Pokalspiel des SVD in der Verlängerung abgebrochen

+
Yannick Gieseler (rechts) gab mit dem SV Drensteinfurt den Sieg noch aus der Hand.

DRENSTEINFURT - Raus sind die Fußballer des SVD zwar nicht, aber auch nicht weiter. Schiedsrichter Daniel Graffe brach das Pokal-Halbfinalspiel am Donnerstagabend nach der ersten Halbzeit der Verlängerung ab. Der Grund: Es wurde zu dunkel. Die Bedingungen wären irregulär gewesen, hätte er die Begegnung fortgesetzt.

Kreispokal Münster, Halbfinale: SV Drensteinfurt – Warendorfer SU: abgebrochen. Sie standen so dicht vor dem Einzug ins Endspiel, jetzt müssen sie nachsitzen. Und daran sind sie selbst schuld. „Wir haben um das 2:2 gebettelt“, sagte Trainer Ivo Kolobaric und meinte den Ausgleich der dezimierten WSU in der dritten Minute der Nachspielzeit in Hälfte zwei.

Weil der Kunstrasenplatz zurzeit erneuert wird, wurde das Duell der beiden Bezirksligisten auf dem Naturrasen im Erlfeld ausgetragen. Rund 120 Zuschauer sahen eine ganz schwache erste Hälfte, in der den Drensteinfurtern so gut wie gar nichts gelang.

Kolobaric hatte es geahnt. „Duelle zwischen uns und Warendorf sind selten richtig geile Spiele“, hatte der Coach vor der Partie gesagt. In den ersten 30 Minute passierte nichts, dann gab es Elfmeter für die Gäste. Daniel Möllers hatte einen Warendorfer im Strafraum gefoult.

Ramazan Bas verwandelte den Strafstoß souverän (31.). Kurz vor der Pause schwächte sich die WSU selbst. Weil er einen Gegenspieler beleidigte, sah Dennis Nahrmann die Rote Karte (45.) – und erwies seinem Team damit einen Bärendienst.

In der Pause reagierte Kolobaric und wechselte doppelt. Yannick Gieseler und Patrick Kowalik kamen für Lars Hülsmann und Tobias Volkmar. Die erste Chance hatte Oliver Logermann. Seine verunglückte Flanke aus gut 40 Metern ging an die Latte (48.).

In der 57. Minute hätte Warendorf erhöhen können. Nils Helmer setzte Bas gekonnt in Szene, doch der Torschütze des 0:1 schoss über das Gehäuse. Fast im Gegenzug fiel der Ausgleich. Patrick Kowalik flankte, Isse Sander köpfte den Ball über die Linie (59.). Sieben Minuten später hatte der SVD die Partie gedreht. Nach einer Ecke traf Dennis Drepper aus dem Getümmel heraus zum 2:1.

In der 75. Minute entschärfte Drensteinfurts Keeper Daniel Stratmann eine Kopfballchance von Bas. Fünf Minuten später hätte Logermann das Spiel entscheiden müssen. Einen Konter über Sander schloss er – frei vorm Torwart auftauchend – mit einer Rückgabe kläglich ab.

Das rächte sich, nachdem auch Dennis Drepper aus der Distanz drüber geschossen hatte (90.+1). Eine Minute vor dem Schlusspfiff gelang Bernd Kieskemper der Ausgleich für die Gäste. Und den hatten sie sich in Unterzahl aufgrund der kämpferischen Leistung verdient.

Die erste Hälfte der Verlängerung, in der es keine Chancen gab, pfiff der gute Unparteiische noch an, die zweite nicht mehr. „Ich kann mir nicht erklären, was wir nach dem 2:1 abgeliefert haben“, sagte ein enttäuschter SVD-Coach Kolobaric. Wann die Pokalpartie wiederholt wird, steht noch nicht fest. Das Endspiel findet am 29. Mai (Christi Himmelfahrt) statt. - mak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare