Trabrennen

„Etorix“ stoppt „Heras Traum“ und Traumserie

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Ihren Neuerwerb „Etorix“ (Nummer 2) ließen die Stewwerter mit Silvia Raspe im Sulky starten – mit Erfolg.

Drensteinfurt - Klaus Storck und Heinz Kuhlmann, Vorsitzende des Rennvereins Drensteinfurt, fuhren zum Partnerverein nach Dinslaken, um dort die Gewinner des „Drensteinfurt-Cups 2018“ zu ehren. Zudem hatten die Stewwerter ihren Neuerwerb „Etorix“ am Start – mit großem Erfolg.

Der Franzose beabsichtigte, nach einer etwas unglücklichen Disqualifikation im belgischen Mons drei Wochen zuvor einiges richtigzustellen. „,Etorix‘ wollte unbedingt zeigen, dass er nach wie vor voll im Saft steht und nichts von seinem Tatendrang eingebüßt hat“, so Detlef Orth, der Sportliche Leiter des Rennvereins, der ebenfalls vor Ort war.

Das Wetter hatten sich die Zuschauer ein wenig rosiger vorgestellt, doch am Bärenkamp regnete es nahezu den gesamten Renntag. Alle Siegerehrungen, auch die für die Dintrab-Champions 2018, mussten daher unter Regenschirmen stattfinden. Der Drensteinfurter Vorstand begab sich nach dem zweiten Rennen auf das Geläuf, wo sich die Bestplatzierten des „Drensteinfurt-Cups der Amateure 2018“ eingefunden hatten. Wie schon ein Jahr zuvor hatten Kuhlmann und Storck zahlreiche Ehrenpreise im Gepäck.

Knoch vor Hafer und Maassen

Nach 15 Wertungsläufen in der vergangenen Saison durfte die aus Dülmen angereiste Amateurfahrerin Julia Knoch das begehrte Bronzepferd in die Hand nehmen. Sie stand bereits vor dem letzten Wertungslauf am Silvester-Renntag als Siegerin fest und riss damit dem Vorjahressieger Jörg Hafer den Titel aus den Händen.

Platz drei ging an den Willicher Gastronom Thomas Maassen, der sich ganz nebenbei auch noch das bundesdeutsche Amateurfahrer-Championat erstmals an die Fahnen heften konnte. Der immer zu lustigen Sprüchen aufgelegte Maassen war zur Siegerehrung aber nicht angetreten, er hatte sich kurz zuvor telefonisch abgemeldet. Ein Infekt hatte ihn außer Gefecht gesetzt. „Maassen lag mit Schüttelfrost im Bett und verfolgte die Dinslakener Veranstaltung via Satellit“, berichtete Orth. In Tina Karten hatte der Formfahrer aber kurzerhand einen Ersatz gestellt. Die charmante Gladbacherin nahm nicht nur für Maassen die Ehrenpreise mit an die Niers, sondern gleich auch noch den Präsentkorb für den erfolgreichsten Profi des letzten Jahres, Michael Nimczyk, der zeitgleich in Berlin am Start war.

Im fünften Rennen hieß es dann „Start frei“ für den Drensteinfurter „Etorix“, „der zwar mit gewissen Vorschusslorbeeren auf die Reise ging, aber mitnichten als uneingeschränkter Totofavorit galt“, so Orth. Ihm stellte sich nämlich die seit sechs Starts ungeschlagene „Heras Traum“ in den Weg, die gerade in Dinslaken ihre besten Rennen geht und mit der sprichwörtlichen weißen Weste antrat. So gab es auf „Etorix“ totomäßig doppeltes Geld – das heißt für zehn Euro Einsatz auf Sieg würde es im Siegfall 20 Euro zurückgeben.

Silvia Raspe im Sulky

„Nach vorsichtigem Start rückte der Drensteinfurter nach halber Strecke kontinuierlich auf, legte sich letztmalig auf Höhe des Ziels neben den führenden ,Flamboro‘, zermürbte diesen durch den Schlussbogen und stand auch auf den letzten 100 Metern frühzeitig als klarer Sieger fest“, berichtete Orth. „Heras Traum“, die an der Innenkante als drittes Pferd ein Toprennen erwischt hatte, kam zwar erst spät auf freie Bahn, stand gegen den Drensteinfurter mit Silvia Raspe im Sulky aber auf verlorenem Posten und musste in der Endabrechnung sogar nur mit dem vierten Platz vorliebnehmen.

Ein gelungener Jahreseinstand also für den „Tornado Bello“-Sohn, dem damit bereits sein „fünfter Treffer“ (Orth) gelang und der in diesem Jahr noch für deutlich anspruchsvollere Rennen vorgesehen ist.

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