„Kostenexplosion“: Multifunktionsplatz in Rinkerode 48 Prozent teurer

Das Multifunktionsspielfeld wird beim SV Rinkerode an dieser Stelle gebaut. Foto: Kleineidam
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Das Multifunktionsspielfeld wird beim SV Rinkerode an dieser Stelle gebaut.

Das Multifunktionsspielfeld in Rinkerode wird deutlich teurer als zunächst angenommen. Nachdem die Verwaltung den Rat darüber schon im Juni informiert hatte, liegen nun die Ergebnisse der Ausschreibung vor. Das berichtete Fachbereichsleiter Christoph Britten im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt.

Drensteinfurt/Rinkerode – Der Verwaltung liegen demnach zwei Angebote zwischen 445 000 und 460 000 Euro vor. Dazu kommen noch Gutachter- und Planungskosten, sodass Britten von realen Baukosten in Höhe von etwa 500 000 Euro ausgeht – also rund 162 000 Euro beziehungsweise 48 Prozent mehr. Damit sei auch die 100-prozentige Förderung des Multifunktionsfelds durch die Bezirksregierung Münster vom Tisch, so Britten. Die hatte die vollumfängliche Förderung eines Multifunktionsplatzes als Kunstrasenfeld bis zu einer Höhe von 338 000 Euro zugesagt. Durch die deutliche Preissteigerung bleibe nur noch eine Förderung von 68 Prozent. „Eine Aufstockung der Förderung ist nicht möglich“, bedauerte Britten. Hoffnungen, durch eine erneute Ausschreibung Kosten zu sparen, gibt es laut des verantwortlichen Ingenieurbüros nicht. Tendenziell sei eher mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen, so die Verwaltung.

„Die Kostenexplosion muss uns Sorgen bereiten“, betonte Bürgermeister Carsten Grawunder. Es bleibe nicht viel Spielraum im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr.

Umwandlung fraglich

Vor dem Hintergrund der steigenden Kosten setzt die Verwaltung in der Diskussion um Kunstrasenplätze zudem ein Fragezeichen hinter die für 2022 und 2023 im Sportzentrum Drensteinfurt vorgesehene Umwandlung des „Grascheplatzes“ in einen Kunstrasenplatz. Aufgrund der Kostensteigerungen kalkuliert Britten derzeit mit Investitionskosten von etwa 1,2 Millionen Euro.

Mit der Umwandlung, so Britten, sei es zudem nicht getan. Alle zwölf Jahre stehe bei Kunstrasenplätzen der Belagwechsel an – im kommenden Jahr zum Beispiel in Rinkerode –, wofür aktuell rund 300 000 Euro fällig werden.

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