Fußball

Langjähriger Oberliga-Spieler steigt beim SVR ins Trainergeschäft ein

Neuer Trainer beim SV Rinkerode: Janis Kraus.
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Neuer Trainer beim SV Rinkerode: Janis Kraus.

Er hat Zweitliga-Luft geschnuppert, kam in der 3. Liga und sogar im DFB-Pokal zum Einsatz, kommt auf über 100 Oberliga-Spiele und ist ab sofort Coach beim A-Kreisligisten SV Rinkerode.

Rinkerode – Janis Kraus steigt ins Trainerteam der ersten Mannschaft ein und bildet mit Sven Kuschel und Jörg Raabe-Staljan, die seit dem Sommer in der Verantwortung stehen, nun ein gleichberechtigtes Trio.

„Er hat einen Einstieg ins Trainergeschäft gesucht“, sagt Burkhard Weber, der die Fußballabteilung beim SVR leitet. „Wir hatten recht gute Gespräche miteinander und haben ganz schnell gemerkt, dass wir so ein Know-how nicht gehen lassen dürfen und dass wir voneinander profitieren können.“ Der 31-Jährige habe „viel Erfahrung“ als Fußballer, sei total nett und auf dem Boden geblieben, ist Weber voll des Lobes. „Er wird mit sofortiger Wirkung als weiterer Bestandteil unser Trainerteam unterstützen.“

Im Sommer will Kraus, der verheiratet ist, seit Anfang 2020 in Rinkerode wohnt und nach seinem Jurastudium zurzeit am Amtsgericht Ahlen als Richter arbeitet, die B-Lizenz erwerben. „Er kriegt bei uns die Möglichkeit, schon jetzt aktiv zu arbeiten, und wird gleichberechtigt mit eingespannt“, sagt Weber. Kuschel, Raabe-Staljan und Kraus hätten sich natürlich schon ausgetauscht. Perspektivisch sei es für alle Beteiligten „eine gute Sache. Wir erhoffen uns einen guten Schub und für unsere junge Truppe, dass er ihr einiges mitgeben kann“, sagt Weber.

Für mich ist es für den Einstieg optimal.

Janis Kraus

Für Kraus war schon länger klar, dass er nach seiner Laufbahn als Aktiver, die durch schwere Verletzungen erst unterbrochen und dann beendet wurde, etwas im Trainerbereich machen möchte. „Ich wollte erst mal den Jobeinstieg abwarten“, sagt er. Ende Februar kam der Kontakt zum SVR zustande. „Dann ging alles relativ schnell, dass sie mir die Option angeboten haben, ins Trainerteam einzusteigen.“ Mit der Offerte hatte er in dem Moment gar nicht gerechnet. Schließlich sind Kuschel und Raabe-Staljan erst seit dieser Saison im Amt. „Für mich ist es für den Einstieg optimal – direkt vor der Haustür sozusagen“, sagt Kraus. Jugendtrainer war der 31-Jährige bereits. In seiner Zeit beim FC Gütersloh coachte er mit seinem Bruder Florian ein Jahr die D-Jugend.

Erste Schritte bei der SG Sendenhorst

Der Plan, die B-Lizenz zu machen, „steht eigentlich auch schon seit fast zehn Jahren. Durch die Verletzungen konnte ich nicht an den Lehrgängen teilnehmen. Der letzte ist Corona zum Opfer gefallen“, berichtet Kraus. Auf lange Sicht möchte er eigenverantwortlich eine Mannschaft trainieren. „Das ist schon grundsätzlich mein Gedanke – wo dann auch immer.“ Er kann sich auch eine Zusammenarbeit mit seinem Bruder vorstellen, der seit 2017 Coach des A-Kreisligisten SG Sendenhorst ist. „Das will ich gar nicht ausschließen.“

In der Jugend der SG Sendenhorst hatte Janis Kraus erstmals seine Fußballschuhe geschnürt. „Ich habe dort als kleiner Junge angefangen zu spielen“, blickt er zurück.

Den ausführlichen Bericht mit dem sportlichen Werdegang von Janis Kraus, der sich in einem DFB-Pokalspiel im Zweikampf mit dem damaligen Nationalspieler und späteren Weltmeister Per Mertesacker schwer verletzte, gibt es am Montag im Westfälischen Anzeiger (WA Drensteinfurt 21. März 2021).

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