Jugendfußball

Leistungsliga erstmals ohne den SV Drensteinfurt?

Die D1-Junioren des SV Drensteinfurt – Coach ist Patrick Breitscheid (links), Co-Trainer Linus Westhoff – haben den ersten Punkt geholt, stehen aber weiter am Tabellenende ihrer Qualifikationsgruppe.
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Die D1-Junioren des SV Drensteinfurt – Coach ist Patrick Breitscheid (links), Co-Trainer Linus Westhoff – haben den ersten Punkt geholt, stehen aber weiter am Tabellenende ihrer Qualifikationsgruppe.

In den vergangenen drei Spielzeiten hatte sich immer eine Nachwuchsmannschaft des SV Drensteinfurt für die Leistungsliga qualifiziert. 2016/17 waren es sogar drei Teams gewesen. Doch in dieser Saison sieht es so aus, als würde der Stewwerter Sportverein erstmals komplett leer ausgehen. 

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – Gute Chancen auf die Quali haben dagegen drei Mannschaften der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Albersloh/Rinkerode.

A-Junioren

Die U19 des SV Drensteinfurt hat zumindest theoretisch noch die Möglichkeit, nach fünf Jahren mal wieder den Sprung in die Leistungsliga zu schaffen. Die Jungs von Trainer Volker Rüsing stehen nach dem 4:1-Erfolg bei der JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle – Lorenz Kuhlmann entschied die Partie mit vier Toren fast im Alleingang – mit neun Punkten aus fünf Spielen zwar auf dem dritten Platz in der Gruppe 4 und treffen nach dem Duell mit dem Tabellenfünften Vorwärts Ahlen (25. Oktober) noch auf den zweitplatzierten Ahlener Sport-Klub (zehn Zähler). Allerdings haben sie die Begegnung mit dem punktgleichen Werner SC 0:2 verloren. Und „bei Punktgleichheit in den Qualifikations- und Findungsrunden sowie anschließend in den Leistungsliga- und Kreisliga-Gruppen entscheiden zunächst die direkten Vergleiche dieser Teams über die Reihenfolge der Platzierung“, heißt es in den spieltechnischen Anweisungen des Kreisjugendausschusses (KJA) des FLVW-Kreises Münster.

„Das ist ärgerlich“, sagt Rüsing. Die Drensteinfurter müssen also beide Spiele gewinnen und darauf hoffen, dass der WSC gegen den Vorletzten TuS Ascheberg oder zum Abschluss der Runde beim Drittletzten JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle patzt. Rüsing macht sich jedenfalls wenig Hoffnung. Unerfreulich sei auch, dass mit RW Ahlen II (15 Punkte) eine extrem starke Truppe in der Gruppe sei, die sich schon jetzt für die Leistungsliga qualifiziert hat.

Das ist ärgerlich.

Volker Rüsing, Trainer der SVD-A-Jugend, dazu, dass der direkte Vergleich zählt

Die U19 von Fortuna Walstedde, in der viele spielen, die noch in der U17 auflaufen dürften, spielt keine Rolle. Nach fünf Niederlagen in den ersten fünf Partien wird das Team von Trainer Martin Tiggemann die Qualifikationsrunde wahrscheinlich als Letzter abschließen.

Besser sieht es für die JSG Albersloh/Rinkerode in der Gruppe 3 aus. Einer 0:2-Niederlage zum Auftakt bei der JSG Freckenhorst/Hoetmar folgten Siege gegen Everswinkel/Alverskirchen (4:1) und bei der SG Sendenhorst (4:3) sowie zuletzt ein 2:2 beim VfL Wolbeck. Mit sieben Punkten liegen die Jungs von Coach Detlef Hille als Tabellendritter nur zwei Zähler hinter dem Spitzenduo Sendenhorst und Hiltrup. Am Freitag (9. Oktober, 19 Uhr) empfängt die JSG in Albersloh das punktlose Schlusslicht Enniger/Vorhelm, zum Abschluss kommt am 8. November der TuS Hiltrup. Als Zweiter würde sich die JSG qualifizieren.

B-Junioren

Die U17 des SV Drensteinfurt musste sich am Sonntag der bis dato ebenfalls sieglosen JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle mit 1:4 geschlagen geben – das Tor erzielte Flemming Tegtmeier – und hat keine Chancen mehr, sich zu qualifizieren. Die magere Ausbeute nach vier Partien: ein Punkt. Am 25. Oktober geht‘s noch zum Vorletzten GW Amelsbüren, zwei Wochen später kommt es zum Kellerduell mit dem aktuellen Schlusslicht VfL Wolbeck. In der vergangenen, abgebrochenen Saison hatten die B-Junioren des SVD als Tabellenletzter die Quali verpasst.

