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Kaum Chancen, keine Punkte: „Blutleerer“ Auftritt des SVD in Westönnen

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Von: Matthias Kleineidam

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Verloren mit dem SV Drensteinfurt am Ostermontag in Westönnen: (von links) Valentin Kröger (Nummer 11), André Vieira Carreira, Falk Bußmann (hinten) und Markus Fröchte.
Verloren mit dem SV Drensteinfurt am Ostermontag in Westönnen: (von links) Valentin Kröger (Nummer 11), André Vieira Carreira, Falk Bußmann (hinten) und Markus Fröchte. © Hoffmann

Der Abstiegskampf hinterlässt Spuren bei den Fußballern des SVD. Der Auftritt in Westönnen sei „blutleer“ gewesen, sagte Trainer Thorsten Heinze nach einer „verdienten“ Niederlage am Ostermontag.

Bezirksliga 7: Rot-Weiß Westönnen – SV Drensteinfurt 2:0. Und in so einer Verfassung ist gegen einen Gegner, der auf Platz fünf steht und den Stewwertern ohnehin nicht liegt, nichts zu holen. Einen großen Vorwurf machte der Coach seinen Jungs aber nicht. Ein derartiger Durchhänger sei bei sieben Partien innerhalb von nur 29 Tagen keine Seltenheit.

Auffällig ist beim SVD allerdings die Diskrepanz zwischen der Punktausbeute auf eigenem und der auf fremdem Platz. Während die Drensteinfurter zu Hause in diesem Jahr noch ungeschlagen sind, warten sie auswärts seit mittlerweile neun Spielen auf einen Sieg. Der letzte Dreier in der Fremde gelang Anfang Oktober.

Die Jungs haben kaputt, müde gewirkt.

Thorsten Heinze

Das Positive am 27. Spieltag: Die Konkurrenz im Keller spielte mit, obwohl es zwischenzeitlich nicht danach aussah. Der Viertletzte SC Sönnern verspielte erneut eine 2:0-Führung – diesmal sogar gegen das Schlusslicht Sünninghausen. Der Drittletzte Liesborn verlor das andere Kellerduell gegen Hultrop 1:2, und der Vorletzte Hammer SpVg II musste sich trotz einer 2:0- und 3:2-Führung und einer langen Überzahl mit einem 3:3 in Telgte zufrieden geben. Torhüter Sebastian Mende erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich für die SG. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung des SVD auf den ersten von vier Abstiegsplätzen.

In Westönnen musste die Mannschaft neben Nils Kröger, Alexander Pankok und Marc Heitplatz auch auf Dennis Hoeveler, Sven Wiebusch und Sven Grönewäller verzichten. Für die drei rückten im Vergleich zum Heimspiel gegen Wolbeck (3:1) am Gründonnerstag Robin Wichmann, Valentin Kröger und Dario Seljmesi in die Anfangsformation.

„In der ersten Halbzeit war es kein spektakuläres Spiel. Es hat sich viel im Mittelfeld abgespielt. Westönnen hatte aber die besseren Möglichkeiten“, berichtete Heinze. Das erste Zeichen der Gastgeber: Tom Scheele, eigentlich Spieler der Reserve, setzte einen Kopfball an den linken Pfosten (15.). Aus einem Abwehrfehler des SVD resultierte laut Heinze der Führungstreffer. „Da stehen wir nicht gut gestaffelt“, schilderte der Trainer die Szene, die zum 1:0 der Rot-Weißen führte. Torschütze war Michael Heinz (45.). Von den Drensteinfurtern kam nicht viel. Die erste gute Chance hatte Falk Bußmann kurz vor dem Pausenpfiff.

Doppelpack

Im zweiten Durchgang sah Heinze ein „ähnliches Spiel“. Seine Elf hielt sich weiter zurück. „Wir waren einfach nicht gut. Die Kraft fehlte. Die Jungs haben kaputt, müde gewirkt“, sagte der Coach. Er vermisste Wille und Leidenschaft. Und bis zum nächsten Nackenschlag dauerte es nach dem Seitenwechsel nicht lange. Wieder war Routinier und RWW-Torjäger Heinz zur Stelle (54.). Kurz vor Schluss schaffte Bußmann den vermeintlichen Anschlusstreffer. Doch Schiedsrichter Michael Kortmann entschied auf Abseits. Heinze war sich da nicht so sicher. Weil im Anschluss jedoch nur noch eineinhalb Minuten zu spielen waren, hielt sich der Ärger in Grenzen.

Sechs Spiele hat der SVD in dieser Saison noch zu absolvieren. Weiter geht es am Sonntag (24. April, 15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Tabellendritten SG Telgte.

SVD: Scharbaum – Wichmann, van Elten, Fröchte, V. Kröger – Groß, Ressler (68. Hülsmann), Vieira Carreira (61. Scharmann), Seljmesi (61. Steinert) – De. Popil, Bußmann

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