Fußball

SVD und Fortuna: Kaum oder deutlich reduzierter Trainingsbetrieb

Bei Fortuna Walstedde herrscht wieder etwas Betrieb auf der Sportanlage. Foto: Kleineidam
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Bei Fortuna Walstedde herrscht wieder etwas Betrieb auf der Sportanlage.

Seit drei Wochen dürfen die Vereine die städtischen Außensportanlagen wieder nutzen – allerdings nur unter Beachtung der erarbeiteten Hygienekonzepte, der Abstands- und sonstigen Regeln. Gebrauch gemacht wird von der Möglichkeit nur vereinzelt.

Drensteinfurt/Walstedde – Beim SV Drensteinfurt trainiert erst eine Mannschaft wieder, bei Fortuna Walstedde herrscht etwas mehr Betrieb auf der Anlage.

Seit dem 30. Mai gibt es in Nordrhein-Westfalen weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem die Öffnung der Kontaktbeschränkung auf Gruppen von bis zu zehn Personen. Kontaktsport im Freien mit bis zu zehn Personen ist damit erlaubt. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) weist ausdrücklich darauf hin, dass nach wie vor kein regulärer Trainingsbetrieb im Amateur- und Jugendfußball möglich ist, und empfiehlt, noch nicht mit Körperkontakt zu trainieren.

SV Drensteinfurt

Beim SV Drensteinfurt waren die Alten Herren II in der vergangenen Woche die einzige Mannschaft, die das Sportzentrum Im Erlfeld fürs Training nutzte. Die 15 Teilnehmer um Coach Elmar Fengler teilten sich in Fünferteams auf, spielten Fußballtennis und absolvierten Torschusstraining.

In dieser Woche wollen sich laut Heinz-Dieter Heinrich, der als Ansprechpartner für die Umsetzung der Hygieneregeln fungiert, die Trainer der älteren Jugendmannschaften treffen, um die Wiederaufnahme der Aktivitäten zu planen. „Die ganz Jungen wollen noch gar nicht trainieren“, sagt Heinrich. Die erste Mannschaft von Trainer Oliver Logermann, zu der mehrere Münsteraner gehören, hat noch nicht entschieden, wann sie wieder einsteigt. Für sie macht es zurzeit noch keinen Sinn, weil die Kabinen und die Duschen aufgrund der baulichen Gegebenheiten auf dem Sportplatz nicht genutzt werden dürfen.

„Der Tenor ist, dass man den 9. Juni, wenn entschieden wird, ob die Saison abgebrochen wird, abwartet. Danach wird es kurzfristig – davon gehe ich mal aus – eine Entscheidung geben müssen, wann die neue Saison startet“, sagt Heinrich. Ende dieser Woche werde er sich mit dem 1. Vorsitzenden des SVD, Dieter Heeren, zusammensetzen, das Hygienekonzept überarbeiten und wieder bei der Stadtverwaltung einreichen.

Bei Ansprechpartner Heinrich melden sich in erster Linie Jugendtrainer. „Es geht um spezielle Fragen – zum Beispiel ob sich irgendwas an den Trainingszeiten ändern würde.“ Die meisten Trainer würden die Verantwortung einfach nicht übernehmen wollen, „was ich auch verstehe“, betont Heinrich.

Fortuna Walstedde

Bei den Fortunen gibt es „nur den eingeschränkten Trainingsbetrieb mit fünf gegen fünf. Mehr kannst du ja nicht machen“, sagt Hermann Tiggemann. Der 1. Geschäftsführer des Walstedder Sportvereins erklärt: „Wir nehmen nicht den alten Trainingsplan, auf dem alle Mannschaften zwei oder drei Mal draufstehen, sondern haben einen neuen erstellt, sodass jede Mannschaft ein Mal in der Woche trainieren kann.“

Die Jugendteams haben teilweise begonnen. Laut Tiggemann trainieren die A-, C- und D-Jugenden wieder. „Die Alten Herren haben noch nichts gemacht“, und auch die Senioren hatten bis einschließlich Donnerstag noch nicht trainiert. Die erste Mannschaft traf sich am Freitagabend erstmals nach der langen Pause am Böcken.

Was die Saison 2020/21 betrifft, gibt es noch viele Fragenzeichen. „Vor September kann sie nicht losgehen. Nach den Vorschriften ist es so, dass du bis Ende August keine Spiele bestreiten darfst. Und dann machst du doch erst mal Freundschaftsspiele“, sagt Tiggemann und nennt die Situation „nicht zufriedenstellend. Es ist schade, aber man kann nur abwarten.“

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