Fußball

Doch keine landesweite Notbremse: Aus kurzem wird längeres Vergnügen

Abwechselung zum Auftakt: Zum Aufwärmen spielten die Mädchen von Fortuna Walstedde im Alter von zehn bis 14 Jahren Handball.
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Abwechselung zum Auftakt: Zum Aufwärmen spielten die Mädchen von Fortuna Walstedde im Alter von zehn bis 14 Jahren Handball.

Vier Monate mussten sie komplett aussetzen. Seit dem 8. März dürfen die jüngeren Nachwuchsfußballer an der frischen Luft wieder als Mannschaft trainieren. Aus dem kurzen wird nun doch ein längeres Vergnügen.

Drensteinfurt/Walstedde  – Denn bei einer kreisweiten Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 bleibt es in NRW erlaubt, in Gruppen von höchstens 20 Kindern bzw. Jugendlichen bis einschließlich 14 Jahren Sport zu treiben. Liegt der Wert an drei Tagen hintereinander über 100, beträgt die maximal zulässige Gruppengröße zehn Kinder.

Die U15-Juniorinnen von Fortuna Walstedde sind ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich der Nachwuchs auf die Öffnung der Sportanlagen fürs Mannschaftstraining gefreut hatte. 18 Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren gehören dem Team an, jeweils 17 nahmen an den beiden Einheiten in der vergangenen und dieser Woche teil. Die Eltern hätten keine Vorbehalte, sagten Annika Kuhn und Martin Mittelberg, die das Trainerduo der C-Mädchen bilden. „Es ist kein Muss. Die Eltern können natürlich selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zum Training schicken“, so Kuhn. Für Mittelberg, der die Mädchen seit Anfang an begleitet – zunächst als Betreuer –, war der Re-Start ein „Schritt zurück in die Normalität“. Von daher wäre es „sehr schade“ für die Kinder gewesen, hätten sie darunter leiden müssen, wenn in NRW die landesweite Corona-Notbremse gezogen worden wäre. Schließlich waren die Zahlen der Neuinfizierten in den vergangenen Tagen und Wochen im Stadtgebiet überschaubar.

Die U15-Mädchen von Fortuna Walstedde beim vorerst letzten Training

Die Maedchen von Fortuna Walstedde beim zweiten und vorerst letzten Training
Die Maedchen von Fortuna Walstedde beim zweiten und vorerst letzten Training
Die Maedchen von Fortuna Walstedde beim zweiten und vorerst letzten Training
Die Maedchen von Fortuna Walstedde beim zweiten und vorerst letzten Training
Die U15-Mädchen von Fortuna Walstedde beim vorerst letzten Training

Seit eineinhalb Jahren spielt Alisa Donst bei Fortuna Fußball. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass wir wieder trainieren dürfen. Es war ja eine lange Pause“, sagte die 14-Jährige, die sich im Januar an der Lauf-Challenge der Jugendabteilung beteiligte, um die trainingsfreie Zeit zu überbrücken. Traurig wäre sie gewesen, wenn schon wieder Schluss gewesen wäre. „Wir hatten bislang ja nur zweimal Training“, sagte die Abwehrspielerin.

Ich habe mich richtig gefreut, dass es endlich wieder losgeht.

Johanna Holthusen

Der gleichen Meinung ist Johanna Holthusen. „Es ist ein bisschen doof“, sagte die 13-Jährige angesichts der drohenden Zwangspause. Sie hatte das Training „sehr vermisst“ und sich „richtig gefreut, dass es endlich losgeht“. Johanna, die Tochter von Betreuer Jan Holthusen, spielt seit vier Jahren Fußball – „immer bei Fortuna“.

Die Einheit der U15-Juniorinnen in dieser Woche unterschied sich nicht zu denen vor dem langen Lockdown. „Wir absolvieren bewusst ein normales Training. Die Mannschaft und ich wären unzufrieden, wenn wir zu wenig machen würden“, sagte Kuhn, die sich seit 2018 als Übungsleiterin der Mannschaft engagiert. Allerdings fiel das Abschlussspiel länger aus als sonst.

Angebot wird gut angenommen

Mittelberg, der das Team seit der Gründung im Jahr 2017 begleitet, freute sich, dass das Angebot der Fortunen von den Mädchen so gut angenommen werde. „Alle haben Spaß, alle bleiben dabei“, sagte der Vater von Lia, die auch in der U15 spielt. Weil das Land doch nicht landesweit die Corona-Maßnahmen verschärft, bleibt der Sportplatz in Walstedde für den Trainingsbetrieb freigegeben. Annika Kuhn hofft natürlich, dass es bei der aktuellen Regelung bleibt. Mit der Saison hat die Trainerin dagegen abgeschlossen. „Sie sollte abgebrochen werden. Ich will einfach nur, dass die Mädchen rauskommen und trainieren können“, sagte Kuhn.

Was der Koordinator für den Jugendfußball bei Fortuna Walstedde, Michael Reckmann, zur aktuellen Situation sagt, steht am Samstag im Westfälischen Anzeiger (WA-Ausgabe 27. März 2021). 

--- Viel Spaß und halbwegs Normalität bei Fortuna Walstedde ---

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