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„Lächerliche Strafe“ aus Sicht von SG Oestinghausen: „Wir sind bestürzt“

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Von: Frank Zöllner

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Um dieses Spiel ging es: Bezirksligist SG Oestinghausen warf einem Akteur des SV Drensteinfurt vor, zwei SGO-Spieler rassistisch beleidigt zu haben. Foto: Rusche
Um dieses Spiel ging es: Bezirksligist SG Oestinghausen warf einem Akteur des SV Drensteinfurt vor, zwei SGO-Spieler rassistisch beleidigt zu haben. © Rusche

Dass der Spieler des Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt, der bei der 0:4-Niederlage in Oestinghausen zwei Spieler der Gastgeber schwer beleidigt haben soll, vom Verbandssportgericht freigesprochen wurde, kommt beim Gegner alles andere als gut an.

Drensteinfurt/Oestinghausen – „Wir sind bestürzt, weil der DFB sich auf die Fahnen geschrieben hat, gegen Rassismus energischer vorzugehen. Und nun kommt so eine lächerliche Strafe dabei heraus“, sagt Moritz Pipers, Spieler und zugleich Sportlicher Leiter bei SG Oestinghausen. „Für uns ist die Strafe zu gering für das, was er getan hat. Bei Soccerwatch ist auch zu sehen, wie Dervis zum Schiedsrichter geht und ihn darauf hinweist, dass er doch auf den betreffenden Spieler nach einigen Äußerungen zuvor nun achten soll.“

Dass es keine rassistischen Äußerungen in Richtung Pierre Wamba und Dervis Ustaoglu gab, bestreitet Pipers. Er gibt zu: „Wir wissen, dass wir einen Fehler gemacht haben, den Schiedsrichter nicht explizit darauf angesprochen und das erst später dem Staffelleiter gemeldet zu haben. Aber wir sind im Recht. Die Aussagen gab es, auch wenn wir jetzt so ein bisschen wie Lügner dastehen. Und das ist definitiv nicht der Fall.“

Das Wichtigste ist, dass alle anderen Mannschaften nun sensibilisiert sind.

Moritz Pipers

Dass der beschuldigte SVD-Spieler dennoch zwei Partien pausieren muss, findet auch Pipers skurril: „Das Urteil ist merkwürdig.“

Für SGO war es der richtige Schritt, den Vorfall offiziell zu melden. „Das Wichtigste ist, dass alle anderen Mannschaften nun sensibilisiert sind. Die Aussagen, die der Spieler getätigt hat, gehören nicht auf den Platz und es werden jetzt wohl alle genauer hinschauen“, sagt Pipers und hofft, dass es doch noch zu etwas führt, dass sein Verein ein Verfahren angestrengt hat.

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