Handball

HSG-Frauen wollen „kein Kanonenfutter sein“

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Melina Borgmann, die in den Kader zurückkehrt, will mit den HSG-Handballerinnen eine weitere Klatsche vermeiden.

Drensteinfurt - Beide Teams stecken im Abstiegskampf. Während die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt gute Chancen haben, in der Kreisliga zu bleiben, ist die Lage der Frauen in der Bezirksliga nahezu aussichtslos.

Frauen, Bezirksliga Münsterland: TV Friesen Telgte – HSG Ascheberg/Drensteinfurt (Sonntag, 16 Uhr). Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen reißt nicht ab. Aus den jüngsten acht Spielen holten die HSG-Damen nicht einen einzigen Punkt. Außerdem zog die direkte Konkurrenz davon. Der SC Nordwalde als Drittletzter und Vorwärts Wettringen III als Vorletzter haben fünf respektive vier Zähler mehr auf dem Konto. Es sieht also sehr düster aus für die Spielgemeinschaft.

Das weiß auch Heinz Huhnhold. Der Trainer appelliert an seine Spielerinnen, „kein Kanonenfutter“ wie zuletzt beim 16:31 gegen GW Nottuln zu sein, sondern sich gut aus der Affäre zu ziehen. „Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen“, sagt Huhnhold. Und: „Solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, versuchen wir Punkte zu sammeln.“

Deutliche Niederlage im Hinspiel

Am 16. Spieltag ist das Schlusslicht zu Gast beim Tabellenvierten. Absteiger Telgte kommt auf 18:10 Punkte und kämpft noch um den Aufstieg mit. Denn gleich zwei Teams gehen hoch in die Landesliga. Zuletzt schwächelte der TV Friesen ein wenig und gewann nur eins der vergangenen vier Spiele (25:23 gegen den BSV Roxel II). Am vergangenen Wochenende gab es eine 16:20-Niederlage beim Spitzenreiter TSV Ladbergen. Im Schnitt kassieren die Telgterinnen nur 19 Tore pro Partie. Zum Vergleich: Die HSG, die das Hinspiel deutlich mit 11:25 verlor, kommt auf 26.

Ohne Feige, Hartmann und Große Westermann

Huhnhold ist trotzdem guter Dinge. „Das Training am Dienstag war hervorragend, alle haben gut mitgezogen“, sagt der Hammer. Er hofft, dass sein Team in der Halle des Schulzentrums Telgte nicht nur lange mithält, sondern sich die sonst übliche Auszeit diesmal nicht nimmt.

Dorothee Krechtmann und Torjägerin Melina Borgmann kehren in den Kader zurück. „Wir haben mehr Variationen für den Rückraum“, sagt Huhnhold. Verzichten muss er auf Kerstin Hartmann (Urlaub), Julia Feige (berufsbedingt), Janine Große Westermann (privat) und Eva Scholz (verletzt). Torhüterin Marina Krumminga ist ins Mannschaftstraining eingestiegen. Eventuell kann sie nach Ostern wieder auflaufen.

Männer, Kreisliga Münster: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – TSV Ladbergen II (Samstag, 19 Uhr, Dreingau-Halle). Volker Hollenberg weiß genau, worum es geht. Um nicht von der Bezirksliga in die 1. Kreisklasse durchgereicht zu werden, benötigt sein Team weiter Punkte. „Es ist ein wichtiges Spiel, wobei für uns jetzt jedes Spiel wichtig ist“, sagt der Trainer der ersten Mannschaft.

Einen Schritt nach vorne haben die HSG-Herren am vergangenen Wochenende gemacht. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und dem 28:26-Erfolg bei der Warendorfer SU II haben sie die Negativserie beendet. Dem sechsten Saisonsieg soll in der Stewwerter Dreingau-Halle gleich der siebte folgen.

Harzbenutzung nicht erlaubt

Für Hollenberg ist Ladbergen als Tabellenvierter zwar favorisiert. Allerdings habe das Team auswärts „Probleme, wenn die Harzbenutzung – wie bei uns – nicht erlaubt ist“, sagt der Coach und ergänzt: „Diesen Vorteil gilt es auszunutzen.“ Abwehr und Torhüter müssten den Grundstein legen gegen „körperlich starke Ladberger“.

Die Gäste (22:14 Punkte) sind auch formstark. Vier der vergangenen fünf Spiele hat der TSV gewonnen. Die einzige Niederlage in dieser Zeit: ein 18:25 gegen den Tabellenzweiten Sparta Münster. Zuletzt gelangen deutliche Erfolge gegen die Kellerkinder Hohne/Lengerich II (24:16) und Eintracht Hiltrup II (33:22).

Was gutzumachen

„Ausfälle haben wir wahrscheinlich keine“, sagt Hollenberg über den zur Verfügung stehenden Kader des Tabellenzehnten. Damit sind die Voraussetzungen schon ganz anders als im Hinspiel. Mitte Oktober sei die HSG mit nur sieben Feldspielern „untergegangen“, blickt Hollenberg ungern zurück. Die 18:39-Packung in Ladbergen ist neben dem 24:45 gegen Adler Münster die höchste Niederlage der Saison.

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