SVD-Coach Kolobaric glücklich und enttäuscht

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Stammt aus Kroatien, ist 43 Jahre alt, seit 2009 Trainer von Drensteinfurts erster Fußballmannschaft und wohnt in Münster: Ivo Kolobaric.

Drensteinfurt -  Fast doppelt so viele Siege wie Niederlagen – hinter den Bezirksliga-Fußballern des SVD liegt ein für die meisten Beteiligten unerwartet erfolgreiches Jahr. Keineswegs überraschend, sondern die logische Folge ist die Vertragsverlängerung von Trainer Ivo Kolobaric (WA berichtete). Der Münsteraner dehnte seinen Kontrakt bis 2016 aus, wird im Sommer in seine siebte Saison bei den Stewwerter gehen und träumt – wie der 1. Vorsitzende Werner Schmidt – ein wenig von der Landesliga.

„Das ist schon eine Sucht“, sagt Kolobaric zu seiner Beziehung mit dem SVD. Diese nahm 2009 nach Trainerstationen beim SC Münster 08 und beim TuS Ascheberg ihren Anfang und fand ihren bisherigen Höhepunkt im Bezirksliga-Aufstieg 2012.

In dieser Saison überwintern die Drensteinfurter als Tabellenvierter. Acht Siegen und sechs Unentschieden stehen nur zwei (knappe) Niederlagen beim Spitzenreiter SV Westfalia Rhynern II (0:1) und gegen die SG Bockum-Hövel (1:2) gegenüber. „Die Saison ist bislang fast perfekt gelaufen“, sagt der 43-Jährige. Auch das komplette Jahr habe er „grundsätzlich genossen“. Der sportliche Erfolg gibt ihm Recht. 15 Siege, acht Remis und acht Niederlagen gab es 2014 in der Liga.

„Meckern auf hohem Niveau“

„Es macht einfach Spaß, mit den jungen Leuten zu arbeiten“, sagt Kolobaric. Und „es reizt mich, einen Blick nach oben zu werfen. Ich sehe den Verein nicht weit weg von der Landesliga.“ Dass der SVD „in einer ziemlich ausgeglichenen Liga“ nicht Herbstmeister wurde, „liegt nur an uns“, betont der Münsteraner und schaut „kritisch“ auf die vergangenen Wochen. „Es hat mich überrascht, dass einige 20, 30 Prozent weniger statt zehn Prozent mehr gegeben haben, als wir Tabellenerster waren.“ Einige Leistungsträger, die die jungen Spieler in dieser Phase führen sollten, hätten enttäuscht, sagt Kolobaric – ohne Namen zu nennen. „Ich weiß, das ist Meckern auf hohem Niveau. Aber genau da sehe ich eine Chance, sich weiterzuentwickeln.“

„Zwischenmenschliche passt einfach“

Werner Schmidt, der 1. Vorsitzende des SVD, saß zusammen mit seinem Stellvertreter Klaus Heine, dem ehemaligen Seniorenfußball-Obmann Uwe Heinsch und Ivo Kolobaric am Verhandlungstisch. Der Trainer der ersten Mannschaft finde das richtige Maß, eine „gute Mischung aus kurzer und langer Leine“, so der Vereinschef auf Anfrage unserer Zeitung über Kolobaric. „Ich denke, das Zwischenmenschliche passt einfach. Ivo passt als Typ gut nach Drensteinfurt und kann gut mit jungen Spielern umgehen. Auch wenn er das Junggesellen-Schützenfest (immer am Anfang der Saison/Anm. d. Red.) nicht liebt, er hat es zähneknirschend akzeptiert“, sagt Schmidt. Auch er liebäugelt nach der erfolgreichen Hinserie mit der Landesliga. „Wenn man stabil bleibt, kann man noch einen Schritt machen.“ - mak

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