Kurzhals kandidiert nicht mehr

Geschäftsführer Rak äußert sich vor Versammlung des RV Drensteinfurt

Andreas Rak ist Geschäftsführer beim Reiterverein Drensteinfurt.
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Andreas Rak ist Geschäftsführer beim Reiterverein Drensteinfurt.

Wahlen stehen an diesem Freitag bei der Generalversammlung des Reitervereins Drensteinfurt an – und damit auch Veränderungen. Denn Andreas Kurzhals, der sich seit 1994 als 1. Vorsitzender engagierte, steht für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Geschäftsführer Andreas Rak äußert sich im Interview mit WA.de.

Wie geht es Ihrem Verein vor der Hauptversammlung? Was waren die wichtigsten drei Themen des vergangenen Jahres?
Die Hauptversammlung hatte just im Jahr vor Corona beschlossen, den Turnierplatz auf den neusten Stand zu bringen, um wieder hervorragende Bedingungen zu bieten und den Turniersport aufrechtzuerhalten. Der Turnierplatz wurde praktisch neu und mit Kirchhellener Sand angelegt. Dies war eine enorme Investition für den Verein. Als die Pandemie kam und nicht wieder ging, war plötzlich unser Sommerturnier als zentrale Veranstaltung und wichtigste Einnahmequelle in der Schwebe. Den engagierten Reitern und Helfern, der Stadt Drensteinfurt und dem Vorstand ist es zu verdanken, dass wir in 2020 und 2021 das Turnier durchführen konnten. Die Bedingungen und Maßnahmen war durchaus herausfordernd und änderten sich bis zum Beginn des ersten Turniertages.
Während die Reiter – schon allein aus Tierschutzgründen – ihre Pferde immer bewegen und die Reitanlage mit Einschränkungen nutzen durften, hat Corona die Voltigierer voll erwischt. Voltigieren in der Gruppe war über Monate nicht erlaubt, und auch Lockerungen brachten immer nur kurze Normalität. Obendrein gab es Verletzungspech bei den Voltigierpferden und schwere Entscheidungen waren zu treffen. Mit zwei neuen und tollen Sportkameraden sind die Voltigiergruppen heute aber wieder gut aufgestellt.
Stehen besondere Entscheidungen bei der Versammlung an?
Auch im Reiterverein ist Superwahljahr. Der 1. Vorsitzende, 3. Vorsitzende, Geschäftsführer, Ausbildungsleiter und Kassierer werden gewählt. Unser 1. Vorsitzender Andreas Kurzhals wird nach vielen Jahren in der Verantwortung nicht mehr kandidieren, und wir führen den Generationenwechsel fort. Das Engagement im Verein ist spitze und es gibt junge Leute, die Aufgaben übernehmen wollen.
Was sind die drei wichtigsten Vorhaben in den nächsten zwölf Monaten?
Der Reiterverein nimmt teil am Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ des Landes NRW. Die Investitionen sind angelaufen, aber noch nicht abgeschlossen. Weitere Sanierungsarbeiten an der Außenanlage werden uns in den nächsten Monaten beschäftigen und enormes Maß an bürgerschaftlichem Engagement abverlangen.
Unser Turnier wurde in diesem Jahr wegen Corona auf zwei Wochenenden ausgedehnt. Das Format hat vielen gefallen, auch wenn es einen deutlichen Mehraufwand mit sich brachte. Wir werden den Umfang und das Angebot auf dem Sommerturnier neu diskutieren. Ich bin gespannt, wie das Turnier 2022 ausgestaltet sein wird.
Durch den fehlenden oder nur sporadischen Reitunterricht in den vergangenen eineinhalb Jahren sind wenig junge Reiter und Voltigierer nachgerückt oder im Sattel und am Gurt geblieben. Hier müssen wir wieder aufholen und Angebote schaffen.

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