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SVD beim „Abstiegsfight“ unter Flutlicht ohne Bußmann

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Von: Matthias Kleineidam

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Müssen liefern: Sven Grönewäller (links) und Dennis Popil (rechts) vom SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Müssen liefern: Sven Grönewäller (links) und Dennis Popil (rechts) vom SV Drensteinfurt. © Kleineidam

Eine verdammt wichtige Aufgabe haben die Fußballer des SV Drensteinfurt zu absolvieren. Sie treffen im vorgezogenen Heimspiel auf den direkten Konkurrenten aus Liesborn „Wir müssen die Punkte mehr wollen als die anderen, können uns absetzen“, sagt Trainer Thorsten Heinze im WA-Interview.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – Westfalen Liesborn (Freitag, 19.30 Uhr). Der Start ins neue Jahr war zweifelsohne erfolgreich. Sieben Punkte hatten die Fußballer des SVD in den ersten drei Partien nach der Winterpause geholt. Doch die Euphorie ist ein wenig abgeebbt. Nur zwei Zähler sammelten die Drensteinfurter in den jüngsten vier Spielen. Umso wichtiger ist es, dass sie an diesem Freitag im vorgezogenen Heimspiel gegen den Verfolger aus Liesborn ihr Potenzial abrufen. Denn Verlieren ist verboten, Gewinnen geboten. Vor dem Kellerduell hat sich Coach Thorsten Heinze den Fragen des WA gestellt.

Sechs-Punkte-Spiel oder Abstiegskrimi: Welche Überschrift trifft am besten auf die Partie zu?

Ob es ein Krimi ist, kann man erst nachher sagen. Aber ein Abstiegsfight ist es auf jeden Fall. Wenn wir gewinnen, können wir uns schön absetzen.

Freitagabendspiel unter Flutlicht: Am Kunstrasenplatz im Erlfeld dürfte es wieder voll werden. Motiviert das doppelt?

Ja, wenn das Wetter noch ein bisschen mitspielt, hoffe ich, dass es voll wird. Es wäre schon ganz gut, wenn wir zu Hause die nötige Unterstützung durch die Zuschauer bekommen. Das würde uns Rückendeckung und einen Schub geben.

Worauf kommt es an diesem Freitag an?

Auf jeden Fall auf die Einstellung. Die muss passen. Kampf, Wille und die Bereitschaft, die drei Punkte zu Hause zu behalten: Wir müssen es mehr wollen als die anderen.

Apropos zu Hause: Dort seid Ihr nach vier Ligaspielen in diesem Jahr noch ungeschlagen, habt acht Punkte geholt. Was stimmt Dich optimistisch, dass es es so bleibt?

Ich sehe überhaupt keinen Grund wegen der vier Spiele ohne Sieg, irgendwie negativ zu sein. Jetzt haben wir wieder jemanden aus unseren Gefilden als Gegner. Ich denke, wir können zu Hause mit breiter Brust antreten.

Die jüngsten drei Duelle mit Liesborn hat der SVD gewonnen. Im Hinspiel gab es nach einem 1:3-Rückstand einen 5:3-Erfolg. Erwartest Du ein ähnlich spektakuläres Spiel oder eins mit wenig Toren?

Das ist schwer einzuschätzen. Im Moment stehen wir hinten relativ stabil, haben wenig zugelassen zuletzt. Klar, die beiden Topteams Soest und Freckenhorst haben ihre Qualität, und wenn du denen ein bisschen Platz lässt, dann hauen sie das Ding rein. Ich gehe davon aus, dass es gegen Liesborn ein heißer Ritt und hin und her gehen wird.

Wie ist die personelle Situation beim SVD? Wer fällt aus, wer kehrt in den Kader zurück?

Valentin Kröger ist angeschlagen, hat Oberschenkelprobleme. Falk Bußmann fällt aus, er ist krank. Lars Hülsmann ist weiter privat verhindert. Dafür ist Steffen Scharbaum zurück im Kader, und Dennis Hoeveler ist hoffentlich auch wieder dabei.

Wenn Falk Bußmann fehlt, fehlt die Wucht vorne. Was ist mit Maximilian Schulze-Geisthövel? Hilft er wieder aus?

Wir sind im Austausch und müssen abwarten, ob er kann. Sonst müssen wir es anders kompensieren. Ich habe schon eine Idee, wie wir offensiv agieren.

Der Gegner: Westfalen Liesborn

Westfalen Liesborn ist Drittletzter und hat drei Punkte Rückstand auf den SV Drensteinfurt. Nur mit einem deutlichen Sieg kann das Team um Torjäger Niclas Schramme (13 Treffer) an den Stewwertern vorbeiziehen. Die Ergebnisse zuletzt waren nicht so schlecht. Liesborn gewann vor zwölf Tagen 3:2 beim Tabellenvierten in Ostinghausen. Davor gab es ein 2:2 beim Achten RW Westönnen und ein 5:6 gegen die drittplatzierte SG Telgte. „Sie werden gerade gegen uns noch mal alles raushauen, wollen natürlich rankommen“, sagt Heinze.

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