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Trainer Malte Wessel über die Hinrunde, Probleme und Ziele der SVD-Dritten

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Von: Matthias Kleineidam

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Halbzeitansprache: Malte Wessel, Trainer des SV Drensteinfurt III, in der Pause des Heimspiels gegen den Spitzenreiter TuS Hiltrup III (1:5). Der 26-Jährige steht vor dem Ende seines Studiums, jobbt in einem Ingenieurbüro und in der Fachhochschule. Foto: Kleineidam
Halbzeitansprache: Malte Wessel, Trainer des SV Drensteinfurt III, in der Pause des Heimspiels gegen den Spitzenreiter TuS Hiltrup III (1:5). Der 26-Jährige steht vor dem Ende seines Studiums, jobbt in einem Ingenieurbüro und in der Fachhochschule. © Kleineidam

Als Tabellenneunter steht dritte Fußballmannschaft des SV Drensteinfurt im Niemandsland der Kreisliga C4 Münster. Malte Wessel ist seit 2018 Trainer der jungen Truppe. Zum Start der Vorbereitung äußert sich der 26-Jährige im WA-Interview zur Hinrunde, zum großen Kader, zum Potenzial seines Teams und zu seiner Zukunft als Coach beim SVD.

Drensteinfurt – Personelle Probleme, der Verlust von Leistungsträgern und bereits sieben Niederlagen: Es läuft sportlich zwar nicht schlecht für die dritte Mannschaft der SVD-Fußballer, doch es könnte besser laufen. Als Tabellenneunter stehen die Drensteinfurter im Niemandsland der Kreisliga C4 Münster. Malte Wessel ist 26 Jahre jung, aber schon seit 2018 Trainer der jungen Truppe. Für die geht es in der Meisterschaft erst am 6. März mit dem Spiel beim Elften SC Gremmendorf II weiter. Zum Start der Vorbereitung äußert sich Wessel im Interview mit Matthias Kleineidam zur Hinrunde, zum großen Kader, zum Potenzial seines Teams, zu den internen Abgängen und zu seiner Zukunft als Coach beim SVD.

15 Spiele, sieben Siege: Zu wenig oder zufriedenstellend?

Die Punktausbeute ist leider nicht zufriedenstellend. Jedoch muss man hierbei berücksichtigen, dass uns viele Stammspieler verletzungsbedingt gefehlt haben und zum Teil weiterhin fehlen werden.

Welches Spiel war Euer bestes, welches bleibt negativ in Erinnerung?

Unser bestes war das Spiel gegen Herbern III zu Hause (4:1 kurz vor der Winterpause gegen den damaligen Tabellenzweiten/Anmerkung der Redaktion). Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt und das umgesetzt, was wir lange trainiert hatten. Das Spiel gegen Rinkerode II (2:2 Anfang Oktober) bleibt negativ in Erinnerung, da wir dies in der zweiten Halbzeit aus den Händen gegeben haben. Zudem hat sich unser Kapitän Manuel Ostendorf eine langfristige Verletzung zugezogen.

39 Spieler hast Du bislang eingesetzt. So ist es schwierig, eine eingespielte Elf aufzubieten. Ärgert Dich das oder ist das normal für eine dritte Mannschaft?

Auf der einen Seite ist es ein positiver Aspekt, da wir einen breiten Kader zur Verfügung haben. Allerdings mussten wir den notdürftigen Kader oft mit Spielern, die wenig Trainingseinheiten gehabt haben, auffüllen. Es ist vollkommen richtig, dass wir so keine eingespielte Elf auf den Platz bringen können. Ärgern ist vielleicht der falsche Begriff, es ist eher eine Herausforderung, mit dem immer wechselnden Spielermaterial eine sich verstehende Einheit auf den Platz zu bringen.

Seit wann trainiert Ihr wieder und wie sieht die Vorbereitung aus?

Wir haben das Training vor gut zwei Wochen am 12. Januar wieder aufgenommen und sind es die ersten ein, zwei Wochen locker angegangen. Am Mittwoch sind wir mit der intensiven Vorbereitung gestartet, in der wir das eine oder andere Testspiel absolvieren möchten. Die Gegner und Termine sind jedoch noch nicht fix.

Was ist mit dem Nachholspiel beim TuS Ascheberg II? Das wird sicherlich Ende Februar direkt nachgeholt, oder?

Vermutlich wird dieses Spiel Ende Februar nachgeholt. Eine Absprache erfolgt wahrscheinlich in den nächsten Wochen.

Platz sieben ist nur zwei Punkte entfernt, auf Rang sechs fehlen dagegen sieben Zähler. Was ist noch möglich für Euch in der Tabelle?

Durch das eine oder andere weniger gute Spiel von uns ist der Abstand zu den oberen Tabellenplätzen etwas größer geworden. Momentan möchten wir unsere Platzierung behalten, da wir auch in Zukunft mit vielen personellen Problemen zu kämpfen haben. Ich möchte die Saison bestmöglich abschließen, und das traue ich meiner Mannschaft auch zu.

Erste statt dritte Mannschaft: Dario Seljmesi (am Ball) gehört nun zum Bezirksliga-Kader des SVD. Foto: Kleineidam
Erste statt dritte Mannschaft: Dario Seljmesi (am Ball) gehört nun zum Bezirksliga-Kader des SVD. © Kleineidam

--- Die Tabelle ---

Dario Seljmesi gehört nun zum Kader der ersten Mannschaft. Wie sehr schmerzt der vereinsinterne Wechsel? Und gibt es weitere personelle Veränderungen in der Winterpause?

Leider mussten wir Dario Seljmesi abgeben. Er hat mit mir gesprochen und den Wunsch geäußert, die Chance in der ersten Mannschaft zu ergreifen. Da möchte ich ihm keine Steine in den Weg legen und hoffe für ihn, dass es funktioniert. Dies ist leider nicht der einzige vereinsinterne Wechsel, da uns in der Vorrunde bereits Robin Krämer und Christian Hatwig Richtung zweite Mannschaft verlassen haben. Ihnen ist nun Linus Kröger gefolgt. Aufgrund der personellen Engpässe und Leistungen geht es erst mal vordergründig darum, dass die erste und die zweite Mannschaft nicht absteigen werden. Durch die Verstärkungen und den neuen Trainer in der ersten Mannschaft gehe ich vom Klassenerhalt beider Teams aus. Aus diesem Grund wird die Rückrunde keine einfache für uns, da wir zu den Verletzungssorgen jetzt noch unsere Stammspieler abgeben müssen.

Es ist Deine vierte Saison als Trainer der SVD-Dritten. Gibt es ein fünftes Jahr?

Ich freue mich, diese Mannschaft trainieren zu können – und dies bereits seit 2018. Ich werde auch in der fünften Saison mit diesem Team arbeiten wollen und hoffe auf die Rückkehr unserer Stammspieler.

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