Zwangspause geht es am Sonntag erstmals wieder um Punkte. Wie groß ist die Vorfreude?
Bei der Mannschaft ist sie extrem. Es ist das erste richtige Pflichtspiel wieder. Den Pokal klammere ich mal ein bisschen aus, die Partien nimmt man nicht ganz so ernst wie die Meisterschaftsspiele. Bei mir persönlich steht aus zeitlichen Gründen noch nicht fest, ob ich am Sonntag spielen kann. Wenn nicht, wird es aber wahrscheinlich das einzige Spiel sein, bei dem ich fehle.
Was erwartet Euch am Sonntag in Lohauserholz?
Wir haben lange nicht mehr gegen sie gespielt. Ich weiß nicht, inwieweit sich die Mannschaft verändert hat. Ich habe mir mal die Ergebnisse in der Vorbereitung angeguckt, und die sagen schon aus, dass sie hinten anfällig sind, aber auch ganz gut Tore schießen können. Ein Sieg sollte drin sein, wenn wir defensiv stabil stehen und unsere Möglichkeiten nutzen.
Es folgen die Duelle mit Sünninghausen, Oestinghausen und Soest. Wie viele Punkte sind möglich an den ersten Spieltagen?
Soest und Oestinghausen schätze ich schon stärker ein. Sünninghausen sollte schlagbar sein. Es wäre wichtig, wenn wir in den ersten beiden Spielen punkten, bevor schwerere Gegner kommen. Ansonsten kann ich es nach der langen Pause nicht so gut einschätzen, auf was für einem Niveau sich die Bezirksliga befindet. Ich hatte bei den Kreisliga-Mannschaften, gegen die wir in der Vorbereitung gespielt haben, das Gefühl, dass sie ein bisschen schwächer geworden sind.
Welche Platzierung im Endklassement traust Du Euch nach dem personellen Umbruch zu? Die Fluktuation der Spieler war ja schon hoch.
Das Wichtigste ist erst mal, dass wir nicht absteigen. Ich traue uns auf jeden Fall zu, dass wir im Mittelfeld landen. Das sollte das Ziel sein meiner Meinung nach. Wir haben jetzt viele junge Spieler, viele Spieler, die von der Bank kommen und nur ein paar Minuten Landesliga- oder Bezirksliga-Erfahrung haben.
Wer wird im Kampf um die Meisterschaft mitmischen?
Für mich sind ganz klar Westönnen, Freckenhorst und Soest die Favoriten.
Du bist schon seit acht Jahren dabei, nun wieder Kapitän und damit in der Verantwortung. Wie siehst Du Deine Rolle in der ersten Mannschaft?
Ich muss komplett die Verantwortung übernehmen, sehe aber noch zwei, drei andere Spieler, die Verantwortung übernehmen müssen: Markus Fröchte, der leider verletzt ist, Steffen Scharbaum auch, und Dennis Popil muss jetzt ein bisschen mehr aus sich rauskommen. Viel mehr liegt es aber an mir, weil wir viele junge Spieler haben, die in meiner Alterskategorie sind, aber noch nicht so viel Bezirksliga-Erfahrung haben. Einer der wichtigsten Spieler ist auch Falk Bußmann. Er muss als Stürmer Tore machen.
Wie macht sich das neue Trainerduo Volker Rüsing und Daniel Stratmann?
Sie sind beide sehr sympathisch und sehr engagiert, haben uns eine Physiotherapeutin und eine Athletiktrainerin besorgt, was sehr gut ist. Sie gehen auch darauf ein, wenn aus der Mannschaft ein Vorschlag kommt. Wie es in der Saison laufen wird, werden wir sehen.

Zur Person: Leon van Elten

Leon van Elten ist 26 Jahre alt und studiert Geschichte und Geografie auf Lehramt. Als Dreijähriger startete er beim SVD. Vier Jahre lief er für den TuS Hiltrup auf. „Die C- und B-Jugend habe ich da komplett gespielt“, sagt van Elten. Als A-Jugendlicher wechselte er zurück zum SVD. „Ich durfte ab der A-Jugend im Seniorenbereich trainieren, als Altjahrgang habe ich dann komplett dort gespielt.“ Mittlerweile spielt van Elten seit acht Jahren in der ersten Mannschaft. Kapitän war er schon mal für eine Saison. „Da war ich 21 oder 22 Jahre.“

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