Die U17 der JSG Albersloh/Rinkerode ist noch im Rennen – trotz der 2:9-Niederlage am Sonntag beim SV Herbern. Denn zuvor hatte die Mannschaft der Trainer Heinz-Josef Horstmann und Francois Lemarchand 3:1 in Amelsbüren und kampflos gegen Wolbeck gewonnen. Der 1:4-Niederlage in Hiltrup schloss sich ein 1:1 gegen Drensteinfurt an. Letzter Gegner ist am 8. November daheim der direkte Konkurrent JSG Nordkirchen/Südkirchen/Capelle. Im Vorjahr qualifizierte sich die JSG.

C-Junioren

2019 hatte die U15 des SV Drensteinfurt ein Ticket für die Leistungsliga gelöst. Diesmal scheint das nicht zu klappen. Nach der 2:4-Niederlage bei der JSG Mauritz/Eintracht in Münster kommt die Truppe von Christian Niemann und Lorenz Jedanowski auf vier Punkte – und reiht sich damit an fünfter Stelle in der Qualigruppe 3 ein. Am Samstag (10. Oktober, 11 Uhr) testet der SVD gegen Rinkerode/Albersloh I, die letzten beiden Gegner in der Runde heißen VfL Wolbeck (Heimspiel) und SG Telgte II. Platz vier ist auf jeden Fall noch möglich.

Die C1 der JSG Albersloh/Rinkerode darf sich Hoffnungen machen, in die Leistungsliga einzuziehen. Bislang gab es ein torloses Remis gegen den Werner SC sowie deutliche Siege beim TuS Hiltrup II (5:0) und beim SV Herbern (5:1). Das Team von Thomas Dämmer, Sandro Bördemann und Ole Fischer bekommt es noch mit den direkten Rivalen TuS Ascheberg – das Nachholspiel ist noch nicht angesetzt – und VfL Senden (24. Oktober) sowie Bösensell (7. November) zu tun. Mit zwei Erfolgen dürfte die Qualifikation perfekt sein.

D-Junioren

Die U13 des SV Drensteinfurt kämpfte letztmals in der Saison 2016/17 in der Leistungsliga um Punkte. Auch in dieser Spielzeit wird es nichts werden. Das steht schon fest. Die Mannschaft von Coach Patrick Breitscheid hat eine schwere Gruppe (4) erwischt und ist vor der letzten Aufgabe gegen Rinkerode/Albersloh I Tabellenletzter – mit einem Punkt und einem erzielten Tor. 0:0 trennten sich die D-Junioren zuletzt von der punktgleichen SG Selm, beim Spitzenreiter TuS Hiltrup setzte es zwei Tage später eine 0:9-Klatsche.

Auch für die U13 der JSG Rinkerode/Albersloh sieht es nicht gut aus. Der einzige Sieg gelang in Selm (5:4). Ansonsten kassierte der Tabellenfünfte nur Niederlagen: 1:9 gegen Herbern, 2:5 gegen Senden und 0:1 beim Werner SC. Die Neuner-Mannschaft von Trainer Wolfgang Buchholz trifft am 24. Oktober in Rinkerode noch auf Hiltrup und nach Allerheiligen auswärts auf Drensteinfurt.

So läuft die Qualifikation ab

Bei den U19-Junioren qualifizieren sich jeweils die beiden Erstplatzierten der fünf Gruppen für die eingleisige Leistungsliga, in der mit zehn Teams eine Hin- und Rückrunde gespielt wird. Der Erstplatzierte ist Kreismeister. Bei den U17-, U15- und U13- Junioren erreichen jeweils die drei Erstplatzierten aller fünf Quali-Gruppen sowie der beste Viertplatzierte die Leistungsliga. Die Sieger der beiden Achter-Gruppen (Hin- und Rückrunde) in den Altersklassen U17 und U15 tragen zum Abschluss das Endspiel um die Kreismeisterschaft aus. Bei den U13-Junioren gibt es erst ein Halbfinale. Die Kreismeister der U19-, U17- und U15-Junioren qualifizieren sich für die Aufstiegsrunden zur Bezirksliga oder steigen gegebenenfalls direkt auf. Bei gemeinsamen Staffeln aus zwei Kreisen – das ist bei den U19-Junioren der Fall (Münster und Beckum) – können zwei Teilnehmer gestellt werden. Der Kreismeister der U13-Junioren nimmt an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga teil.

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